Carlos Checa - © Althea

© Althea - Carlos Checa hat seine Erfolgsserie im Miller-Motorsport-Park fortgesetzt

Weltmeister Carlos Checa setzte seine Erfolgsserie im Miller-Motorsport-Park fort. Bereits im Jahr 2010 stand er kurz vor dem Doppelsieg, doch er schied in beiden Rennen aus. Im Vorjahr klappte es und der Althea-Ducati-Pilot nahm sich beide Trophäen mit.

Auch in diesem Jahr drückte der Spanier dem ersten Lauf seinen Stempel auf und gewann knapp vor Marco Melandri. Der BMW-Werksfahrer war der einzige Vierzylinder-Mann, der mit der Ducati mithalten konnte. Am Ende reichte es nicht ganz und der Italiener musste sich mit Rang zwei zufrieden geben.

Um den letzten Podestplatz entbrannte ein enges Duell zwischen Max Biaggi (Aprilia) und Jonathan Rea (Honda). Schließlich setzte sich der Römer knapp durch und baute seine WM-Führung aus, denn Kawasaki-Speerspitze Tom Sykes konnte kein Wort um den Sieg mitsprechen und wurde Achter. Auch für John Hopkins (Crescent-Suzuki) war es kein erfolgreiches Heimrennen, denn er stürzte auf Platz 19 liegend und schied aus.

Beim Start setzte sich Sykes durch und übernahm die Spitze. Checa reihte sich als Zweiter ein, gefolgt von Melandri und Rea. Pole-Mann Jakub Smrz (Liberty-Ducati) verlor einige Positionen und kam als Siebter aus der ersten Runde zurück. Hatte es im Training noch nach einer Ducati-Dominanz ausgesehen, so hatten in der Anfangsphase die Vierzylinder-Motorräder die Nase vorn. Melandri konnte auch an Checa vorbeigehen, der sich seinerseits gegen Rea wehren musste. Biaggi und Smrz komplettierten als Fünfter und Sechster die Spitzengruppe, die sich zu Beginn herauskristallisierte.

Die Topfahrer lieferten sich auch gleich einige Zweikämpfe. Melandri übernahm in der fünften Runde die Führung. Rea übte Druck auf Checa aus und ging auf der Geraden auch am Spanier vorbei, doch Checa konterte und machte sich auf die Verfolgung Melandris. Biaggi mischte auch in den Top 4 mit. Auf der langen Zielgeraden versuchte er auch an Rea vorbeizugehen, doch der Brite behauptete sich. Ein Zweikampf bis ins Ziel war entbrannt.

Knapp hinter den Top 4 fuhr die erste Verfolgergruppe mit Eugene Laverty (Aprilia), Sykes, der etwas zurückgefallen war, Smrz und Leon Haslam (BMW). Dahinter war nach sieben Runden bereits eine größere Lücke zum Rest des Feldes aufgegangen. 14 Runden vor Schluss drückte sich Checa im ersten Streckenabschnitt an Melandri vorbei und übernahm wieder die Führung. Er musste im kurvigen Teil seine Chance nutzen, denn auf der langen Zielgeraden fehlten der Ducati rund 20 km/h auf die Vierzylinder-Konkurrenz.

Checa konnte sich im Verlaufe der Runde die nötigen Meter Vorsprung herausfahren, damit Melandri am Ende der Zielgeraden nicht angreifen konnte. Der Weltmeister war ab Runde acht der schnellste Mann auf der Strecke und konnte sich leicht absetzen. Gegen Halbzeit waren die Plätze bezogen. Checa führte vor Melandri, Rea und Biaggi. Checa war wie in den vergangenen Jahren im Miller-Motorsport-Park in seiner eigenen Liga, war klar der Schnellste und führte souverän.

Drei Runden vor Schluss konnte Melandri seinen Rückstand wieder auf unter eine Sekunde verkürzen. Checa konterte und erhöhte das Tempo wieder. Das war die Entscheidung, denn Melandri konnte bis ins Ziel keine Meter mehr gutmachen. Somit feierte Checa seinen dritten Miller-Sieg in Folge und seinen vierten Saisonsieg. Nach der enttäuschenden Superpole war Melandri im Rennen wieder da und war die einzige Vierzylindermaschine, die mit der Ducati mithalten konnte.

Schließlich musste sich der Italiener um 2,3 Sekunden geschlagen geben und kletterte als Zweiter auf das Podium. Um den letzten Podestplatz herrschte ein enges Duell zwischen Biaggi und Rea. Der Weltmeister von 2010 überholte die Honda sechs Runden vor Schluss. Obwohl Rea bis zur Ziellinie alles versuchte, kam er nicht mehr vorbei und wurde schließlich Vierter. Erst sieben Sekunden dahinter kamen die Verfolger ins Ziel.

