Nicky Hayden - © Ducati

© Ducati – Nicky Hayden will im kommenden Jahr wieder Spaß beim Motorradfahren haben

Nicky Hayden muss sich für die kommende Saison einen neuen Job suchen. Der Weltmeister von 2006 fährt seit 2009 für Ducati und eroberte bisher drei Podestplätze.

Trotz seiner reichhaltigen Erfahrung konnte der US-Amerikaner die italienische Marke nicht zur alten Stärke zurückführen, wobei anzumerken ist, dass Hayden in den vergangenen Jahren hinter Casey Stoner, Valentino Rossi und aktuell Andrea Dovizioso zwar nicht die Nummer zwei war, die genannten drei Fahrer bei der Entwicklung aber bevorzugt wurden und werden. Auf dem Sachsenring wurde Hayden mitgeteilt, dass seine Dienste im kommenden Jahr nicht mehr erwünscht sind.

Hayden meinte, dass es es für ihn nicht überraschend kam, weil er schon seit Saisonbeginn dieses Gefühl hatte. Nun ist offen, ob er in der MotoGP einen Platz finden kann, oder in die Superbike-WM wechselt. Die Gerüchteküche sagt, dass Marco Melandri bei BMW unzufrieden ist und Gespräche mit Kawasaki und Aprilia führt. Theoretisch könnte bei BMW ein Platz frei werden. Derzeit ist das aber alles reine Spekulation. In der Sommerpause will sich Hayden mit seinen Optionen beschäftigen.

In erster Linie will er ein konkurrenzfähiges Paket haben, mit dem er Spaß haben und gute Resultate erzielen kann. „Es gibt einige Möglichkeiten in der MotoGP, aber ich habe an diesem Wochenende nicht viel darüber nachgedacht“, sagt der 31-Jährige am Sonntag in Laguna Seca. „Ich habe einige Möglichkeiten. Zunächst war es natürlich enttäuschend, aber ich blicke jetzt in die Zukunft und sehe, was als nächstes kommt.“

„Ich werde das nehmen, was nach am meisten Spaß aussieht, damit ich das Motorradfahren wieder genießen kann. Natürlich wäre es toll, wenn es hier in dieser Meisterschaft wäre, aber sollte sich etwas in einer anderen Meisterschaft ergeben, das konkurrenzfähiger aussieht, dann bin ich offen“, wirft sich Hayden auf den Markt. Für die Superbike-WM, deren öffentliche Wahrnehmung immer stärker sinkt, wäre ein Charakter wie Hayden ein großer Bonus.

In der Superbike-WM werden sich die Regeln im kommenden Jahr aber genauso ändern wie in der MotoGP. Die CRT-Bikes werden aussterben und Production-Racer werden das Feld bereichern. „Ich bin offen für die Production-Bikes“, sagt Hayden. „Wir müssen aber noch mehr darüber verstehen. Es ist eine merkwürdige Situation, denn niemand kennt diese neuen Motorräder. Selbst in der Superbike-WM ändern sich die Regeln im nächsten Jahr.“ Große Hoffnungen auf einen reinrassigen Prototypen macht sich Hayden dagegen nicht.

Text von Gerald Dirnbeck

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