Marc Marquez © Repsol

© Repsol – Marc Marquez führt die Fahrerwertung vor Dani Pedrosa und Jorge Lorenzo an

MotoGP-Neuling Marc Marquez hat sich in den ersten Rennen der Saison in Topform präsentiert und den Piloten mit deutlich mehr Erfahrung das Leben deutlich erschwert. Zur Halbzeit der Saison hat Marquez die WM-Führung inne und ist dadurch ein heißer Kandidat für den Titel in diesem Jahr.

Überraschend ist, wie schnell sich der Spanier an die RC213V gewöhnen konnte. Obwohl er seinen Fahrstil im Vergleich zur Moto2-Maschine nicht allzu sehr änderte, war er von Beginn an konkurrenzfähig.

„Er fährt sehr hohe Kurvengeschwindigkeiten und sehr viel Schräglage. Zu Beginn hatte ich meine Zweifel, weil es schwierig ist, das zu beherrschen“, analysiert Motorrad-Legende Kenny Roberts im Gespräch mit ‚Motor Cycle News‘. In der Saison 1978 gelang Robers das Kunststück, die Königsklasse in der Debütsaison zu gewinnen. Marquez befindet sich auf dem besten Wege, es dem US-Amerikaner nachzumachen.

„Bei diesen Schräglagen, die von diesen Jungs mit den Motorrädern gefahren werden, kann man schnell über ein Haus geworfen werden. Dessen muss man sich immer bewusst sein“, warnt Roberts. Doch Marquez ließ sich bisher nicht entmutigen. Selbst der schwere Trainingssturz beim Grand Prix in Mugello nahm Marquez nicht das Selbstvertrauen. Der spektakuläre Fahrstil des Spaniers begeistert die Fans.

„Marquez kümmert es nicht, wenn sich das Motorrad bewegt. Es ist toll, das zu beobachten“, schildert Ex-Weltmeister Wayne Rainey begeistert. „Wie weiß man, was passiert, wenn sich das Motorrad nicht bewegt. Marc fährt schnell genug, um an den Punkt zu kommen, an dem sich das Motorrad bewegt. Ich dachte mir immer, das sei der korrekte Weg, es zu machen. Wenn sich das Motorrad nie bewegt, ist man nicht am Limit.“

„Marc ist voller Enthusiasmus, ist jung und hat sehr viel Talent. Er genießt alles, was er macht und das ist eine sehr gute Kombination. Ihm gehört die Zukunft und er wird für viele Jahre der Titelkandidat sein“, ist sich Rainey sicher. „Er ist auf der Bremse aggressiver als die anderen Fahrer und benutzt beide Reifen besser. Er verlässt sich bei seinem Gefühl für das Motorrad stark auf die Elektronik. Er versteht dieses synthetische Gefühl sehr gut.“

Text von Sebastian Fränzschky

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