Casey Stoner  © Honda

© Honda - Casey Stoner war auch am Schlusstag in Jerez nicht zu schlagen

Auch am Abschlusstag der Testfahrten der MotoGP zeigte sich in Jerez das gewohnte Bild: Wieder einmal war Casey Stoner mit seiner Honda der schnellste Mann des Feldes. Nachdem lange Zeit Jorge Lorenzo die Zeitenliste angeführt hatte, schlug Stoner kurz vor Ende des Testtages zurück und fuhr mit einer Zeit von 1:38.780 Minuten an die Spitze. Damit lag der Australier nach insgesamt 61 Runden knapp zwei Zehntelsekunden vor dem Spanier.

Stoner ist jedoch der Ansicht, dass er seine Bestzeit unter ungünstigeren Bedingungen als sein Konkurrent gefahren habe: „Ich bin meine schnelle Runde am Nachmittag gefahren, Jorge am Vormittag. Nachmittags ist man schon etwas müde, daher glaube ich, dass ich unter den gleichen Voraussetzungen am Vormittag hätte schneller fahren können.“ Dennoch packte ihn am Ende noch einmal der Ehrgeiz: „Wir hatten noch einige Reifen übrig, da wir viele Longruns gefahren sind, daher bin ich am Ende noch einmal rausgefahren, um an die Spitze der Zeitenliste zu fahren.“

Mit dieser Zeit war Stoner 23 Tausendstelsekunden langsamer als bei seiner Pole-Position im vergangenen Jahr. Dass er mit der leistungsstärkeren 1.000ccm-Maschine nicht schneller fahren konnte, schreibt der Australier einzige den Streckenbedingungen zu: „Als wird zum ersten Mal mit diesem Motorrad hier getestet haben, waren die Bedingungen sehr schwierig. Die Kerbs waren frisch lackiert, dadurch sind die Reifen darauf sehr gerutscht.“

1.000er in Jerez nicht schneller als die 800er

„Die Strecke war sehr staubig, es flogen eine Menge Blütenpollen herum. Es war auch sehr windig, und trotzdem waren wir schneller als heute. Es liegt also nur an den Bedingungen. Die sind zwar konstant, aber der Grip könnte wesentlich besser sein“, so Stoner. Die neuen Reifen seien hingegen nicht daran schuld: „Ich glaube nicht, dass wir mit den neuen Reifen Grip verloren haben. Wir haben zwar viel mehr Chattering, aber der Grip ging nicht verloren. Dennoch sollten wir näher an den 800er-Zeiten dran sein, wenn nicht sogar schneller.“

Heute tauchte bei Stoner auch urplötzlich das Chattering wieder auf, das an den Vortagen in Jerez verschwunden war: „Am Ende des Tages, als der Grip zunahm, hatten wir ein Problem mit dem Vorderrad. Wir haben die Reifen dann gewechselt, und plötzlich war das Chattering wieder da. Auf dieser Strecke ist es kein großes Problem, aber daran müssen wir auf jeden Fall arbeiten. Es ist nur bei den letzten beiden Stints aufgetreten.“
Stoner will nicht mehr testen

Mit dem heutigen Tag sind die Testfahrten der MotoGP vor dem Saisonstart beendet, was aus Stoners Sicht auch ganz gut ist: „Mir reicht der Test. Während des Rennwochenendes das Setup zu erarbeiten, kann zwar stressiger sein, aber es macht auch mehr Spaß. Da hast du dafür nur wenig Zeit.“ Der 27-Jährige erklärte, dass eine längere Testzeit nicht zwangsläufig zu besseren Ergebnissen führen würde: Je mehr Zeit du aber hast, umso konfuser wirst du. Das Setup, was heute hier passt, kann in drei Wochen schon völlig daneben liegen.“

Daher könnte er auch mit einer Verkürzung der Testzeit gut leben: „Zwei Tage würden mir auch reichen, ich persönlich glaube nicht, dass wir so viele Testtage brauchen. Die Motorräder werden immer anstrengender zu fahren, die G-Kräfte in den Kurven nehmen zu. Da bist du nach drei Tagen schon recht müde.“

Nach einer ganzen Reihe von Bestzeiten geht Stoner als Top-Favorit in die neue Saison, auch wenn der Weltmeister selbst sich noch im Understatement übt. Auf die Frage, ob er besser vorbereitet in die Saison starten würde als 2011, antwortet der Honda-Fahrer: „An diesem Zeitpunkt schon. Aber wir waren auch im vergangenen Jahr recht schnell zufrieden. In diesem Jahr müssen wir zwar abwarten, wie sich die ersten beiden Rennen entwickeln, aber so in die Saison zu starten, ist auf jeden Fall gut.“

Text von Markus Lüttgens

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