Marc Marquez - © GP-Fever.de

© GP-Fever.de – Marc Marquez war am Nachmittag auf der neuen Honda RC213V unterwegs

Nur zwei Tage nach dem großen Finale der Saison 2015 sind die MotoGP-Piloten am Dienstag in Valencia schon wieder auf die Strecke gegangen.

Zwischen 10:00 und 17:00 Uhr wurde auf dem Circuit Ricardo Tormo insgesamt sieben Stunden getestet. Im Mittelpunkt standen dabei vor allem die neuen Michelin-Reifen.

Die Franzosen lösen Bridgestone zur neuen Saison als Alleinausrüster der Königsklasse ab. Die Teams scheinen mit den neuen Reifen noch Probleme zu haben.

Insgesamt zwölf Stürze gab es am Dienstag und damit mehr als am gesamten Rennwochenende zuvor. Interessant: Alle Piloten, darunter auch Marc Marquez und Stefan Bradl, stürzten über das Vorderrad. Bereits bei den früheren Michelin-Tests war dieses Problem zu beobachten. Die Piloten müssen sich erst einmal an die neuen Pneus der Franzosen gewöhnen.

Daher beschränkten sich viele Teams am Vormittag zunächst darauf, ein Gefühl für die neuen Reifen zu bekommen. Aus diesem Grund fuhren die meisten Piloten noch mit den Maschinen der Saison 2015 – und ohne die neue Einheitselektronik. Yamaha stellte den Piloten beispielsweise je ein Bike mit der alten und eins mit der neuen Elektronik zur Verfügung. Ducati und Suzuki setzten ausschließlich auf die 2015er-Elektronik.

Marquez: Erst Crash, dann Bestzeit
Marc Marquez sorgte am Dienstag gleich mehrfach für Schlagzeilen. Zum einen versenkte er seine 2015er-Honda am Vormittag gleich auf seiner vierten Runde im Kiesbett. Zum anderen setzte er in 1:31.551 Minuten die schnellste Zeit des Tages. Am späten Nachmittag wechselte der Spanier auf seine schwarz lackierte RC213V der Saison 2016 und legte fast einen zweiten Abflug hin, den er mit Mühe aber noch abfangen konnte.

Die weiteren Sturzopfer des Tages waren Cal Crutchlow, Alvaro Bautista, Pol Espargaro, Maverick Vinales, Stefan Bradl, Tito Rabat, Aleix Espargaro und Eugene Laverty. Die beiden Letztgenannten flogen gleich zweimal ab. Rabat, der einzige Rookie im Feld, fuhr insgesamt 85 Runden und war damit der fleißigste Pilot des Tages. Bereits in der Moto2 glänzte der Spanier in den Trainings regelmäßig durch seine Marathon-Runs.

Ohne Crash kamen die Yamaha-Werkspiloten Jorge Lorenzo und Valentino Rossi davon. Die beiden beendeten den Test auf den Positionen fünf und zwölf. Rossi begann seinen Arbeitstag etwas später als seine Konkurrenten und ging erst nach 12:00 Uhr zum ersten Mal auf die Strecke. Die beiden Yamaha-Piloten starteten den Test ebenfalls auf den 2015er-Bikes und wechselten erst am Nachmittag auf die neue M1.

Neue Farben, neues Glück?
Die bevorzugten Reifen waren am Dienstag die Pneus mit der weißen Markierung, sprich die Reifen vom Typ „soft“. Wie Bridgestone in der Vergangenheit wird auch Michelin seine verschiedenen Reifenmischung farblich kennzeichnen. Außerdem bringen die Franzosen zur neuen Saison einen Intermediate-Reifen mit. Dieser kam am Dienstag allerdings nicht zum Einsatz, da es über den gesamten Tag trocken blieb.

Einige Piloten mussten sich dafür aber erst einmal mit neuen Teams beziehungsweise Bikes vertraut machen. So saß Rabat erstmals auf der MotoGP-Honda des Marc-VDS-Teams, Loris Baz erstmals auf der Avintia-Ducati und Scott Redding nahm erstmals auf der Ducati des Pramac-Teams Platz. Yonny Hernandez durfte seine Ducati zwar behalten, startete allerdings erstmals für das Aspar-Team, wo Teamkollege Eugene Laverty von Honda auf Ducati gewechselt ist.

Das Suzuki-Team brachte derweil mit Tayuka Tsuda und Nobuatsu Aoki auch zwei Testpiloten mit. Die beiden belegten die Ränge 22 und 23 und damit die beiden letzten Plätze. Das Ioda-Team war am Dienstag nicht am Start. Alex de Angelis hat nach seinem schweren Crash in Motegi noch keine ärztliche Freigabe und ein Ersatzpilot wurde nicht bestimmt. Am Mittwoch um 10:00 Uhr beginnt der zweite Testtag in Valencia.

Die MotoGP Testzeiten aus Valencia (Dienstag):
01. Marc Marquez (Honda) – 1:31.551 Minuten (47 Runden)
02. Andrea Iannone (Ducati) +0.088 Sekunden (61)
03. Dani Pedrosa (Honda) +0.130 (49)
04. Maverick Vinales (Suzuki) +0.169 (60)
05. Jorge Lorenzo (Yamaha) +0.216 (42)
06. Cal Crutchlow (LCR-Honda) +0.360 (54)
07. Pol Espargaro (Tech-3-Yamaha) +0.386 (40)
08. Bradley Smith (Tech-3-Yamaha) +0.446 (67)
09. Aleix Espargaro (Suzuki) +0.454 (48)
10. Andrea Dovizioso (Ducati) +0.522 (66)
11. Scott Redding GBR (Pramac-Ducati) +0.663 (53)
12. Valentino Rossi (Yamaha) +0.850 (57)
13. Danilo Petrucci (Pramac-Ducati) +0.891 (47)
14. Hector Barbera (Avintia-Ducati) +0.917 (39)
15. Jack Miller (Marc-VDS-Honda) +1.043 (48)
16. Tito Rabat (Marc-VDS-Honda) +1.122 (85)
17. Stefan Bradl (Aprilia) +1.170 (46)
18. Loris Baz (Avintia-Ducati) +1.392 (53)
19. Yonny Hernandez (Avintia-Ducati) +1.495 (57)
20. Alvaro Bautista (Aprilia) +1.510 (66)
21. Eugene Laverty (Aspar-Ducati) +1.702 (46)
22. Takuya Tsuda (Suzuki) +3.040 (56)
23. Nobuatsu Aoki (Suzuki) +4.787 (24)

Text von Ruben Zimmermann

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