Leon Camier - © Suzuki

© Suzuki Pilot Leon Camier hat die Rückschläge der Vorwoche abgehakt

(Motorsport-Total.com) – Am Sonntag beginnt auf Phillip Island die neue Saison der Superbike-Weltmeisterschaft.

Bis zum Saisonfinale, das am 17. November in Noida steigt, wird der Nachfolger für den im Winter zurückgetretenen Weltmeister Max Biaggi gesucht. Im Rahmen der offiziellen Testfahrten auf Phillip Island haben die Piloten in diesen Tagen die letzte Gelegenheit, sich auf die neue Saison einzuschießen.

War es am Montagvormittag noch Aprilia-Werksfahrer Eugene Laverty, der mit einer Rundenzeit von 1:31.730 Minuten das Tempo vorgab, so setzte Leon Camier in der Nachmittagssession noch einen drauf. Unbeeindruckt von seinen beiden Stürzen in der Woche zuvor, umrundete der Brite in Diensten des Suzuki-Teams die 4,445 Kilometer lange Highspeed-Piste in 1:31.243 Minuten und sicherte sich so die Tagesbestzeit. „Das Bike fühlte sich zunächst nicht so an wie vor meinem Unfall, doch nach und nach kam das Gefühl zurück. Ich fuhr in der vorigen Woche bei niedrigen Temperaturen dieselbe Rundenzeit wie heute bei Hitze. Wir sollten daher gut aussehen, doch an der Spitze geht es wirklich eng zu“, kommentiert Camier.

Honda-Neuzugang Leon Haslam schloss den ersten der beiden Testtage auf Platz zwei ab. Die Zeit des Briten war unterm Strich 0,153 Sekunden langsamer als die Bestzeit seines Landsmanns Camier. Haslams Teamkollege Jonathan Rea verzeichnete am Vormittag einen Sturz und reihte sich auf Rang neun ein. Besser lief es für Michel Fabrizio. Der Italiener war der erste Fahrer, der die Vormittagsmarke von Laverty knacken konnte. Fabrizio belegte mit der Aprilia RSV4 vom Kundenteam Roma schließlich Rang drei. Für Laverty stand mit einer am Nachmittag gefahrenen Zeit von 1:31.452 Minuten Rang vier zu Buche. Marco Melandri auf der schnellsten BMW komplettierte die Top 5.

Sykes wieder im Einsatz – Badovini pausiert
Vizeweltmeister Tom Sykes (Kawasaki) kämpfte noch mit den Nachwirkungen seiner Handverletzung vom Testunfall in der Vorwoche. Der Brite beendete den ersten Testtag mit 0,8 Sekunden Rückstand auf Camier als Zehnter. Schneller als Sykes waren der von einer Virusinfektion genesene Ex-Weltmeister Carlos Checa (6.) auf der neuen Ducati 1199 Panigale des Alstare-Teams, Davide Giugliano (Althea-Aprilia; 7.) und Sylvain Guintoli (8.) auf der zweiten Werks-Aprilia. Der Vorwärtsdrang des Biaggi-Nachfolgers wurde am Nachmittag durch technische Probleme an der RSV4 sowie einen Sturz gebremst.

Superbike-Rückkehrer Max Neukirchner (16.) verpasste mit der privat eingesetzten Panigale mit mehr als zwei Sekunden Rückstand die Top 10. Am Vormittag hatte der Deutsche mit einem Sturz für eine Unterbrechung mit der Roten Flagge gesorgt und somit am Ende des Tages nur zehn Runden zu Buche stehen. Während Markenkollege Checa das Potenzial der 1199 Panigale aufblitzen ließ, erholt sich dessen Teamkollege Ayrton Badovini von seinem schweren Testunfall der vergangenen Woche. Der Italiener hofft, rechtzeitig zum Beginn der Freien Trainings am Freitag wieder fit zu sein. Für die übrigen Piloten steht am morgigen Dienstag die letzte Testmöglichkeit auf dem Plan.

Die Testzeiten vom Montag:
01. Leon Camier (Suzuki) – 1:31.243 Minuten
02. Leon Haslam (Honda) +0.153 Sekunden
03. Michel Fabrizio (Roma-Aprilia) +0.158
04. Eugene Laverty (Aprilia) +0.209
05. Marco Melandri (BMW) +0.242
06. Carlos Checa (Alstare-Ducati) +0.280
07. Davide Giugliano (Althea-Aprilia) +0.458
08. Sylvain Guintoli (Aprilia) +0.723
09. Jonathan Rea (Honda) +0.737
10. Tom Sykes (Kawasaki) +0.818
11. Chaz Davies (BMW) +0.834
12. Jamie Stauffer (Honda) +0.988
13. Ivan Clementi (HTM-BMW) +1.546
14. Jules Cluzel (Suzuki) +1.574
15. Vittorio Iannuzzo (Grillini-BMW) +1.919
16. Max Neukirchner (MR-Ducati) +2.298
17. Loris Baz (Kawasaki) +2.385
18. Glenn Allerton (Next-Gen-BMW) +2.766
19. Federico Sandi (Pedercini-Kawasaki) +2.851
20. Alexander Lundh (Pedercini-Kawasaki) +3.369

Text von Mario Fritzsche

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