Marc Marquez, Jorge Lorenzo, Valentino Rossi - © Repsol

© Repsol – Marc Marquez, Jorge Lorenzo und Valen- tino Rossi machen die WM unter sich aus

Honda-Werkspilot Marc Marquez konnte seine Führung in der Meisterschaft beim Deutschland-Grand-Prix am Sachsenring deutlich ausbauen.

Da Titelverteidiger Jorge Lorenzo bei schwierigen Bedingungen nur 15. wurde, vergrößerte Marquez seinen Vorsprung von 24 auf 48 Punkte. Vizeweltmeister Valentino Rossi verlor durch den achten Platz ebenfalls weiter an Boden. Der Italiener liegt zur Saisonhalbzeit 59 Punkte hinter WM-Leader Marquez.

„Ich denke, es ist nun schwieriger, was die Meisterschaft angeht“, grübelt Rossi, der in Assen und am Sachsenring viele Punkte verlor. Aber auch die Ausfälle in Austin und Mugello warfen den 37-Jährigen zurück. „Mir gelang es bei den ersten neun Rennen nicht, die Punkte zu holen, die möglich waren. Ich leistete mir einige Fehler“, bedauert er.

„Der Rückstand auf Marquez ist ziemlich groß. Es steht aber eine weitere Saisonhälfte bevor. Neun Rennen sind viel. Wir müssen gut arbeiten und versuchen, gute Rennen zu zeigen. Wir müssen das Maximum an Punkten herausholen“, fordert Rossi. Immerhin 61,89 Prozent der Leser von ‚Motorsport-Total.com‘ trauen dem „Doktor“ die Wende im WM-Kampf zu. Lediglich 38,11 Prozent rechnen nicht mehr damit, dass Rossi den Titel holen kann. Es beteiligten sich 963 Leser an der Umfrage.

Yamaha-Teamkollege Jorge Lorenzo verlor durch die drei enttäuschenden Rennen in Barcelona, Assen und am Sachsenring die WM-Führung und den Anschluss an Marquez. „Die Meisterschaft ist noch nicht gelaufen. Wir haben noch theoretische Chancen. Alles ist möglich. Das konnten wir am Sachsenring sehen. Marc war bei allen Bedingungen sehr mutig. Er hatte Glück, dass er sich im Warmup nicht verletzte“, warnt der Spanier.


„Wir sahen in anderen Jahren, dass Fahrer mit großem Vorsprung die Meisterschaft noch verlieren können. Man muss positiv bleiben und daran glauben. Wir müssen unser Selbstvertrauen zurückfinden und danach gute Ergebnisse einfahren. Es waren drei sehr schlechte Rennen für uns. Die Gründe waren stets unterschiedlich“, erklärt Lorenzo. „In diesen drei Rennen fuhren wir nur ein paar Punkte ein.“

Die Statistik sagt, dass Marquez immer Weltmeister wurde, wenn er nach dem Sachsenring-Wochenende WM-Leader war. „Natürlich würde ich diese Statistik gern fortführen. Der Vorsprung schenkt einem natürlich sehr viel Selbstvertrauen, doch man muss vorsichtig sein, um sich seiner Sache nicht zu sicher zu sein“, betont der junge Spanier.

„2014 führte ich die Meisterschaft mit großem Vorsprung an. Ich hatte mehr Vorsprung als jetzt. Dann stürzte ich aber bei zwei Rennen in Folge, in Misano und Aragon. Ich verlor dadurch 50 Punkte. Wir müssen vorsichtig sein, denn wir haben erst die Hälfte der Saison hinter uns“, warnt Marquez. „In der zweiten Saisonhälfte kann sich alles verändern. Es könnte mehr Regenrennen geben. Wir müssen solche Situationen gut managen. 48 Punkte Vorsprung sind aber natürlich besser als zurück zu liegen.“

Text von Sebastian Fränzschky & David Emmett

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