Carlos Checa © Althea

© Althea - Weltmeister Carlos Checa hat für Ducati das Heimrennen gewonnen

Weltmeister Carlos Checa hast den ersten Lauf der Superbike-WM in Imola gewonnen. Bei kühlen elf Grad Lufttemperatur führte zunächst Tom Sykes (Kawasaki) von der Pole-Position aus die erste Rennhälfte an, doch Checa war über die Distanz schneller und setzte sich in der zweiten Hälfte durch und deutlich ab.

Nach dem zweiten Rennen in Australien war es der zweite Saisonsieg für den Althea-Ducati-Piloten. Sykes kam 3,2 Sekunden dahinter als Zweiter über die Linie. Um den dritten Platz entbrannte ein enges Duell zwischen BMW-Werksfahrer Leon Haslam und Lokalmatador Max Biaggi (Aprilia). Schließlich behielt Haslam die Oberhand und kletterte als Dritter auf das Podium.

Sykes nutzte seine Pole-Positon perfekt und setzte sich beim Sprint zur ersten Kurve zu. Das Feld kam gut durch die enge Tamburello-Schikane. Hinter Sykes hatten sich Checa, Biaggi, Sylvain Guintoli und Halsam einsortiert. Im hinteren Teil des Feldes staubte es in der Villeneuve-Schikane. Leon Camiers Crescent-Suzuki lag im Kiesbett. Der Brite konnte aber weiterfahren. Turbulent ging es auch zu Beginn der zweiten Runde zu.

Haslam drückte sich in der Tamburello-Schikane an Guintoli vorbei. Beide bremsten etwas zu spät und kamen am Kurvenausgang von der Strecke ab. Als der Franzose auf das Asphaltband zurückkehrte, verlor er die Kontrolle und stürzte. Chaz Davies (ParkinGO-Aprilia) hatte kein Glück und rauschte direkt in die gestrandete Ducati. Beide lagen im Kiesbett. Am Ende der Runde bog Marco Melandri (BMW) an die Box ab. Der Italiener konnte weiterfahren, war aber auf Rang 15 zurückgefallen.

In der Anfangsphase behauptete sich Sykes an der Spitze, doch Checa hatte sich an das Hinterrad geheftet. Biaggi konnte das Tempo nicht mitgehen und lag nach drei Umläufen bereits 2,5 Sekunden zurück. Weitere zwei Sekunden dahinter entwickelte sich ein Duell zwischen Jonathan Rea (Honda) und Haslam um den vierten Rang. Eugene Laverty (Aprilia) kürzte einmal die Zielschikane ab und fiel hinter das Duo zurück.

In den ersten Runden konnte sich Haslam im Kampf um Platz vier durchsetzen. Einige Motorradlängen dahinter musste sich Rea gegen Lorenzo Zanetti wehren, der mit der PATA-Ducati großen Druck ausübte. An der Spitze hatte Sykes alles im Griff und führte nach dem ersten Renndrittel weiterhin. Checa klebte aber an seinem Hinterreifen. Biaggi konnte dem Duo nicht folgen und fuhr vier Sekunden dahinter alleine auf Rang drei.

Checa übernimmt bei Halbzeit die Führung

Bei Rennhalbzeit erhöhte Checa den Druck noch einmal deutlich. Schließlich drückte er sich zehn Runden vor Schluss in der Aqua Minerale an Sykes vorbei und übernahm die Führung. Am Ende der Runde hatte der Weltmeister schon einen Vorsprung von sieben Zehntelsekunden. Sykes konnte das Tempo nicht halten. Sein Hinterreifen zeigte schon deutliche Verschleißerscheinungen, während Checa wie gewohnt in der zweiten Rennhälfte zulegen konnte und gleich die schnellste Rennrunde fuhr.

Um Platz drei entwickelte sich ebenfalls ein Duell. Langsam aber sicher holte Haslam auf Biaggi auf. Das Duo lag aber schon über fünf Sekunden hinter Checa. Biaggi hatte mit dem Fahrverhalten seiner Aprilia zu kämpfen, denn sie lag sehr unruhig und neigte zu Wheelies. Fünf Runden vor Schluss schnappte sich Haslam in einem sehenswerten Duell den Römer in der Villeneuve-Schikane.

