Stefan Bradl - © GP-Fever.de

© GP-Fever.de – Stefan Bradl war nur 0,019 Sekunden langsamer als Hector Barbera

Forward-Pilot Stefan Bradl hatte am Freitagvormittag keinen guten Start ins Mugello-Wochenende. Der Deutsche verlor mehr als zwei Sekunden auf die Sessionbestzeit und fand sich auf Position 23 wieder.

Es gab erneut Probleme mit der Technik. Der Wechsel zwischen den beiden Maschinen war nicht möglich, da ein Motorrad nicht ansprang. Die Stimmung in Bradls Crew war erneut am Boden. Doch am Nachmittag gelang Bradl eine deutliche Steigerung. In der kombinierten Zeitenliste fand sich der ehemalige Moto2-Weltmeister auf Position 17 wieder.

„Es war wie eine Achterbahnfahrt. Heute ging es rauf und runter bei uns“, bemerkt der Yamaha-Pilot im Gespräch mit ‚Eurosport‘. „Am Morgen erlebte ich eine komplette Katastrophe. Ich konnte kein Gefühl für die Maschine aufbauen. Das Motorrad war sehr unruhig. Es passte nichts. Am Nachmittag konnten wir uns deutlich steigern. Ich konnte mit dem Motorrad fahren, am Vormittag fuhr das Motorrad mit mir.“

„Ich konnte die Reifen sehr gut nutzen. Es war eine wichtige Session für uns, die wir gut nutzen konnten“, freut sich Bradl, der am Nachmittag nur noch 1,215 Sekunden Rückstand hatte. „Vom Tempo sind wir nicht so weit weg. Zwei oder drei Zehntelsekunden schneller und wir wären in den Top 10. Das ist ein guter Ansatz, doch wir müssen es noch über die Runden bringen.“

Große Erleichterung in Bradls Box

„Dieses Level müssen wir halten. Zudem gibt es noch ein paar Dinge, die wir verbessern können“, grübelt der Forward-Pilot, der hinter Avintia-Ducati-Pilot Hector Barbera zweitbester Open-Vertreter war. Das hatte nach dem schlechten ersten Freien Training keiner erwartet. „Ich muss mich besser auf solche Umstände einstellen und es cooler aufnehmen. Am Vormittag war ich wirklich frustriert“, gesteht Bradl.

Vater Helmut Bradl fiel nach der Steigerung am Nachmittag ebenfalls ein Stein vom Herzen. „So sollte es eigentlich immer laufen. Er hat am Nachmittag einen großen Schritt gemacht mit dem Motorrad. Wir hoffen, dass wir Samstag noch etwas finden“, berichtet Bradl senior, der die technischen Probleme nicht kommentarlos hinnehmen möchte: „Wenn man mit beiden Maschinen fährt und verschiedene Dinge ausprobiert, dann kommt mach auch vorwärts. Ich hoffe, dass das in Zukunft der Fall ist.“

Geringe Abstände und harter Wettbewerb
Bradl und Forward dürfen sich keine Fehler erlauben, wenn sie um den Sieg in der Open-Wertung mitkämpfen möchten. In der laufenden Saison sind die Abstände noch einmal geringer geworden. „So extrem eng wie in diesem Jahr war es lange nicht mehr“, bestätigt Bradl. „In den vergangenen drei Jahren hat sich die MotoGP auf ein neues Niveau gebracht. Marquez hat das Niveau in den beiden vergangenen Jahren immer wieder angehoben.“

„In diesem Jahr hat sich alles noch einmal verdichtet. Die Klasse ist extrem stark geworden, auch durch die Ducatis. Das ist gut für den Sport, doch für die Fahrer ist es frustrierend“, bemerkt der ehemalige LCR-Honda-Pilot. „Mit diesen Zeiten wäre ich im vergangenen Jahr viel weiter vorne gelandet. Doch das nützt nichts. Wir müssen das Beste draus machen.“

„Ich darf mich nicht aus der Bahn werfen lassen, wenn ich mal 20. bin. Es geht sehr schnell hoch und runter“, ist sich Bradl bewusst. Hat der Deutsche am Renntag in Mugello die Chance, den ersten Open-Sieg der Saison einzufahren? „Es wird schwer. Besonders Barbera wird sehr stark sein. Sie haben hier viel getestet und sind gut vorbereitet. Wir haben einen ordentlichen Schritt gemacht und können sicher ein Wörtchen mitreden, wenn es so weiter geht“, so der Yamaha-Pilot.

Text von Sebastian Fränzschky

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