Jorge Lorenzo - © 2014 Yamaha Motor Racing Srl

© 2014 Yamaha Motor Racing Srl – Jorge Lorenzo meldete sich beim Testauftakt an der Spitze zurück

Die drei MotoGP-Werksteams von Yamaha, Ducati und Honda haben am Montag die Testarbeit in Australien aufgenommen. Durch die Reifenprobleme im Vorjahr bat Bridgestone um einen zusätzlichen Test, um einen geeigneten Reifen für den aggressiven Asphalt auf Phillip Island zu entwickeln. Damals musste das Rennen zweigeteilt werden, weil die Reifen nur zehn Runden verkrafteten. Weltmeister Marc Marquez war beim Testauftakt nicht dabei. Durch den Trainingssturz sagte der Spanier die Teilnahme bereits in der vergangenen Woche ab.

Deshalb sind auf Phillip Island lediglich fünf Piloten vor Ort – HRC verzichtete auf die Nachnominierung eines Testfahrers. Jorge Lorenzo, Valentino Rossi, Dani Pedrosa, Andrea Dovizioso und Cal Crutchlow spulten am Montag zwischen 68 und 88 Runden ab und konzentrierten sich nach Setuparbeiten auf Longruns mit den neuen Mischungen. Yamaha-Werkspilot Jorge Lorenzo stand 17:30 Uhr Ortszeit an der Spitze der Zeitenliste.

Lorenzo, der bei den beiden Sepang-Tests Schwierigkeiten hatte, das Tempo der Spitze mitzugehen, stellte in 1:29.213 Minuten die Tagesbestzeit auf. Damit war der Weltmeister von 2010 und 2012 deutlich langsamer als am Rennwochenende der Saison 2013. Damals sicherte er sich in 1:27.899 Minuten die Pole-Position. Im Rennen fuhr Marquez in 1:28.108 Minuten die schnellste Rennrunde.

Wenig aussagekräftige Testzeiten
Doch was hat Lorenzo am Montag genau gemacht? „Wir haben ein Setup erarbeitet und danach mit den Reifentests begonnen“, erklärt Crewchief Ramon Forcada auf der offiziellen Seite der MotoGP. „Dabei verändern wir das Setup nicht mehr. Ansonsten könnten wir verwirrt sein. Unser Setup zielt nicht auf den Rundenrekord ab, ist aber gut, um Informationen über die Reifen zu sammeln und an Bridgestone weiterzugeben.“

„Wir haben mit einem Reifen begonnen, den wir kannten. Dieser Reifen hat im Vorjahr für Probleme gesorgt, doch ein paar Runden kann man damit fahren, um ein Setup zu erarbeiten“, schildert Forcada. „Wir vergleichen dann die Reifen und berichten Bridgestone, was wir denken. Sie vergleichen dann die Aussagen aller Fahrer. Wenn die Meinungen einheitlich sind, dann wissen sie, welcher Weg einzuschlagen ist. Doch wenn die Feedbacks unterschiedlich sind, haben sie ein Problem.“

Um genau zu beurteilen, wie sich die jeweilige Reifenmischung verhält, sollen die Fahrer Longruns absolvieren, die etwa 15 Runden lang sind. Schnelle Rundenzeiten sind also nebensächlich. Doch bevor die Fahrer bei Rennsimulationen die Haltbarkeit überprüfen, müssen sie eine Vorauswahl treffen. Insgesamt sechs neue Reifenvarianten hat Bridgestone im Gepäck. Diese unterscheiden sich sowohl in der Mischung als auch in der Konstruktion von den bisherigen Pneus. Nach dem ersten Testtag kann festgehalten werden, dass Ducati auch auf Phillip Island gut zurechtkommt. Werkspilot Crutchlow fuhr am Montag die zweitschnellste Zeit. Von Spitzenreiter Lorenzo trennten ihn 0,363 Sekunden.

Fahrer konzentrieren sich auf Longruns
Yamaha-Pilot Rossi belegte in der Zeitenliste die dritte Position. Etwas mehr als eine halbe Sekunde lag der Schnellste des zweiten Sepang-Tests hinter Lorenzo zurück. Mit 85 Runden war Rossi deutlich fleißiger als Lorenzo, der nur 68 Umläufe absolvierte. HRC-Pilot Pedrosa drehte 88 Runden und sammelte damit die meisten Daten für Bridgestone. Der Spanier lag aber 0,748 Sekunden hinter der Bestzeit zurück und war damit vier Tausendstelsekunden schneller als Dovizioso auf Position fünf. Der Italiener musste auf die ersten Testminuten verzichten, weil er sich nach der Nacht unwohl fühlte.

Die Testzeiten von Phillip Island (Montag):

1. Jorge Lorenzo (Yamaha) – 1:29.213 Minuten (68 Runden)
2. Cal Crutchlow (Ducati) +0,363 Sekunden (68)
3. Valentino Rossi (Yamaha) +0,517 (85)
4. Dani Pedrosa (Honda) +0,748 (88)
5. Andrea Dovizioso (Ducati) +0,752 (60)

Text von Sebastian Fränzschky

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