Cal Crutchlow  © FGlaenzel

© FGlaenzel – Cal Crutchlow absolvierte am Montag seine ersten Runden auf der Ducati

Die beiden Yamaha-Werkspiloten Jorge Lorenzo und Valentino Rossi waren beim ersten Tag des Nachsaisontests in Valencia nicht zu schlagen. Die beiden M1-Piloten fuhren niedrige 1:31er-Zeiten und waren damit schneller als im Rennen. Ex-Champ Lorenzo war es, der mit einer Zeit von 1:31.257 Minuten an der Spitze der Zeitenliste stand. Teamkollege Rossi war 93 Tausendstelsekunden langsamer als der entthronte Spanier.

Zuerst gingen beide Yamaha-Werkspiloten mit den 2013er-Maschinen auf die Strecke. Lorenzo drehte mit der in gewohnten Farben lackierten M1 schnelle Runden und war zu Beginn deutlich schneller als der Rest des Feldes. Teamkollege Rossi ging recht zeitig mit der unlackierten 2014er-M1 auf die Strecke und wechselte später zwischen den beiden Motorrädern hin und her. Insgesamt kam Rossi auf 42 Runden. Lorenzo umrundete den Kurs in Spanien 48 Mal.

Bei Honda war die WM-Feier vermutlich lang und intensiv. Am Testtag ging weder Weltmeister Marc Marquez noch Dani Pedrosa auf die Strecke. Dadurch war es LCR-Pilot Stefan Bradl, der am Montag schnellster Honda-Pilot war. Knapp eine halbe Sekunde fehlte dem Deutschen, der insgesamt 40 Runden mit seiner RC213V drehte. Mit dem Prototyp für 2014 konnte Bradl noch keine Erfahrungen sammeln. Offen ist, ob der Deutsche von den Honda-Verantwortlichen die Chance erhält, mit der Neuentwicklung zu fahren.

Auf Position vier der Zeitenliste überraschte Pramac-Ducati-Pilot Andrea Iannone. Der Italiener, der beim Grand Prix von Valencia die Zielflagge nach seinem Sturz nicht sah, verwies die beiden Werkspiloten auf die Positionen. Iannone büßte 0,668 Sekunden auf die Vorgabe von Lorenzo ein. Andrea Dovizioso hatte einen Rückstand von 0,686 Sekunden auf die Bestzeit und folgte damit knapp hinter Iannone.

Ducati-Neuzugang Cal Crutchlow hinterließ bei seinem Debüt auf der Desmosedici einen soliden Eindruck. Der Brite drehte mit der unlackierten Ducati 39 Runden und hatte einen Rückstand von knapp acht Zehntelsekunden. Damit fuhr er in etwa auf dem Niveau von Teamkollege Dovizioso. Zudem war er auf Anhieb deutlich schneller als Testpilot Michele Pirro, der als Siebter 1,441 Sekunden verlor. Yonny Hernandez folgte hinter Pirro auf Position acht. Der Pramac-Pilot wird 2014 weiterhin auf der Desmosedici sitzen, dann aber unter der Open-Regel an den Start gehen.

Mit Hiroshi Aoyama folgte der erste Honda-Production-Racer. Aoyama wird in der kommenden Saison neben Nicky Hayden für Aspar an den Start gehen und eine der vier Honda RCV1000R pilotieren. Der Japaner verlor bei der ersten Ausfahrt mit der Kunden-Honda 1,763 Sekunden auf die Bestzeit. Knapp zwei Sekunden Rückstand hatte Tech-3-Pilot Pol Espargaro. Der Moto2-Weltmeister von 2013 saß erstmals auf der Yamaha M1 und drehte 45 Runden. Espargaro wirkte nach dem ersten Stint mit der mehr als 250 PS starken MotoGP-Maschine begeistert und reduzierte den Rückstand von anfangs mehr als drei Sekunden auf 1,930 Sekunden.

Gresini-Pilot Scott Redding drehte mit der Kunden-Honda 34 Runden. Der Brite, der die Moto2-Wertung lange anführte, hatte am Ende des Tages etwa drei Sekunden Rückstand. Damit war er etwas schneller als PBM-Pilot Michael Laverty. Martin Bauer drehte am Vormittag viele Runden und kam am Ende auf eine Zeit von 1:35.115 Minuten. Bauer wird an den übrigen Testtagen nicht mehr fahren. Mike di Meglio überraschte als Pilot für Avintia. Der ehemalige 125er-Weltmeister hatte nach 26 Runden etwas mehr als fünf Sekunden Rückstand auf die Spitze.

Die Testzeiten aus Valencia (Montag):

1. Jorge Lorenzo (Yamaha) 1:31.257 Minuten (48 Runden)
2. Valentino Rossi (Yamaha) 1:31.350 (42)
3. Stefan Bradl (Honda) 1:31.751 (40)
4. Andrea Iannone (Ducati) 1:31.925 (49)
5. Andrea Dovizioso (Ducati) 1:31.943 (36)
6. Cal Crutchlow (Ducati) 1:32.054 (39)
7. Michele Pirro (Ducati) 1:32.698 (32)
8. Yonny Hernandez (Ducati) 1:32.745 (37)
9. Hiroshi Aoyama (Honda) 1:33.020 (38)
10. Pol Espargaro (Yamaha) 1:33.187 (45)
11. Scott Redding (Honda) 1:34.195 (34)
12. Michael Laverty (PBM/ART) 1:34.378 (17)
13. Martin Bauer (Suter-BMW) 1:35.115 (27)
14. Mike di Meglio (FTR-Kawasaki) 1:36.304 (26)

Text von Sebastian Fränzschky

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