Chaz Davies © BMW AG

© BMW AG – Chaz Davies lieferte auch im zweiten Rennen eine starke Leistung ab

BMW-Neuzugang Chaz Davies feierte auch im zweiten Lauf von Aragon einen dominanten Sieg. Der Brite leistete sich im Rennen keine Fehler und war deutlich schneller als Teamkollege Marco Melandri. Sylvain Guintoli und Tom Sykes kamen mit großen Rückständen ins Ziel.

Davide Giugliano machte Sykes das Leben zwischenzeitlich schwer, musste sich im Schlussspurt aber geschlagen geben. Melandri kam in Lauf zwei nicht über Platz fünf hinaus und konnte im Vergleich zu Davies keine Impulse geben. Auch Eugene Laverty dürfte mit seinem Abschneiden in Aragon alles andere als zufrieden sein: Bereits in Runde eins ging der WM-Mitfavorit zu Boden.

Beim Start gab es erneut Probleme mit den neuen Anlassern. Suzuki-Pilot Jules Cluzel verständigte durch Handzeichen die Marshals und Kollegen und signalisierte, dass er Probleme mit seiner GSX-R1000 hat. Die Startprozedur wurde lange aufgehalten. Dadurch entschied man sich, den Start abzubrechen. Die Helfer stürmten daraufhin die Startaufstellung und verpackten die Pneus der Motorräder wieder in den Heizdecken. Die Renndistanz wurde von 20 auf 19 Runden verringert.

Etwa fünf Minuten später gingen die Piloten erneut auf die Warmlaufrunde. Den Start des zweiten Laufs entschied erneut Laverty für sich, der vor Sykes in die erste Kurve bog. Doch die Führung des Nordiren währte nicht lange: Nach einigen Kurven rutschte der Aprilia-Pilot übers Vorderrad und landete im Kies. Damit stand fest, dass Laverty trotz vielversprechender Zeiten Aragon ohne zusätzliche Punkte verlässt.

Turbulente Startphase

Noch in der ersten Runde platzte der Motor von Vittorio Iannuzis BMW. Der Italiener bemerkte den Schaden ziemlich spät und fuhr einige Kurven mit einer riesigen Ölfahne. Die Bedingungen auf der Strecke litten aber nicht unter diesem Zwischenfall. Der Stand nach Runde eins: Sykes vor Davies, Guintoli, Rea, Haslam, Baz, Checa und Badovini. Ende der Start/Ziel.Geraden verbremsten sich Guintoli und Baz, die dadurch etwas Boden verloren.

Auch Sykes leistete sich einen Fehler und musste die Strecke kurz verlassen. Dadurch verlor der Brite die Führung und reihte sich hinter Davies und Guintoli auf Position drei wieder ein. Hinter Sykes konnte Giugliano das Tempo der Spitze mitgehen. Doch hinter dem Althea-Piloten wuchs eine Lücke. Honda-Pilot Rea musste das Rennen in Runde sechs unterbrechen. An der Honda des Briten gab es Bremsprobleme. Später konnte Rea aber wieder auf die Strecke gehen und sein Rennen fortsetzen.

Nach zehn Runden lautete die Reihenfolge: Davies vor Guintoli, Sykes, Giugliano, Melandri, Baz, Cluzel und Haslam. Aprilia-Pilot Giugliano erhöhte den Druck auf Sykes und wurde von einem möglichen Podestplatz motiviert. Vorbei kam der Althea-Pilot aber nicht. HTM-BMW-Pilot Ivan Clementi stürzte in Runde zwölf, konnte aber weiterfahren.

Davies hat alles im Griff
An der Spitze kontrollierte Davies das Rennen mit mehr als vier Sekunden Vorsprung. Auch Guintolis Position war nicht gefährdet. Der Franzose hatte vier Runden vor Schluss knapp fünf Sekunden Vorsprung auf Sykes und Giugliano, die sich einen engen Zweikampf lieferten. Zwei Runden vor Schluss konnte sich Sykes etwas vom hochmotivierten Verfolger entfernen.

„Rennen eins war eine Enttäuschung, doch wir konnten zurückschlagen“, bemerkt der Brite. „Ich gratuliere Chaz und Sylvain, die stark waren. Es ist eine lange Saison. Wir hoffen, in den kommenden Rennen besser zu sein.“ Für eine Überraschung sorgte der Zweitplatzierte, der nach dem Rennen erklärte, dass er in absehbarer Zeit zum vierten Mal Vater wird. „Ich bin mit diesem Rennen sehr zufrieden. Dieses Rennen war besser als der erste Lauf. Die Modifikationen haben sich ausgezahlt. Es ist der Kurs, den ich am wenigsten mag“, fügt Guintoli hinzu.

„Das hätte ich mir nicht erträumt“, schwärmt Sieger Davies, der erstmals die vollen 50 Punkte an einem Rennwochenende holte, obwohl er bei den Wintertest noch große Probleme mit der BMW S1000RR hatte. „Es war ein beeindruckender Tag. Ich muss BMW danken, die mich toll unterstützt haben. Es ist unglaublich!“

Absolut nicht in die Gänge kam Ducati. Die neue Panigale war auf dem schnellen Kurs absolut unterlegen. Mit mehr als 30 Sekunden Rückstand fuhr Ex-Champ Carlos Checa als Achter durchs Ziel. Der Spanier konnte sich im Rennen zu keinem Zeitpunkt in Szene setzen. Gleiches gilt für Teamkollege Ayrton Badovini. Der Alstare-Pilot überquerte die Ziellinie mit knapp 45 Sekunden als Zehnter. Max Neukirchner musste ebenfalls unter der mangelnden Performance der Ducati Panigale leiden. Der Deutsche verlor beinahe eine Minute auf den Sieger und fuhr als Zwölfter ins Ziel.

Ergebnisse Rennen 2 Superbike-WM in Aragon

1. Chaz Davies (BMW Motorrad GoldBet SBK) BMW S1000 RR 37’52.691
2. Sylvain Guintoli (Aprilia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 37’57.726
3. Tom Sykes (Kawasaki Racing Team) Kawasaki ZX-10R 38’00.368
4. Davide Giugliano (Althea Racing) Aprilia RSV4 Factory 38’05.240
5. Marco Melandri (BMW Motorrad GoldBet SBK) BMW S1000 RR 38’12.457
6. Loris Baz (Kawasaki Racing Team) Kawasaki ZX-10R 38’16.546
7. Jules Cluzel (Fixi Crescent Suzuki) Suzuki GSX-R1000 38’19.617
8. Carlos Checa (Team Ducati Alstare) Ducati 1199 Panigale R 38’24.284
9. Leon Haslam (Pata Honda World Superbike) Honda CBR1000RR 38’27.999
10. Ayrton Badovini (Team Ducati Alstare) Ducati 1199 Panigale R 38’37.188
11. Michel Fabrizio (Red Devils Roma) Aprilia RSV4 Factory 38’45.762
12. Max Neukirchner (MR-Racing) Ducati 1199 Panigale R 38’47.914
13. Alexander Lundh (Team Pedercini) Kawasaki ZX-10R 39’25.686
14. Ivan Clementi (HTM Racing) BMW S1000 RR 39’34.670
15. Jonathan Rea (Pata Honda World Superbike) Honda CBR1000RR 38’46.723
RT. Federico Sandi (Team Pedercini) Kawasaki ZX-10R 13’31.782
RT. Vittorio Iannuzzo (Grillini Dentalmatic SBK) BMW S1000 RR 
RT. Eugene Laverty (Aprilia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 
NS. Mark Aitchison (Team Effenbert Liberty Racing) Ducati 1098R 

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