Sandro Cortese © KTM

© KTM - Nach dem dritten Platz war Sandro Cortese etwas enttäuscht

Maverick Vinales, Luis Salom und Sandro Cortese trugen beim Grand Prix von Großbritannien den Kampf um den Sieg bis zum Zielstrich aus. Vinales konnte zu Beginn der letzten Runde die entscheidenden Meter Vorsprung herausfahren und sich seinen dritten Saisonsieg sichern.

Da sich Salom in einem engen Duell noch gegen Cortese durchsetzen konnte, büßte der Deutsche die WM-Führung an Vinales ein. Der Spanier hat nun zwei Punkte Vorsprung. Trotz des nächsten Podestplatzes, war der Deutsche etwas enttäuscht.

„Von der ersten Runde an war es ein harter Kampf. Ich hatte Probleme bei der Beschleunigung, aber der Topspeed war gut. Im fünften, sechsten Gang konnte ich jeden überholen“, berichtet KTM-Werksfahrer Cortese. „Wir probierten an diesem Wochenende alles und es fühlte sich gut an. Ich bin in den Trainings aber immer alleine gefahren. In der Gruppe war es schwierig. Als ich in Führung lag, konnte ich nicht meinen Rhythmus fahren, weil die Drehzahl niedrig war.“

Deshalb machte er im Parc Ferme auch einen geknickten Eindruck. „Ich bin etwas enttäuscht, weil ich denke, wir lagen beim Setup etwas daneben. Bei der Endgeschwindigkeit war es genial, denn ich bin leicht an allen Gegnern vorbeigekommen, aber in der ersten Hälfte der Rennstrecke bin ich fast nicht nachgekommen. Es war extrem schwierig, den Anschluss zu halten.“

„Es ist schade, weil ich mich auf dieser Strecke sehr wohlgefühlt habe. Trotzdem bin ich den Platz nach Hause gefahren. Ich denke, es gibt Schlimmeres. Ich liege zwei Punkte hinter Maverick. Es sind noch viele Rennen zu fahren und die Konstanz zählt“, ist der 22-Jährige optimistisch für die kommenden Wochen. „Nach sechs Rennen sieht es aber immer noch gut aus. Wir müssen nun analysieren, was heute passiert ist. Es kommen jetzt drei wichtige Rennen und ich glaube, wir können bald wieder ganz oben stehen.“

Vinales war am Ende der glückliche Sieger, doch einfach war das Rennen für den FTR-Honda-Piloten nicht. „Sehr schwierig. Im ersten und zweiten Sektor waren wir alle gleich stark, aber im dritten Sektor war es auf der langen Geraden schwierig, sich abzusetzen. Wir müssen für die nächsten Rennen etwas beim Motor verbessern. In der zweiten Rennhälfte habe ich die Führung übernommen und bis zum Maximum gepusht“, so der Spanier.

Salom hatte sich ebenfalls Chancen auf den Sieg ausgerechnet. „Ich dachte, dass es möglich wäre. In der letzten Runde hat mich Sandro überholt. Dadurch habe ich den Anschluss an Maverick verloren. Der Sieg war möglich“, ist der Kalex-KTM-Fahrer überzeugt. „In der ersten Rennhälfte konnte ich mit Maverick mithalten. Es war nicht leicht, aber möglich. In der zweiten Rennhälfte rutschte ich in den Kurven stark herum. Ich hätte mehr Beschleunigung gebraucht, denn der Topspeed war wirklich gut. Es war ein gutes Rennen. Die Kämpfe waren sicher schön im TV anzusehen.“

Text von Maximilian Kroiss & Gerald Dirnbeck

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