© Suzuki - Paul Denning (li.) macht sich Sorgen um die entlassenen Mitarbeiter

Mit dem Rückzug von Suzuki hat die MotoGP innerhalb weniger Jahre nach Kawasaki einen weiteren Hersteller verloren. Die Japaner stellten zwar eine Rückkehr in der Saison 2014 in Aussicht, doch ob das auch so eintreffen wird, steht in den Sternen. Die Mannschaft rund um Teammanager Paul Denning hat im vergangenen Jahr respektable Leistungen gezeigt. Alvaro Bautista war vom Tempo her oft hinter den Honda und Yamaha-Werksfahrern und stellte oft das stolze Ducati-Team mit Superstar Valentino Rossi in den Schatten.

Nun ist es aus und vorbei. Zahlreiche Teammitglieder stehen nun auf der Straße. „Die größte Enttäuschung betrifft die Mitarbeiter, die sehr fähig und sehr loyal gegenüber Suzuki waren“, wird Denning von ‚Motor Cycle News‘ zitiert. „Der späte Zeitpunkt der Entscheidung brachte viele Leute in eine schwierige Position für ihre eigene Zukunft. Ich versuche zu helfen wo ich kann. Einige habe ich in mein Crescent-Superbike-Team aufgenommen.“

„Es ist trotzdem eine schwierige Situation, weil man reist und arbeitet gemeinsam, und es ist wie eine Familie. Das lastet schwer auf meinen Schultern. Ich bin natürlich enttäuscht, weil es mir sehr viel Spaß gemacht hat, mich um das Team zu kümmern und Suzuki anzutreiben, dass sie ihr Bestes geben, um soweit vorne wie möglich zu sein. Aus Firmensicht ist die Entscheidung so wie sie ist.“

„Ich bin damit nicht einverstanden und glaube nicht, dass es die richtige Strategie ist“, hält Denning fest. „Wir haben zwar nicht gewonnen, aber unsere Konkurrenzfähigkeit und die Arbeit des Rennteams, um das Motorrad auf dieses Level zu bringen, waren sehr positiv. Ich möchte nicht Alvaro gegenüber unhöflich sein, weil er erst sein zweites MotoGP-Jahr gefahren ist, aber wir hatten keinen Casey Stoner oder Jorge Lorenzo auf dem Motorrad. Trotzdem waren wir weit vorne.“

„Deshalb denke ich, dass es enttäuschend ist, dass die Entwicklung nicht weitergeführt wird und die Marke Suzuki auch nicht in der MotoGP gepusht wird. Aus Sicht des Markenimages waren wir auf dem richtigen Weg. Suzuki wurde als starker Wettbewerber mit gutem Potenzial für die Zukunft respektiert. Unter dem Strich hat nicht meine Meinung zu dieser Entscheidung geführt, und ich muss das respektieren. Suzuki ist eine große Firma und sie muss innerhalb ihrer Möglichkeiten langfristig planen.“

Denning hat in den vergangenen Monaten versucht, den Vorstand zum Bleiben zu überreden. „Es waren ich und noch ein, zwei andere Leute bei Suzuki Japan, die versucht haben, die Firmenpolitik seit Jahresmitte herumzuwerfen. Es war klar, dass die Möglichkeit einer Pause in Betracht gezogen wurde, aber ich bin überzeugt, dass das der falsche Weg ist. Wir haben versucht, die Entscheidung zu ändern. Unter dem Strich muss aber Suzuki die Entscheidung treffen, was für sie langfristig die beste Lösung ist.“

Text von Gerald Dirnbeck

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