Jonathan Rea - © Kawasaki

© Kawasaki – Tom Sykes und Jonathan Rea schafften es in beiden Rennen auf das Podium

In der Saison 2002 stellte Colin Edwards einen neuen Rekord in der Superbike-Weltmeisterschaft auf.

Der US-Amerikaner krönte sich mit 552 Punkten zum Champion und holte damit mehr Zähler als jemals ein anderer Pilot in einer einzigen Saison.

Jonathan Rea könnte diese Bestmarke in diesem Jahr nun überflügeln. Nach seinen beiden Siegen in Magny-Cours an diesem Wochenende hat der Brite, der bereits als Weltmeister feststeht, 528 Zähler auf dem Konto.

Erst als vierter Pilot nach Edwards, Troy Bayliss (Saison 2002) und Carlos Checa (2011) knackte Rea die magische Marke von 500 Punkten. Bei den beiden letzten Saisonrennen in Katar in zwei Wochen würden Rea damit bereits 25 Punkte – oder umgerechnet ein weiterer Sieg – reichen, um eine neue Bestmarke aufzustellen. „Ich bin super glücklich. Ganz besonders, weil ich im Nassen und im Trockenen gewonnen habe“, freut sich Rea nach seinen Saisonsiegen 13 und 14.

„Das war ein doppelter Bonus. Es war hart, weil es nach meinem Titelgewinn in Jerez sehr stressig war. Ich bekam daher kaum Zeit zum Abschalten und auch meine typische Trainingswoche konnte ich nicht absolvieren. Als ich hierher kam, wollte ich es unbedingt wieder auf das Podium schaffen. Pirelli brachte meinen liebsten SC2-Vorderreifen mit und ich fühlte mich gleich ab der ersten Session wieder wohl.“

„Ich bin also wirklich glücklich, dass ich nicht nur zwei Plätze auf dem Podium geholt habe, sondern auch einen Doppelsieg auf einer Strecke, auf der ich noch nie zuvor gewinnen konnte“, strahlt der neue Weltmeister. Für seinen Teamkollegen Tom Sykes lief es dagegen nicht optimal. „Im ersten Lauf hatten wir in der ersten Hälfte ein gutes Rennen, aber bei trockenen Bedingungen lief es dann einfach nicht mehr“, berichtet er.

„Ich stand heute zweimal auf dem Podium, aber trotzdem hätte es besser laufen können. Im zweiten Rennen hatten wir genau das gleiche Setup wie im Freien Training. Da hatten wir damit ein großartiges Gefühl und eine tolle Konstanz. Ich kann es mir heute nur damit erklären, dass es keinen Gummi auf der Strecke gab“, rätselt der Brite und verrät: „Wir haben unser Paket etwas zu sehr beansprucht und ganz sicher die Reifen zu viel verwendet.“

Im Kampf um die Vize-Weltmeisterschaft liegt Sykes vor dem Saisonfinale 16 Zähler hinter dem Ducati-Piloten Chaz Davies. Für Rea wird es in Katar währenddessen nur noch um einen neuen Punkterekord gehen. Eine andere Bestmarke kann er allerdings bereits nicht mehr übertreffen: Den Rekord für die meisten Siege in einer Saison stellte 1991 Doug Polen auf. Er triumphierte damals ganze 17-mal, Rea kann es maximal noch auf 16 Siege bringen.

Text von Ruben Zimmermann

Motorsport-Total.com
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