Die Positionen waren bezogen. Checa fuhr den Sieg sicher ins Ziel und feierte seinen zweiten Saisonsieg. Sykes fuhr eine einsame zweite Rennhälfte und kam 3,2 Sekunden hinter dem Weltmeister über die Linie. Nach dem dritten Platz in Australien war es für den Briten der zweite Podestplatz in diesem Jahr. Biaggi folgte Haslam bis zur karierten Flagge zwar wie ein Schatten, konnte aber kein Manöver mehr setzen.

Somit kletterte der BMW-Werksfahrer als Dritter auf das Podium, während sich Biaggi vor seinen Fans mit Platz vier zufrieden geben musste. In den letzten Runden setzte sich Laverty im Kampf um Platz fünf gegen Zanetti durch. Lokalmatador Melandri führte seine Aufholjagd noch auf den sechsten Rang. Joan Lascorz (Kawasaki), Honda-Speerspitze Rea und Niccolo Canepa (Red-Devils-Ducati) komplettierten die Top 10.

Nach dem Ausfall von Guintoli zu Beginn schafften seine beiden Teamkollegen keinen Spitzenplatz. Smrz kam als Elfter ins Ziel, gefolgt von Maxime Berger. John Hopkins (Crescent-Suzuki) belegte bei seiner WM-Rückkehr den farblosen 13. Platz. Rookie Leandro Mercado (Pedercini-Kawaski) und Ayrton Badovini (BMW Italia) staubten die letzten WM-Punkte ab.

Brett McCormack (Liberty-Ducati), Mark Aitchison (Grillini-BMW), Hiroshi Aoyama (Honda) und David Salom (Pedercini-Kawasaki) gingen leer aus. Lokalmatador Michel Fabrizio (BMW Italia) und Davide Giugliano (Althea-Ducati) gaben vorzeitig an der Box auf.


Imola – SUPERBIKE – Race 1

1. Carlos Checa (Althea Racing) Ducati 1098R 38’06.264
2. Tom Sykes (Kawasaki Racing Team) Kawasaki ZX-10R 38’09.470
3. Leon Haslam (BMW Motorrad Motorsport) BMW S1000 RR 38’11.857
4. Max Biaggi (Aprilia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 38’12.783
5. Eugene Laverty (Aprilia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 38’30.926
6. Marco Melandri (BMW Motorrad Motorsport) BMW S1000 RR 38’33.525
7. Joan Lascorz (Kawasaki Racing Team) Kawasaki ZX-10R 38’33.648
8. Lorenzo Zanetti (PATA Racing Team) Ducati 1098R 38’34.563
9. Jonathan Rea (Honda World Superbike Team) Honda CBR1000RR 38’40.331
10. Niccolò Canepa (Red Devils Roma) Ducati 1098R 38’41.988
11. Jakub Smrz (Liberty Racing Team Effenbert) Ducati 1098R 38’43.002
12. Maxime Berger (Team Effenbert Liberty Racing) Ducati 1098R 38’43.521
13. John Hopkins (Crescent Fixi Suzuki) Suzuki GSX-R1000 38’56.682
14. Leandro Mercado (Team Pedercini) Kawasaki ZX-10R 38’59.887
15. Ayrton Badovini (BMW Motorrad Italia GoldBet) BMW S1000 RR 39’00.206
16. Brett McCormick (Liberty Racing Team Effenbert) Ducati 1098R 39’00.403
17. Mark Aitchison (Grillini Progea Superbike Team) BMW S1000 RR 39’04.208
18. Hiroshi Aoyama (Honda World Superbike Team) Honda CBR1000RR 39’12.497
19. David Salom (Team Pedercini) Kawasaki ZX-10R 38’08.075
RT. Michel Fabrizio (BMW Motorrad Italia GoldBet) BMW S1000 RR 14’55.953
RT. Davide Giugliano (Althea Racing) Ducati 1098R 15’15.537
RT. Sylvain Guintoli (Team Effenbert Liberty Racing) Ducati 1098R 1’51.678
RT. Chaz Davies (ParkinGO MTC Racing) Aprilia RSV4 Factory 1’53.395
RT. Leon Camier (Crescent Fixi Suzuki) Suzuki GSX-R1000
RT. Lorenzo Alfonsi (Team Pro Ride Real Game Honda) Honda CBR1000RR

Text von Gerald Dirnbeck

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