Jonathan Rea © Honda

© Honda - Jonathan Rea flog einmal in Lucky Heights ab, blieb aber unverletzt

Die Ten-Kate-Honda-Truppe startet in diesem Jahr mit einer neuen Lackierung. Sie soll das 20-jährige Jubiläum der Fireblade repräsentieren. Bei den offiziellen Testfahrten auf Phillip Island, wo am kommenden Wochenende die Saison 2012 startet, präsentierte sich Jonathan Rea trotz eines Sturzes in Lucky Heights stark.

Der Brite klassierte sich als Vierter und fuhr konkurrenzfähige Zeiten. Sein neuer Teamkollege Hiroshi Aoyama war im Mittelfeld unterwegs und hat die CBR1000RR noch nicht ganz auf seine Bedürfnisse abgestimmt. Mit jedem Tag lernt der letzte 250er-Weltmeister der Geschichte etwas dazu und steigert sich.

Das Honda-Team hatte in der Vorwoche nicht an den privaten Testfahrten auf der Insel in der Nähe Melbournes teilgenommen, da man bereits im Januar auf Phillip Island gewesen ist und alleine getestet hatte. Am Montag und Dienstag in dieser Woche arbeiteten Rea und Aoyama hauptsächlich an der Elektronik, an Einstellungen des Chassis und mit einer neuen Hinterradschwinge. „Es war sehr gut mit der Konkurrenz zu testen, denn bei unseren Wintertests in Katar und hier waren wir alleine“, vergleicht Rea, der sich den WM-Titel vorgenommen hat.

„Wir sind ungefähr dort, wo wir es erwartet haben. Wir wissen, dass es eine große Aufgabe sein wird, hier zu gewinnen. Carlos fährt sehr gut und konstant, aber wir ändern immer noch Dinge am Motorrad, weil ich mit der Abstimmung noch nicht zu 100 Prozent zufrieden bin. Trotzdem war es gut, mit den anderen auf der Strecke zu sein. Ich habe das Fahren genossen. Ich kann genau fühlen, was das Motorrad macht. Die Elektronik arbeitet auch gut.“

„Ich freue mich nun auf einige freie Tage bevor es am Freitag losgeht. Mit dem harten Reifen fanden wir etwas die Richtung. Obwohl die Reifenwahl jetzt beim Test klar war, wird es am Rennwochenende wieder anders sein. Heute spielten wir gegen Ende mit den Federn und ich konnte mit einer harten Feder okay fahren, selbst als der Reifen gebraucht war. Das ist positiv und werden wir in den Freitag mitnehmen und dann sehen, wie wir weiterkommen.“

Aoyama: Schwierige Meisterschaft

Für seinen Teamkollegen Aoyama ist das Motorrad, die Reifen und die Serie komplett neu. Dafür kennt der Japaner Phillip Island aus seiner MotoGP-Zeit gut. 1,3 Sekunden verlor er auf die Spitze und landete in der kombinierten Zeitliste beider Tage auf dem 14. Rang. „Ich habe an diesen beiden Tagen viel gelernt – speziell, dass es eine sehr harte Meisterschaft ist“, ist Aoyama bewusst geworden.

„Wir haben viel am Motorrad geändert und es war gut, viele Runden zu fahren und verschiedene Einstellungen zu probieren. Wir fanden positive Dinge, speziell am Kurvenausgang, aber andere Sachen waren weniger gut. Wir konzentrierten uns auf das Positive und arbeiteten daran, dass wir weiterkommen. Im Moment ist der Rückstand auf die Topfahrer zu groß. Hoffentlich hole ich am ersten Rennwochenende auf, weil ich glaube, ich habe noch Raum für Verbesserungen“, ist der 30-Jährige zuversichtlich.

„Wenn sich die Bedingungen und Temperaturen ändern, dann fühlt sich das Motorrad auch etwas anders an, weil ich noch nicht viel Erfahrung damit habe. Deshalb war es etwas schwierig. Das lässt sich nicht nur über das Setup lösen, sondern auch ich muss mich anpassen. Ich lerne es, aber ich brauche noch Zeit. Wir sind kaum Longruns gefahren, aber wir haben herausgefunden, wie wir die Lebensdauer des Reifens erhöhen. Jetzt muss nur noch die Rundenzeit besser werden.“

Text von Gerald Dirnbeck

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