Valentino Rossi © Yamaha

© Yamaha – Über den Winter hat Rossi hart an sich gearbeitet.

Die 2014er-Yamaha scheint Werkspilot Valentino Rossi besser zu liegen als das Vorjahresmodell. Beim ersten Test der Saison sorgte Rossi für eine Überraschung und ließ Teamkollege Jorge Lorenzo an allen drei Testtagen hinter sich.

Am Donnerstag fuhr Rossi die zweitschnellste Zeit des Tages und brach erstmals die magische Zwei-Minuten-Marke. Die Uhr blieb bei 1:59.727 Minuten stehen. Auf Spitzenreiter Marc Marquez büßte Rossi weniger als zwei Zehntelsekunden ein.

„Ich habe mich im Vergleich zum Vorjahr stark verbessert, vor allem beim Bremsen, wo ich im vergangenen Jahr Probleme hatte“, freut sich Rossi, der am Donnerstag 55 Runden fuhr und mit Crewchief Silvano Galbusera ein passendes Setup für seine M1 fand. „Es war ein positiver Test, weil wir gut am Motorrad arbeiten konnten. Die Atmosphäre in der Box ist gut. Silvano leistete gute Arbeit. Ich komme gut mit ihm zurecht.“

„Heute, aber auch an den vergangenen Tagen, war ich sehr schnell. Es ist in 20 Jahren meine bisher beste Rundenzeit hier in Sepang. Ich konnte zum ersten Mal unter zwei Minuten fahren. Ich bin sehr stolz“, berichtet der Yamaha-Werkspilot zufrieden. „Es ist wahr, dass Marquez schneller war – nicht nur heute. Doch ich fühle mich konkurrenzfähig und stärker als im Vorjahr. Es war ein guter Start. Nun müssen wir uns weiter steigern.“

Hat Rossi den Marquez-Fahrstil kopiert?
„Es gibt viele Bereiche, die wir verbessern müssen. Es gibt noch ein paar Dinge, die wir beim nächsten Test angehen müssen. Marquez ist beeindruckend, vor allem in der Rennsimulation. Aber er hat diese Simulation am Vormittag absolviert, als die Strecke schneller war. Ich denke, dass der Unterschied etwas geringer ist, als es die Zeiten bescheinigen. Doch wenn wir mit ihm kämpfen möchten, müssen wir uns überall steigern.“

Über den Winter hat Rossi hart an sich gearbeitet. Auf der eigenen Dirt-Track-Ranch hat er seinen Fahrstil weiter verfeinert. „Ich habe versucht, meinen Fahrstil etwas zu ändern, um die Reifenflanken nicht so sehr zu beanspruchen. Ich arbeite mehr mit meinem Körper. Mit einem Jahr mehr Erfahrung kann ich an solchen Details arbeiten. Vorher konnte ich das Limit des Motorrads nicht ausloten und musste mir Gedanken machen. Ich habe ein gutes Gefühl.“

Rossi streitet ab, den Marquez-Stil kopiert zu haben: „Wir haben ziemlich unterschiedliche Körper. Es ist nicht möglich, dass wir ähnliche Bewegungen machen. Meine Beine sind zu lang“, vergleicht er. Wie der momentan dominante Spanier hat auch Rossi eine Renndistanz simuliert: „Es lief gut. Ich bin zufrieden. Marquez war deutlich schneller, aber er fuhr am Morgen. Da war die Strecke schneller. Wir müssen uns vor allem auf den ersten Runden steigern. Da habe ich Probleme und kann nicht das volle Potenzial der neuen Reifen abrufen. Doch danach ist mein Tempo konstant und ich bin nicht so schlecht“, hält der Italiener fest. „Wir müssen die Reifen besser nutzen, ohne sie zu sehr zu beanspruchen.“

Verbrauch der M1 im Rahmen
Das neue Spritlimit bereitet Yamaha spürbar mehr Probleme als Honda. Bereits im Vorjahr musste die Leistung der M1 bei einigen Rennen limitiert werden. „Wir haben intensiv daran gearbeitet. Die Fahrbarkeit des Motorrads hat sich dadurch etwas verschlechtert und ist nervöser“, erklärt Rossi, der mit der neuen Charakteristik des Reihenvierzylinders besser zurechtkommt als Teamkollege Lorenzo.

Entsprechend gelassen bewertet Rossi die etwas rauere Gasannahme: „Das ist bei meinem Fahrstil aber kein großes Problem. Der Verbrauch stimmt uns positiv. Es ist erst der erste Test. Ich hoffe, dass wir uns weiter steigern können“, schildert er. „Mein Ziel in diesem Jahr ist, stärker als im Vorjahr zu sein. Ich möchte mit den Spitzenpiloten kämpfen. Der erste Test verlief positiv, doch es ist nur der erste Test. Wir müssen so weitermachen.“

Text von Sebastian Fränzschky

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