Sandro Cortese - © FGlaenzel

© FGlaenzel – Kalex-Pilot Sandro Cortese erlebte in der Saison 2014 einige Rückschläge

Nach einem Lernjahr folgte für Sandro Cortese in der Saison 2014 die Bewährungsprobe. Bei den Wintertests überraschte der Deutsche mit starken Zeiten und zählte zu Saisonbeginn zu den großen Favoriten. Dieser Rolle wurde Cortese nur bedingt gerecht. Beim Saisonauftakt stürzte der Kalex-Pilot im Qualifying und zog sich eine schmerzhafte Verletzung zu. Dadurch ging Cortese geschwächt in die ersten Rennen.

Doch es folgten einige durchwachsene Vorstellungen. Das erste Podium gelang Cortese erst in der zweiten Saisonhälfte. „Ich habe mich aus dem Loch herausgekämpft. Das hat mich stärker gemacht“, bemerkt der Intact-Pilot, der 2014 als keine einfache Saison in Erinnerung hat: „Es war eine sehr schwierige Saison für uns. Nichtsdestotrotz waren auch Erfolge dabei. Natürlich hatten wir uns nach den super Wintertests eine bessere Saison erhofft.“

„Aber es sind Sachen dazwischen gekommen, die das Ganze sehr erschwert haben. Wir haben trotzdem immer gekämpft und versucht, zur Spitze aufzuholen. In der zweiten Saisonhälfte ist uns das auch ganz gut gelungen“, schildert Cortese. „Die zweite Saisonhälfte hat gezeigt, wo wir hingehören. Wir waren fast immer unter den Top 5, Top 6. Der Trend ging ganz klar nach oben. Vor der Saison war das Ziel, in die Top 10 zu fahren. Im finalen Rennen habe ich noch eine Platzierung verloren. Trotzdem war das Ergebnis einstellig, was unser großes Ziel war.“

Als ehemaliger Weltmeister stand Cortese erneut besonders unter Druck. „Der Druck ist immer hoch. In meiner gesamten Karriere war er jedes Jahr zu spüren. Die Erwartungen sind immer da. Natürlich, in einem Ein-Mann-Team schauen alle auf dich. Da ist der Druck besonders hoch. Aber ich versuche einfach, dies in Motivation umzusetzen. Ab und zu ist mir das in dieser Saison gelungen, ab und zu nicht. Ich will versuchen, es in der nächsten Saison umso besser zu machen“, erklärt er.

„Die zwei Rennen in Indy und in Brünn haben da viel verändert. Platz sechs und das Podium waren wirklich super Ergebnisse. Danach folgten Rennen, die teilweise gut waren, teilweise nicht so gut. Aber im Großen und Ganzen denke ich, kann man nächstes Jahr auf die zweite Saisonhälfte aufbauen“, grübelt Cortese, der den Podestplatz beim Tschechien-Grand-Prix als Saisonhighlight ansieht.

Doch es gab auch weitere erfreuliche Momente: „Auf jeden Fall jede einzelne erste Startreihe. Kleine Highlights waren auch die Rennen von Indy oder Phillip Island. Auch wenn Australien etwas unglücklich lief, war es trotzdem schön. Aber Brünn bleibt mit Abstand das beste Erlebnis“, betont der Intact-Pilot, der 2015 seine dritte Moto2-Saison bestreiten wird.

Text von Sebastian Fränzschky

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