Max Biaggi, Valentino Rossi - © Repsol

© Repsol – Max Biaggi und Valentino Rossi waren über viele Jahre große Rivalen

Die Comeback-Ankündigung von Max Biaggi war auch im MotoGP-Fahrerlager in Barcelona ein Gesprächsthema. Mit fast 44 Jahren kehrt der zweifache Superbike-Weltmeister aus dem Ruhestand zurück und wird in Misano (Italien) und Sepang (Malaysia) wieder auf seine Aprilia RSV4 steigen.

Zu Saisonbeginn wagte Troy Bayliss für Ducati ein Comeback. Im Unterschied zum Australier, der dreimal Superbike-Champion war, hat Biaggi erst vor zweieinhalb Jahren seine aktive Karriere beendet.

Seither hat der Italiener einige Tests für Aprilia absolviert und ist auch sonst in seiner ausgedehnten Freizeit mit Motorrädern unterwegs. Ex-Rivale Valentino Rossi ist gespannt, wie sich Biaggi schlagen wird. „Vielleicht werde ich mir das Rennen in Misano anschauen“, sagt der MotoGP-Superstar. Seine Heimatstadt Tavullia ist nur wenige Kilometer von der Rennstrecke entfernt. Die Duelle zwischen Rossi und Biaggi am Ende der 500er-Ära und zu Beginn der MotoGP-Zeit sind legendär.

Nun muss sich Biaggi wieder gegen Jonathan Rea, Tom Sykes und Co. messen. „Das wird sicherlich interessant“, meint Rossi. „Max hat wahrscheinlich darüber nachgedacht, weil er regelmäßig für Aprilia testet. Ich denke, wenn man körperlich und mental gut in Form ist, dann ist Aufhören schwierig. Wenn er wieder fährt, dann werden seine Rundenzeiten gut sein. Er wird sicher versuchen, vorne dabei zu sein.“

Während das Verhältnis zwischen Rossi und Biaggi schon immer angespannt war, ist Jorge Lorenzo mit dem viermaligen 250er-Weltmeister gut befreundet. Lorenzo besuchte zuletzt Biaggi beim Formel-1-Grand-Prix in Monaco und sie verbrachten das Wochenende gemeinsam.

„Max liebt Motorräder. Für ihn war der Rücktritt sehr schwierig“, verrät der Spanier. „Er liebt Supermoto und ist auch im Training. Er ist jetzt 44 Jahre alt und wirkt in seinem Kopf noch sehr jung. Er absolviert Tests und ich denke, er kann in Misano ein gutes Ergebnis holen.“

Lorenzo und Biaggi sind in der MotoGP nie gegeneinander angetreten. Auch Marc Marquez kennt die goldenen Zeiten Biaggis nur von Videos: „Ich denke, es ist für die Superbike-WM sehr gut. Er ist ein Weltmeister und es wird sicherlich interessant werden zu sehen, wie sein Level sein wird“, ist auch Marquez gespannt auf die Leistung. „Ich wünsche ihm das Beste, denn er ist ein großartiger Fahrer. Er wird schnell sein.“

Text von Gerald Dirnbeck

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