Carlos Checa - © Ducati

© Ducati – Carlos Checa sorgte mit der neuen Ducati Panigale für eine Überraschung

(Motorsport-Total.com) – Carlos Checa hat den perfekten Einstand der neuen Ducati Panigale in Australien gefeiert. Auf der schnellen Strecke auf Phillip Island brannte der Weltmeister von 2011 im letzten Angriff eine Runde in 1:30,234 Minuten in den Asphalt und sicherte sich die Pole-Position für den Saisonauftakt.

Es war nach einjähriger Pause auch eine perfekte Rückkehr von Francis Batta und seinem Alstare-Team, das sich um den Einsatz der neuen Ducati 1199 kümmert. Die erste Startreihe ist komplett in der Hand italienischer Fabrikate, denn Aprilia-Werksfahrer Eugene Laverty sicherte sich den zweiten Startplatz.

In seiner schnellsten Runde war der Nordire um 0,195 Sekunden langsamer als Checa. Michel Fabrizio, der die beiden Qualifyings dominiert hatte, eroberte mit der Kunden-Aprilia des Red-Devil-Roma Teams Platz drei und komplettierte damit die erste Startreihe. Auf Checa fehlten knapp vier Zehntelsekunden. Das Superpole-Format ist in diesem Jahr neu. Superpole 3 dauerte zehn Minuten und es ging um die Startplätze in den ersten drei Reihen. Ab dieser Saison stehen nicht mehr vier, sondern aus Sicherheitsgründen nur noch drei Fahrer in einer Startreihe.

Das erhöhte auch die Bedeutung der Superpole, und es ging spannend zu, denn im letzten Abschnitt waren alle sechs Marken vertreten. Tom Sykes, der Superpole-König des Vorjahres, lag nach den ersten Versuchen an der Spitze, doch dann konnte der Kawasaki-Pilot nicht mehr entscheidend zulegen und der Brite musste sich mit Rang vier (+0,381 Sekunden) zufriedengeben. BMW-Ass Marco Melandri setzte die gleiche Zeit wie Sykes, er fuhr die Runde aber später und wird deshalb am Sonntag als Fünfter starten. Die zweite Reihe komplettierte Sylvain Guintoli, der die Werks-Aprilia vom zurückgetretenen Weltmeister Max Biaggi übernommen hat.

Im Mittelpunkt des Tages stand Checa, der seine insgesamt zehnte Superpole gewann. „Wir können nicht mehr verlangen. Das ist eine große Überraschung, nachdem wir in der Vorwoche viel Pech hatten“, spricht der 40-Jährige die Probleme bei den Testfahrten an. „Nach dem gestrigen Sturz hat das Team sehr gut gearbeitet. Schließlich habe ich ein gutes Paket gefunden. Diese Pole ist eine große Überraschung für alle, die an diesem Projekt arbeiten.“

Laverty schaffte in seinem letzten Angriff noch den Sprung auf Platz zwei. „Ich war sehr zufrieden mit meinem letzten Run auf dem Qualifyer. Am Ende bin ich mit einem Rennreifen gefahren und es war abgesehen von einem kleinen Rutscher in der letzten Kurve eine gute Runde.“ Für das Rennen fühlt sich Laverty bereit: „Wir haben unsere Aufgaben erledigt.“ Fabrizio konnte seine provisorische Pole-Position nicht zum besten Startplatz umsetzten. Er ist aber dennoch zufrieden mit Platz drei: „Ich bin sehr glücklich, aber wichtig wird morgen ein guter Start sein. Für morgen bin ich sehr zuversichtlich.“
Die dritte Startreihe ist fest in britischer Hand. Suzuki-Speerspitze Leon Camier eroberte vor dem Honda-Duo Startplatz sieben. Bereits in den Trainings hatte sich angedeutet, dass die aktuelle Fireblade etwas Rückstand auf die Spitze hat. In der Superpole mischten Leon Haslam und Jonathan Rea auch nie ganz an der Spitze mit. Beinahe wären beide in Superpole 2 hängengeblieben, aber schließlich stand für Haslam Startplatz acht und für Rea Rang neun zu Buche.

Superpole 2: Honda-Duo kommt knapp weiter
Superpole 2 lief zwölf Minuten. Drei Fahrer mussten am Ende die Segel streichen und sich mit den Startplätzen zehn bis zwölf zufriedengeben. Es ging spannend zu, denn in Superpole 1 lagen die Top 12 innerhalb von einer Sekunde. Vor den letzten Angriffen saßen Loris Baz (Kawasaki), Rea und Chaz Davies (BMW) auf den Schleudersitzen. Rea konnte noch deutlich zulegen und verbesserte sich sicher in die Top 9. Dafür rutschte sein Teamkollege Haslam auf Position zehn. Doch auch ihm gelang im letzten Moment noch eine Steigerung.