Laverty hatte sich in er Verfolgergruppe durchgesetzt und sich Platz fünf gesichert. Nach der starken Trainingsvorstellung konnte Smrz im Rennen nicht daran anschließen. Im Ziel fehlten dem Tschechen 13 Sekunden und es wurde „nur“ Rang sechs. Auch Sykes konnte keine Akzente setzen und sah die karierte Flagge hinter Chaz Davies (ParkinGP-Aprilia) als Achter. Die beiden BMW von Michel Fabrizio und Haslam komplettierten die Top 10. Letzterer konnte an diesem Wochenende nie an die Leistung seines Teamkollegen Melandri anschließen.

Davide Giugliano (Althea-Ducati) konnte seinen Startplatz in der ersten Reihe ebenfalls nicht zu einem guten Resultat nutzen und fiel bereits in der Anfangsphase zurück. Schließlich klassierte sich der Rookie auf Platz elf. Sylvain Guintoli (Liberty-Ducati), Leon Camier (Crescent-Suzuki), Ayrton Badovini (BMW Italia) und Loris Baz (Kawasaki) nahmen die letzten WM-Punkte mit. Maxime Berger (Liberty) und Hiroshi Aoyama (Honda) gingen als 16. und 17. leer aus.

Mit einer Runde Rückstand kamen die beiden US-Amerikaner Shane Turpin (Boulder-Ducati) und Jake Holden (Grillini-BMW) ins Ziel. Letzterer stürzte im Verlaufe des Rennens, konnte aber weiterfahren. Er war nicht das einzige Sturzopfer. Auch Niccolo Canepa (Red-Devils-Ducati), Hopkins und Lorenzo Zanetti (Pata-Ducati) lagen im Kiesbett. Das Rennergebnis brachte wieder Spannung in die WM. Biaggi führt weiterhin vor Sykes, dessen Rückstand auf 13 Punkte angewachsen ist. Dafür hat Checa den Anschluss geschafft und liegt nur noch einen Zähler hinter dem Kawasaki-Piloten.

Miller – FIM Superbike World Championship – Race 1

1. Carlos Checa (Althea Racing) Ducati 1098R 38’21.283
2. Marco Melandri (BMW Motorrad Motorsport) BMW S1000 RR 38’23.596
3. Max Biaggi (Aprilia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 38’26.621
4. Jonathan Rea (Honda World Superbike Team) Honda CBR1000RR 38’26.800
5. Eugene Laverty (Aprilia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 38’33.484
6. Jakub Smrz (Liberty Racing Team Effenbert) Ducati 1098R 38’34.545
7. Chaz Davies (ParkinGO MTC Racing) Aprilia RSV4 Factory 38’40.945
8. Tom Sykes (Kawasaki Racing Team) Kawasaki ZX-10R 38’42.575
9. Michel Fabrizio (BMW Motorrad Italia GoldBet) BMW S1000 RR 38’42.733
10. Leon Haslam (BMW Motorrad Motorsport) BMW S1000 RR 38’44.716
11. Davide Giugliano (Althea Racing) Ducati 1098R 38’44.979
12. Sylvain Guintoli (Team Effenbert Liberty Racing) Ducati 1098R 38’46.035
13. Leon Camier (FIXI Crescent Suzuki) Suzuki GSX-R1000 38’50.683
14. Ayrton Badovini (BMW Motorrad Italia GoldBet) BMW S1000 RR 38’52.505
15. Loris Baz (Kawasaki Racing Team) Kawasaki ZX-10R 38’54.249
16. Maxime Berger (Team Effenbert Liberty Racing) Ducati 1098R 38’56.692
17. Hiroshi Aoyama (Honda World Superbike Team) Honda CBR1000RR 39’13.436
18. Shane Turpin (Boulder Motor Sports) Ducati 1098R 38’49.456
19. Jake Holden (Grillini Progea Superbike Team) BMW S1000 RR 39’00.843
RT. Leandro Mercado (Team Pedercini) Kawasaki ZX-10R 24’24.308
RT. Lorenzo Zanetti (PATA Racing Team) Ducati 1098R 20’25.943
RT. John Hopkins (FIXI Crescent Suzuki) Suzuki GSX-R1000 13’04.252
RT. David Salom (Team Pedercini) Kawasaki ZX-10R 13’54.828
RT. Niccolò Canepa (Red Devils Roma) Ducati 1098R 11’16.614

Text von Gerald Dirnbeck

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