Nobuatsu Aoki - © Suzuki

© Suzuki – Sepang 2008: Nobuatsu Aokis bis dato letzter MotoGP-Start: Wildcard mit Suzuki

(Motorsport-Total.com) – Die Vorstellung, dass Suzuki in der Saison 2014 ein Comeback auf der MotoGP-Bühne gibt, wird immer wahrscheinlicher.

Private Tests mit einem 1.000er-Prototypen, die von Nobuatsu Aoki durchgeführt werden, laufen in Japan bereits seit rund einem Jahr.

Inzwischen ist man mehr als nur einen Schritt weiter: Zunächst statteten Suzuki-Ingenieure gemeinsam mit ihren Kollegen von Honda, Yamaha und Ducati der Magneti-Marelli-Zentrale im italienischen Corbetta einen Besuch ab, um sich über die Einheitselektronik zu informieren, die gemäß Reglement ab 2014 auch bei den Werksteams zum Einsatz kommt. In der am 7. April in Katar beginnenden Saison 2013 wird die Einheits-ECU lediglich von vier Claiming-Rule-Teams (Avintia, Ioda, Forward, PBM) eingesetzt.

Ein weiteres Indiz dafür, wie ernst es Suzuki mit den Comeback-Plänen offenbar meint, ist die Tatsache, dass Aoki gemeinsam mit einer ganzen Delegation Verantwortlicher aus dem Werk bei den MotoGP-Testfahrten in der vergangenen Woche in Sepang vor Ort war. Dort verschaffte sich der Testfahrer ein genaues Bild darüber, welche Schritt als nächstes angegangen werden müssen.

Fünf Europa-Tests noch in diesem Jahr?

„Die Elektronik ist im MotoGP-Geschäft alles. Da Suzuki ein paar Jahre verpasst hat, gibt es inzwischen einen deutlichen Rückstand im Vergleich zu Honda, Yamaha und Ducati. Diesen Rückstand müssen wir aufholen“, urteilt Aoki gegenüber ‚Motor Cycle News‘.

Doch die Elektronik ist nicht der einzige Bereich, auf den der Japaner beim Sepang-Besuch aufmerksam wurde. „Auch die Bridgestone-Reifen werden von Jahr zu Jahr besser. Demzufolge bestimmt die Kombination aus Elektronik und Reifen, welche Richtung Suzuki einschlagen muss“, so Aoki, der in den Jahren 1998 bis 2000 in der 500er-Klasse für Suzuki an den Start ging und in den Jahren 2005, 2007 und 2008 insgesamt vier Wildcard-Starts auf einer GSV-R absolvierte.

Inzwischen soll bei Suzuki in Japan bereits ein komplett neues Bike fertig sein, das auf dem Testträger des vergangenen Jahres basiert, im Vergleich zu diesem aber weiterentwickelt wurde. Dieses Motorrad könnte nach Informationen von ‚Motor Cycle News‘ noch in diesem Jahr bei mehreren Testfahrten in Europa zum Einsatz kommen. Eine Teilnahme am Barcelona-Test Mitte Juni wurde von Aoki bereits bestätigt. Darüber hinaus sind dem Vernehmen nach bis Ende des Jahres weitere Testfahrten in Alcaniz, Misano, Mugello und Valencia vorgesehen.

Text von Mario Fritzsche

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