Tom Sykes - © Kawasaki

© Kawasaki – Tom Sykes war im Regen um 1,6 Sekunden schneller als der Rest des Feldes

Das Wetter spielte am ersten Trainingstag in den Niederlanden eine große Rolle. Während in vielen Teilen Europas der Sommer Einzug hielt, wurden in Assen lediglich acht Grad Außentemperatur gemessen. Dazu regnete es stark und der legendäre „TT Circuit“ stand unter Wasser.

Das hinderte Tom Sykes im ersten Qualifying nicht daran, eine überlegen Bestzeit aufzustellen. Der Kawasaki-Star wurde in 1:57,190 Minuten gemessen. Damit war der Brite um 1,634 Sekunden schneller als Aprilia-Werksfahrer Sylvain Guintoli, der derzeit die WM-Wertung anführt.

Neben dem sportlichen Aspekt gab es im am Freitag im Fahrerlager zwei weitere große Gesprächsthemen. Zunächst die gute Nachricht: Leon Camier (Crescent-Suzuki) musste sich nach dem ersten Freien Training erneut den Ärzten stellen, die sein operiertes linkes Knie begutachteten. Schließlich gaben die Ärzte endgültig grünes Licht und Camier kann den Rest des Wochenendes fahren. Nun die schlechte Nachricht: Leon Haslam (Honda) war im ersten Freien Training in Kurve sieben gestürzt, wodurch das Training auch unterbrochen werden musste.

Haslam wurde in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Bei dem Unfall hat sich der Brite das linke Schien- und Wadenbein gebrochen. Er wurde am Nachmittag in ein Krankenhaus nach Groningen gebracht, wo ihn ein Spezialist operieren wird. Noch ist unklar wie lange Haslam ausfallen wird. Für das Ten-Kate-Honda-Team war es ein herber Rückschlag, denn Assen ist das wichtige Heimrennen. Haslams Teamkollege Jonathan Rea landete im Qualifying an der siebten Stelle.

Besser lief es für Aprilia, denn Eugene Laverty reihte sich direkt hinter seinem Teamkollegen Guintoli als Dritter ein. Bei BMW gab es ein gemischtes Ergebnis. Marco Melandri war mit Platz vier im Spitzenfeld dabei, doch Chaz Davies stürzte zu Beginn in Kurve neun und landete am Ende auf Rang 14. Ebenfalls vorne mit dabei war Davide Giugliano (Althea-Aprilia) als Fünfter. Bester Ducati-Vertreter war Ayrton Badovini auf Position sechs.

Sein Alstare-Teamkollege Carlos Checa reihte sich hinter Rookie Jules Cluzel (Crescent-Suzuki) auf Rang neun ein. Auf den weiteren Plätzen folgten Camier, Michel Fabrizio (Red-Devils-Aprilia), Mark Aitchison (Liberty-Ducati) und Loris Baz (Kawasaki). Alexander Lundh (Pedercini-Kawasaki) wäre derzeit als 15. noch für die Superpole qualifiziert. Aufgrund der Witterungsumstände waren die Zeitabstände im Feld sehr groß.

Nicht dabei wären nach heutigem Stand Max Neukirchner (MR-Ducati), Ivan Clementi (HTM-BMW), Federico Sandi (Pedercini-Kawasaki) und Vittorio Iannuzzo (Grillini-BMW). Neben Davies wurden im Qualifying mehreren Fahrern die schwierigen Verhältnisse zum Verhängnis. So stürzten auch Clementi, Badovini und Lundh. Ihre Ausrutscher gingen glimpflich aus.

Ergebnisse Assen – FIM Superbike World Championship – Qualifying 1

1. Tom Sykes (Kawasaki Racing Team) Kawasaki ZX-10R 1’57.190
2. Sylvain Guintoli (Aprilia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 1’58.824
3. Eugene Laverty (Aprilia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 1’59.068
4. Marco Melandri (BMW Motorrad GoldBet SBK) BMW S1000 RR 1’59.316
5. Davide Giugliano (Althea Racing) Aprilia RSV4 Factory 1’59.317
6. Ayrton Badovini (Team Ducati Alstare) Ducati 1199 Panigale R 1’59.754
7. Jonathan Rea (Pata Honda World Superbike) Honda CBR1000RR 2’00.197
8. Jules Cluzel (Fixi Crescent Suzuki) Suzuki GSX-R1000 2’00.553
9. Carlos Checa (Team Ducati Alstare) Ducati 1199 Panigale R 2’01.706
10. Leon Camier (Fixi Crescent Suzuki) Suzuki GSX-R1000 2’01.728
11. Michel Fabrizio (Red Devils Roma) Aprilia RSV4 Factory 2’02.039
12. Mark Aitchison (Team Effenbert Liberty Racing) Ducati 1098R 2’02.685
13. Loris Baz (Kawasaki Racing Team) Kawasaki ZX-10R 2’02.915
14. Chaz Davies (BMW Motorrad GoldBet SBK) BMW S1000 RR 2’03.384
15. Alexander Lundh (Team Pedercini) Kawasaki ZX-10R 2’04.401
16. Max Neukirchner (MR-Racing) Ducati 1199 Panigale R 2’04.582
17. Ivan Clementi (HTM Racing) BMW S1000 RR 2’04.849
18. Vittorio Iannuzzo (Grillini Dentalmatic SBK) BMW S1000 RR 2’19.197
19. Federico Sandi (Team Pedercini) Kawasaki ZX-10R 2’07.893

Text von Gerald Dirnbeck

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