Maverick Vinales - © www.suzuki-racing.com

© www.suzuki-racing.com – Maverick Vinales holte sich mit seinem letzten Angriff die Tagesbestzeit

Am zweiten Tag der MotoGP-Wintertestfahrten in Phillip Island (Australien) herrschte deutlich besseres Wetter als noch am Mittwoch.

Vor allem am Nachmittag konnte ausgiebig mit Slicks gefahren werden, obwohl keiner eine Rennsimulation absolvierte. An die Spitze der Zeitenliste setzte sich Suzuki-Werksfahrer Maverick Vinales mit 1:29:131 Minuten. Damit kam der Spanier bis auf eine Sekunde an den Rundenrekord heran.

Generell lagen die Zeiten am Donnerstag dicht beisammen. Zehn Fahrer befanden sich innerhalb einer Sekunde, alle Stammfahrer waren nur durch 1,5 Sekunden voneinander getrennt. Vor allem in der letzten Stunde gingen viele Fahrer auf Zeitenjagd und verbesserten ihre persönlichen Bestzeiten. Bis kurz vor Testende führte das Yamaha-Duo Jorge Lorenzo vor Valentino Rossi. Die beiden blieben in den letzten fünf Minuten an der Box und fielen noch auf die Plätze drei und vier zurück. Vinales und Marc Marquez (Honda) lieferten sich am Ende noch ein Fernduell, bei dem Vinales um 0,161 Sekunden die Oberhand behielt.

Zunächst hatte der zweite von drei Testtagen grau in grau begonnen. Die Strecke war nass und in der Früh waren Regenreifen angesagt. In erster Linie wagte sich das Ducati-Duo Andrea Iannone (mit Intermediates) und Andrea Dovizioso auf die feuchte Piste und holten etwas von der gestern versäumten Arbeit nach. Mit 88 Runden war „Dovi“ der fleißigste Mann des Tages. Auch Lorenzo drehte einige Runden mit Regenreifen. Im Laufe des Vormittags zeigte sich schließlich die Sonne und die Piste trocknete rasch ab, die richtigen Tests mit Michelin-Slicks begannen.

Stürze von Pedrosa und Hernandez
Der Tag verlief aber nicht ganz reibungslos. Zunächst rutschte Suzuki-Testfahrer Takuya Tsuda auf nasser Piste aus. Am Nachmittag stürzten Dani Pedrosa (Honda) und Yonny Hernandez (Aspar-Ducati) in Kurve vier. Das sorgte jeweils für eine kurze Unterbrechung mit der roten Flagge. Beide blieben ersten Informationen unverletzt. Auch Lorenzo kam einmal mit dem Roller zurück an die Box, weil seine M1 auf der Strecke stehengeblieben war.

Generell konnten die Teams am Donnerstag ein hohes Arbeitspensum absolvieren. Die meisten Fahrer drehten mehr als 50 Runden. Lorenzo fuhr 80 Umläufe, aber auch Marquez kam auf 79 Runden, Rossi fuhr die Strecke 71 Mal ab. Hinter Vinales, Marquez, Lorenzo und Rossi belegte Cal Crutchlow (LCR-Honda) den fünften Platz in der Zeitenliste. Schnellster Ducati-Fahrer war Hector Barbera (Avintia) als Sechster. Iannone folgte als Siebter, während Dovizioso mit einer Sekunde Rückstand Position zwölf belegte.

Ebenfalls in den Top 10 zu finden waren Pedrosa, Scott Redding (Pramac-Ducati) und Bradley Smith (Tech-3-Yamaha). Casey Stoner war auch heute wieder im Fahrerlager unterwegs und stattete den Ducati-Kundenteams einen Besuch ab. Der Testfahrer sitzt an diesen Tagen nicht selbst auf der Maschine, steht den Fahrern aber beratend zur Seite. In der Yamaha-Box gab Luca Cadalora Tipps an Valentino Rossi weiter. Der Ex-Weltmeister ist in Australien erstmals als Riding-Coach für seinen Landsmann dabei.

Morgen Freitag geht der zweite Wintertest zu Ende. Noch wurde keine Rennsimulation abgespult, obwohl das mit Blick für die neue Einheitssoftware sehr wichtig wäre. Die Ingenieure von Magneti Marelli wollen sichergehen, dass alle Abläufe von der Startprozedur über 20 Runden am Stück reibungslos funktionieren. Allerdings liegt die Regenwahrscheinlichkeit für den Freitag bei rund 70 Prozent.

Die Testzeiten aus Australien (Donnerstag):
01. Maverick Vinales (Suzuki) – 1:29.131 Minuten (64 Runden)
02. Marc Marquez (Honda) +0,161 Sekunden (79)
03. Jorge Lorenzo (Yamaha) +0,226 (80)
04. Valentino Rossi (Yamaha) +0,273 (71)
05. Cal Crutchlow (LCR-Honda) +0,540 (61)
06. Hector Barbera (Avintia-Ducati) +0,723 (54)
07. Andrea Iannone (Ducati) +0,726 (76)
08. Dani Pedrosa (Honda) +0,786 (55)
09. Scott Redding (Pramac-Ducati) +0,810 (60)
10. Bradley Smith (Tech-3-Yamaha) +0,861 (75)
11. Loris Baz (Avintia-Ducati) +1,003 (54)
12. Andrea Dovizioso (Ducati) +1,011 (88)
13. Pol Espargaro (Tech-3-Yamaha) +1,023 (65)
14. Danilo Petrucci (Pramac-Ducati) +1,025 (63)
15. Aleix Espargaro (Suzuki) +1,254 (53)
16. Yonny Hernandez (Avintia-Ducati) +1,378 (56)
17. Jack Miller (Marc-VDS-Honda) +1,383 (58)
18. Eugene Laverty (Aspar-Ducati) +1,486 (52)
19. Tito Rabat (Marc-VDS-Honda) +1,519 (81)
20. Takuya Tsuda (Suzuki) +3,468 (48)

Text von Gerald Dirnbeck

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