Lin Jarvis © Yamaha

© Yamaha - Yamaha-Rennchef Lin Jarvis beobachtet den Fahrermarkt ganz genau

Verliert Yamaha zwei Jahre nach Valentino Rossi auch seinen zweiten Weltmeister der jüngeren Vergangenheit an einen direkten Konkurrenten?

Da Jorge Lorenzos aktueller Yamaha-Vertrag nach der Saison 2012 endet, könnte der Mallorquiner zu einer Schlüsselfigur auf dem diesjährigen Transfermarkt werden. Dessen ist sich auch Yamahas Rennchef Lin Jarvis bewusst, der Lorenzo allerdings unbedingt halten möchte.

„Meine oberste Priorität ist, ihn zu halten“, sagt Jarvis im Gespräch mit ‚motogp.com‘. Doch dass Honda den MotoGP-Weltmeister von 2010 mit einer konkurrenzfähigen RC213V sowie einem (noch) dickeren Gehaltsscheck locken könnte, möchte Jarvis nicht ausschließen. „Wir werden sehen, was passiert. Sollte sich Honda dazu entschließen, sich aggressiv um unsere Fahrer zu bemühen, könnte das ein Problem darstellen. Aber ich bin deswegen nicht besorgt. Ich hoffe allerdings, dass es nicht der Fall sein wird.“

Neben Lorenzo soll möglichst auch Ben Spies im Yamaha-Werksteam bleiben – eine Leistungssteigerung des früheren Superbike-Weltmeisters vorausgesetzt. „Ich denke, die Ben/Jorge-Kombination ist eine exzellente Paarung für uns. Sie sind beide extrem talentiert und extrem schnell“, betont Jarvis. „Hoffentlich wird Ben ein gutes Jahr haben. Dann können wir auch mit Ben weitermachen.“

Sollte am Ende dieses Jahres Lorenzo oder Spies das Yamaha-Werksteam verlassen, stünde in Andrea Dovizioso ein ambitionierter Nachfolger bereit. Der langjährige Honda-Werksfahrer startet in dieser Saison für das Yamaha-Kundenteam Tech 3. Die drittschnellste Rundenzeit zum Abschluss der zweiten Sepang-Testfahrten deutete bereits an, dass mit „Dovi“ 2012 zu rechnen sein wird.

„Sollte sich Andrea gut an das Motorrad anpassen und eine tolle Saison haben, ist er der dritte Fahrer auf meinem Schirm im Moment“, bestätigt Jarvis. Es könnte also 2012 reichlich Bewegung in den Fahrermarkt kommen. „Alles ist möglich. Warten wir mal ab, wie sich der Saisonbeginn gestaltet und wer den ersten Schritt macht“, sagt Jarvis.

Text von Lennart Schmid

Motorsport-Total.com
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