Andrea Dovizioso - © Ducati

© Ducati – Andrea Dovizioso testete an seiner GP15 unter anderem kleine Winglets

Ducati präsentiert sich beim letzten Test vor der MotoGP-Saison 2015 weiter in Topform. Nachdem Andrea Iannone am Samstag die Bestzeit in Katar gesetzt hatte, ging der erste Platz am Sonntag an seinen Teamkollegen und Namensvetter Andrea Dovizioso.

Auf seiner Desmosedici GP15 umrundete der Italiener den Losail International Circuit in einer Zeit von 1:54,907 Minuten. Damit war er schneller als Casey Stoner bei seinem 2008 aufgestellten Streckenrekord (1:55,153 Minuten).

Rang zwei ging mit einem Rückstand von 0,184 Sekunden an Weltmeister Marc Marquez, Dritter wurde Iannone auf der zweiten GP15. Auch die beiden blieben bei ihren schnellsten Runden unter Stoners Rekordzeit. Marquez‘ Honda-Teamkollege Dani Pedrosa, der unter anderem eine neue Gabel testete, beendete den zweiten von drei Testtagen in Katar mit mehr als einer halben Sekunde Rückstand auf Rang sechs.

Der Test in Doha begann erneut um 16:00 Uhr Ortszeit und wie auch schon am Vortag blieb die Strecke in den ersten Stunden fast komplett leer, da die Temperaturen zu hoch waren. Erst als sich die Sonne gegen 18:00 Uhr langsam verabschiedete, wurde es auf der Strecke belebter. Insgesamt 26 Fahrer sammelten wertvolle Testkilometer, neben den 25 MotoGP-Stammpiloten war auch Ducati-Testpilot Michele Pirro wieder mit von der Partie.

Rossi spult die meisten Runden ab
Die Italiener überraschten nicht nur mit einer weiteren Tagesbestzeit, an der GP15 wurden auch kleine Winglets getestet, die bei Ducati in der Vergangenheit schon zum Einsatz gekommen waren. Außerdem nutzte man den zweiten Tag in Katar, um einen neuen Auspuff zu testen. Zusammen legten Dovizioso und Iannone am Sonntag 84 Runden zurück, dazu kommen 32 weitere Umläufe von Pirro.

Insgesamt ging es am Sonntag extrem eng zu. Die ersten 14 Piloten lagen alle innerhalb von nur einer Sekunde. Beste Yamaha im engen Feld war Werkspilot Jorge Lorenzo, als Vierter hatte er allerdings bereits 0,593 Sekunden Rückstand und konnte nicht mit dem Spitzentrio mithalten. Teamkollege Valentino Rossi, der am Samstag gestürzt war, landete einen Rang dahinter und drehte stolze 61 Runden – mehr als jeder andere Fahrer.

Während die Yamaha-Werkspiloten unter anderem an ihrem Rennsetup arbeiteten, testete Satellitenteam Tech 3 eine neue Schwinge. Bradley Smith beendete die Session schließlich auf Rang acht, Teamkollege Pol Espargaro war nur minimal langsamer und wurde Neunter. Vor den beiden platzierte sich LCR-Pilot Cal Crutchlow, der unter anderem an der Elektronik seiner RC213V arbeitete.

Abraham überrascht, Bradl stürzt
Bei Suzuki konnte Aleix Espargaro seinen vierten Platz des Vortags nicht bestätigen. Er landete auf Rang zwölf, Teamkollege Maverick Vinales wurde 14. Die große Überraschung des Sonntags kam stattdessen aus dem Open-Honda-Lager: Karel Abraham überraschte auf der RC213V-RS mit einem starken zehnten Platz. Damit ließ er unter anderem Scott Redding auf der Werks-Honda hinter sich. Der Brite landete auf Rang 13.

Nicht in Schwung kommt hingegen Stefan Bradls Forward-Team, das auf die Open-Yamaha setzt. Der Deutsche, der sich bereits seit mehreren Tagen mit einem Magen-Darm-Virus herumschlägt, kam nicht über Rang 20 hinaus und stürzte zu allem Überfluss auch noch. So brachte es Bradl lediglich auf 17 Runden. Teamkollege und MotoGP-Rookie Loris Baz beendete den zweiten Testtag in Katar sogar nur auf Rang 23.

Ganz am Ende des Feldes fand sich mit einem Rückstand von mehr als drei Sekunden wieder einmal Marco Melandri wieder. Kleines Trostpflaster für Aprilia: Teamkollege Alvaro Bautista konnte immerhin Alex de Angelis hinter sich lassen und verhinderte somit, dass erneut beide RS-GP die letzten beiden Plätze belegten. Der Spanier testete unter anderem einen neuen Tank und einen neuen Sitz.

Mit Yonny Hernandez platzierte sich währenddessen ein weiterer Ducati-Pilot auf Rang elf. Pramac-Teamkollege Danilo Petrucci, am Samstag noch Zwölfter, kam nicht über Platz 22 hinaus. Damit platzierte er sich knapp hinter Jack Miller, der auf Rang 21 schlechtester Open-Honda-Pilot war. Am Montag findet auf dem Losail International Circuit der dritte und zugleich letzte Testtag vor Saisonbeginn statt.

Die Testzeiten aus Doha (Samstag):

1. Andrea Dovizioso (Ducati) 1:54.907 Minuten (38 Runden)
2. Marc Marquez (Honda) 1:55.091 (54)
3. Andrea Iannone (Ducati) 1:55.104 (46)
4. Jorge Lorenzo (Yamaha) 1:55.500 (51)
5. Valentino Rossi (Yamaha) 1:55.581 (61)
6. Dani Pedrosa (Honda) 1:55.582 (40)
7. Cal Crutchlow (Honda) 1:55.624 (42)
8. Bradley Smith GBR (Yamaha) 1:55.648 (49)
9. Pol Espargaro ESP (Yamaha) 1:55.658 (46)
10. Karel Abraham (Honda) 1:55.765 (41)
11. Yonny Hernandez (Ducati) 1:55.772 (33)
12. Aleix Espargaro (Suzuki) 1:55.795 (33)
13. Scott Redding (Honda) 1:55.803 (60)
14. Maverick Vinales (Suzuki) 1:55.810 (42)
15. Hector Barbera (Ducati) 1:56.058 (50)
16. Nicky Hayden (Honda) 1:56.104 (44)
17. Mike Di Meglio (Ducati) 1:56.259 (53)
18. Eugene Laverty (Honda) 1:56.342 (54)
19. Michele Pirro (Ducati) 1:56.476 (32)
20. Stefan Bradl (Forward-Yamaha) 1:56.724 (17)
21. Jack Miller (Honda) 1:56.758 (50)
22. Danilo Petrucci (Ducati) 1:56.762 (32)
23. Loris Baz (Forward-Yamaha) 1:56.936 (40)
24. Alvaro Bautista (Aprilia) 1:57.273 (46)
25. Alex De Angelis (ART) 1:57.390 (45)
26. Marco Melandri (Aprilia) 1:57.982 (23)

Text von Ruben Zimmermann

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