Philipp Öttl - © KTM

© KTM – KTM-Pilot Philipp Öttl meisterte die schwierigen Bedingungen sehr gut

Die Wetterbedingungen in Indy bescherten den Moto3-Piloten ein chaotisches Rennen.

Der Kurs war zu Beginn des Grand Prix nass, doch wenige Fahrer wollten dennoch mit Slicks ins Rennen starten. Philipp Öttl war einer dieser Piloten. Der Deutsche fuhr nach der Aufwärmrunde an die Box und startete nach dem Wechsel zu Slicks eine Aufholjagd. Öttl fuhr als Dritter ins Ziel und stand erstmals auf dem Podium.

„Das Rennen war brutal gut“, freut sich der KTM-Pilot im Gespräch mit ‚Eurosport‘. „Ich fuhr nach der Aufwärmrunde an die Box und mein Team hat sehr schnell die Reifen gewechselt und das Fahrwerk umgestellt. Sie haben sehr gute Arbeit geleistet. Ich pushte extrem hart. Ich wollte einen großen Vorsprung herausfahren und vorbereitet sein, sollte es gegen Rennende noch einmal regnen.“

Im Qualifying stürzte Öttl. Das Resultat war Startplatz 34. Dadurch konnte Öttl mehr riskieren als seine Gegner. „Es war eine sehr spontane Entscheidung. Ich sagte dem Team, dass ich reinkomme, wenn es in der Aufwärmrunde nicht mehr regnet. Ich sagte ihnen, dass sie sich vor Box eins positionieren sollen“, erklärt der Moto3-Pilot.

„Als ich mit den Slicks auf die Strecke ging, war der Kurs so gut wie trocken. Ich pushte und riskierte alles, um nach vorne zu kommen. Im Rennen realisierte ich nicht, wo ich genau liege. Dann erkannte ich, dass ich auf Position drei lag und versuchte, die Position zu verwalten“, berichtet Öttl. „Ich wusste nicht, was passiert und war sehr vorsichtig. Es war ein sehr schwieriges Rennen.“

„Gegen Rennende regnete es erneut. Ich war mir nicht sicher, wie viel ich riskieren soll. Es war wirklich schwierig. Ich reduzierte das Tempo. Am Ende reichte es und ich stand auf dem Podium“, so Öttl. Livio Loi und John McPhee standen ebenfalls auf dem Podium. Loi war der erste Belgier, der ein Moto3-WM-Rennen gewinnen konnte.

Öttl feierte den Abend mit einem guten Essen. „Ich bin noch nicht 21 Jahre alt. Deswegen darf ich nicht so richtig feiern (lacht; Anm. d. Red.)“ bemerkt er. Ganz alkoholfrei blieb der Deutsche aber nicht. Bei der Siegerehrung reichte John McPhee seine Flasche herum, was die Verantwortlichen nur ungern beobachtet haben. „McPhee hat die Flasche an Livio weitergereicht und er hat sie mir gegeben. Es war also Gruppenzwang“, scherzt Öttl.

Text von Sebastian Fränzschky

Motorsport-Total.com
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