Aleix Espargaro - ©www.suzuki-racing.com

©www.suzuki-racing.com – Aleix Espargaro kam nicht an der Ducati von Andrea Dovizioso vorbei

Nach der überraschend starken Vorstellung in Barcelona musste Suzuki einige Rückschläge verdauen. Die Piloten konnten beiden vergangenen Rennen das starke Handling der GSX-RR nur selten in gute Ergebnisse umsetzen.

Doch ausgerechnet in Aragon gelang Aleix Espargaro endlich wieder ein gutes Ergebnis. Vor dem Rennwochenende machte sich der Suzuki-Pilot einige Sorgen wegen der langen Gegengeraden.

Die neuen Motorteile von Suzuki brachten nur minimale Fortschritte. In den Topspeed-Wertungen lag Aleix Espargaro weit zurück. Dennoch gelang es ihm, als Sechster ins Ziel zu fahren. „Ich bin sehr froh, dass ich wieder um Spitzenpositionen kämpfen kann. Die vergangenen Rennen waren schwierig. Wir waren nicht dort, wo wir hingehören“, bemerkt der Spanier.

„Abgesehen von Barcelona war es das Rennen, bei dem ich mich am wohlsten fühlte. Wenn man bedenkt, was wir auf den Geraden verlieren, dann ist es ziemlich positiv zu bewerten, dass wir um Platz fünf kämpfen konnten“, betont Espargaro, der knapp hinter Ducati-Werkspilot Andrea Dovizioso ins Ziel fuhr. „Mein Tempo war etwas besser als das von Dovizioso, doch es ist sehr schwierig, eine Ducati zu überholen“, erklärt er.

Suzuki nun konstant in den Top 6?
„Auf den Geraden geht die Ducati ab wie eine Rakete. Ich hätte ihn zwei Mal beinahe touchiert, aber noch bevor ich im fünften Gang war, zog er vorbei. Beim Beschleunigen zog er davon. Deswegen war ich bei den Bremspunkten zu weit weg. Es war nicht mehr drin als Platz sechs“, stellt der Suzuki-Pilot klar. „Ich denke, dass ich nah am Limit der Maschine war. Der Rückstand auf die Spitze stimmt mich positiv. Das ist wichtig für uns.“

„Wir haben lange und oft überlegt, warum wir nach Barcelona so zu kämpfen hatten. Ich hatte bei einigen Rennen große Probleme mit der Front. Ich arbeite sehr aggressiv mit der Front und bremse hart. Ich versuche stets, sehr viel Tempo in die Kurve mitzunehmen. Ich weiß nicht, warum das Motorrad nicht mehr so gut mit meinem Stil harmonierte“, grübelt Espargaro. „Hier in Aragon konnte ich meine Stärke und die Stärke des Motorrads wieder besser nutzen. Ich konnte höhere Kurvengeschwindigkeiten fahren. Wir brauchen sehr viel Vertrauen für den Vorderreifen, weil wir nicht so viel Leistung haben.“

Vinales erlebt unterhaltsames Rennen
Durch die Punkte für Platz sechs zog Espargaro in der Meisterschaft an Teamkollege Maverick Vinales vorbei, der sein Heimrennen als Elfter beendete. „Das Ergebnis ist ein bisschen besser als erwartet. Ich freue mich über die Fortschritte, die wir an den drei Tagen machen konnten. Sicher hat das Motorrad viel mehr Potenzial, wie der sechste Platz meines Teamkollegen zeigt“, so der Rookie.

„Ich konnte im Rennen nicht die Zeiten fahren, die ich im Warmup fuhr. Nach einem guten Start bekam ich Probleme mit der Elektronik. Mir fehlte Leistung. Dadurch verlor ich ein paar Positionen. Danach war es schwierig, die Open-Bikes mit den weichen Hinterreifen zu überholen“, berichtet Vinales. „Nach sechs oder sieben Runden kam ich vorbei, vorher war es nicht möglich, weil sie sehr viel Traktion hatten.“

„Ich probierte es ständig, konnte meine Linie aber nicht halten. Am Ende gelang es uns aber, Redding zu schlagen und mit Hernandez zu kämpfen. Das stimmt mich zufrieden, doch die Probleme zu Beginn ärgern mich, weil wir mehr erwarteten“, bemerkt der WM-Zwölfte.

Text von Sebastian Fränzschky & David Emmett

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