Carlos Checa © Althea

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Auch am Schlusstag der Superbike-Testfahrten in Phillip Island zeigte sich das gleiche Bild wie an den Vortagen: Weltmeister Carlos Checa und Tom Sykes standen wie schon am Montag und Dienstag an der Spitze der Zeitentabelle. Checa konnte seine Zeit vom Vortag noch einmal um drei Zehntelsekunden verbessern und fuhr mit 1:31.8 Minuten die schnellste Runde der gesamten Woche. Kawasaki-Pilot Sykes folgte mit einer Zehntelsekunde Rückstand. Dritter wurde BMW-Pilot Leon Haslam, der seine schnellste Runde jedoch auf Qualifikations-Reifen fuhr.

Geprägt war der dritte Testtag in Phillip Island von Hitze und zahlreichen Unterbrechungen. Bei Lufttemperatur von 32 Grad und einer Streckentemperatur von bis zu 54 Grad kamen einige Piloten zu Sturz. Während BMW-Pilot Marco Melandri mit dem Schrecken davon kam und lediglich eine dreistündige Reparatur-Pause beklagen musste, erwischte es Eugene Laverty schlimmer. Der Ire kam in der schnellen Rechtskurve am Ende der Start- und Zielgeraden zu Fall und musste anschließend ins Krankenhaus transportiert werden.

Zahlreiche rote Flaggen

Dort diagnostizierten die Ärzte eine Gehirnerschütterung sowie einen Mittelhandbruch links. Nach John Hopkins ist der Aprilia-Fahrer damit der zweite Verletzungsausfall dieser Testwoche. Laverty befindet sich bereits auf der Rückreise nach Europa, wo die Verletzung behandelt werden soll. Ein Start bei WM-Auftakt in gut zwei Wochen ist bei ihm, ebenso wie bei Hopkins, fraglich. Doch nicht nur Stürze sorgten heute für Unterbrechungen. Einmal musste die rote Flagge geschwenkt werden, weil sich ein junges Känguru auf die Strecke verirrt hatte.

Nach der dritten Bestzeit in Folge blickte Checa zufrieden auf den Test zurück: „Heute haben wir einige Änderungen getestet, die wir auch am Rennwochenende einsetzen wollten“, sagt der Spanier. „Natürlich erwartet man jeden Tag eine Verbesserung, aber wir sind schon ziemlich nahe am Limit.“ Hinter den dominierenden Checa und Sykes fuhr Leon Haslam mit einer Bestzeit von 1:32.2 Minuten auf den dritten Rang. Im Gegensatz zu den beiden Führenden fuhr Haslam seine schnellste Runde jedoch mit einem Qualifyer auf der Hinterachse.

Gemischtes Fazit bei BMW

Dennoch zog der Brite ein positives Fazit: „Der Test war gut und wirklich recht positiv. In diesen drei Tagen konnten wir an der Basisabstimmung unseres neuen Bikes feilen und gleichzeitig speziell auf diese Rennstrecke zugeschnittene Einstellungen finden. Die Rundenzeiten waren gut, wir sind konstanter geworden und wir haben Abstimmungen sowohl für kühlere als auch heiße Bedingungen getestet, was hier ziemlich wichtig ist.“

Weniger zufrieden war Teamkollege Marco Melandri, der nach wie vor nach der richtigen Abstimmung seiner S 1000 RR sucht: „Wir haben immer noch Schwierigkeiten mit der Front des Bikes und haben versucht, diese mit verschiedenen Abstimmungsänderungen zu lösen. Ich brauche noch mehr Vertrauen in die Front des Bikes. Doch nun haben wir die Zeit, die gesammelten Daten zu analysieren, und wir versuchen beim nächsten Test, Verbesserungen zu erreichen“, so der Italiener.

Bei Crescent-Suzuki ersetzte heute der Josh Brooks den verletzten John Hopkins. Der Australier kam jedoch nicht richtig in Fahrt. „Es war schwieriger als gedacht, denn Johns Setup unterschiedet sich sehr von dem, was ich gewohnt bin.“ Mit einem Rückstand von 2,7 Sekunden auf die Zeit von Checa war Brooks 16. von 18 Fahrern. Teamkollege Leon Camier wurde in 1:33.1 Minuten Zehnter.

Inoffizielle Testzeiten Phillip Island 15. Februar

1. Carlos Checa (Ducati) 1:31.8 Minuten
2. Tom Sykes (Kawasaki) 1:31.9
3. Leon Haslam (BMW) 1:32.2
4. Max Biaggi (Aprilia) 1:32.3
5. Joan Lascorz (Kawasaki) 1:32.4
6. Jakub Smrz (Ducati) 1:32.4
7. Eugene Laverty (Aprilia) 1:32.5
8. Michel Fabrizio (BMW) 1:32.6
9. Maxime Berger (Ducati) 1:32.9
10. Leon Camier (Suzuki) 1:33.1
11. Marco Melandri (BMW) 1:33.0
12. David Giugliano (Ducati) 1:33.5
13. Sylvain Guintoli (Ducati) 1:33.5
14. Ayrton Badovini (BMW) 1:33.6
15. David Johnson (BMW) 1:34.1
16. Josh Brookes (Suzuki) 1:34.5
17. Lorenzo Zanetti (Ducati) 1:34.7
18. David Salom (Kawasaki) 1:34.9
19. John Hopkins (Suzuki) ohne Zeit

Text von Markus Lüttgens

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