Dadurch verdrängte Haslam Davide Giugliano (Ducati) aus den Top 9. Der Italiener war damit ausgeschieden und wird am Sonntag als Zehnter die vierte Reihe anführen. In seiner schnellsten Runde hatte Giugliano in einer schnellen Linkskurve einen Rutscher, der die entscheidende Zeit kostete. Baz und Davies konnten sich nicht mehr verbessern und belegten die Startplätze elf und zwölf. Schnellster in Superpole 2 war Laverty in 1:30,676 Minuten.

Superpole 1: Neukirchner scheidet aus

Superpole 1 dauerte 14 Minuten und für die ersten drei Fahrer war Feierabend. Noch im ersten Angriff ging Wildcard-Starter Jamie Stauffer zu Boden. Seine Honda lag zerstört im Kiesbett, womit klar war, dass er draußen war. Obwohl Superbike-Rückkehrer Ivan Clementi (BMW) weitere Runden drehte, konnte er Stauffer nicht mehr verdrängen. Somit wird Clementi am Sonntag als 15. starten und Stauffer als 14.

In den letzten Minuten lieferten sich noch Max Neukirchner (Ducati) und Baz ein Fernduell um den Einzug in Superpole 2. Der Deutsche zog schließlich den Kürzeren und war um zwei Zehntelsekunden langsamer als der Franzose. Damit war für Neukirchner bei seinem Comeback die Superpole ebenfalls nach dem ersten Abschnitt beendet. Die beiden Rennen am Sonntag wird er von Startplatz 13 aus der fünften Reihe in Angriff nehmen. Schnellster in Superpole 1 war Tom Sykes in 1:30,841 Minuten.

Badovini verletzt
Sechs Fahrer konnten sich in den beiden Qualifyings nicht für die Superpole qualifizieren. Die folgenden Piloten werden am Sonntag von den Startplätzen 16 bis 20 starten: Glen Allerton (Next-Gen-BMW), Jules Cluzel (Crescent-Suzuki), Alexander Lundh, Federico Sandi (beide Pedercini-Kawasaki) sowie Vittorio Iannuzzo (Grilini-BMW). Ayrton Badovini würde auf Startplatz 17 stehen, doch der Italiener stieg am Samstag nicht auf seine Alstare-Ducati.
Im gestrigen ersten Freien Training brach sich Badovini bei einem Sturz einen Knochen im rechten Fuß. Damit war das Wochenende für den 26-Jährigen beendet. Bereits bei den Testfahrten im Vorfeld des Auftaktwochenendes hatte er sich bei einem Sturz ein Hämatom an der Leber zugezogen. Die Ärzte hatten Badovini deshalb von einem Start abgeraten, aber er wollte es unbedingt probieren.

Die beiden Rennen gehen sm Sonntag jeweils über 22 Runden. Gestartet wird um 02:00 Uhr und um 05:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit.

Phillip Island – FIM SBK-WM – Superpole

1. Carlos Checa (Team Ducati Alstare) Ducati Panigale 1199 1’30.234
2. Eugene Laverty (Aprilia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 1’30.429
3. Michel Fabrizio (Red Devils Roma) Aprilia RSV4 Factory 1’30.581
4. Tom Sykes (Kawasaki Racing Team) Kawasaki ZX-10R 1’30.615
5. Marco Melandri (BMW Motorrad GoldBet SBK) BMW S1000 RR 1’30.615
6. Sylvain Guintoli (Aprilia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 1’30.683
7. Leon Camier (Fixi Crescent Suzuki) Suzuki GSX-R1000 1’30.991
8. Leon Haslam (Pata Honda World Superbike) Honda CBR1000RR 1’30.998
9. Jonathan Rea (Pata Honda World Superbike) Honda CBR1000RR 1’31.742
10. Davide Giugliano (Althea Racing) Aprilia RSV4 Factory 1’31.283
11. Loris Baz (Kawasaki Racing Team) Kawasaki ZX-10R 1’31.576
12. Chaz Davies (BMW Motorrad GoldBet SBK) BMW S1000 RR 1’31.870
13. Max Neukirchner (MR-Racing) Ducati Panigale 1199 1’32.010
14. Jamie Stauffer (Team Honda Racing) Honda CBR1000RR 1’32.353
15. Ivan Clementi (HTM Racing) BMW S1000 RR 1’32.773
16. Glen Allerton (Next Gen Motorsports) BMW S1000 RR 1’32.352
17. Jules Cluzel (Fixi Crescent Suzuki) Suzuki GSX-R1000 1’32.402
18. Alexander Lundh (Team Pedercini) Kawasaki ZX-10R 1’32.487
19. Ayrton Badovini (Team Ducati Alstare) Ducati Panigale 1199 1’32.540
20. Federico Sandi (Team Pedercini) Kawasaki ZX-10R 1’32.898
21. Vittorio Iannuzzo (Grillini Dentalmatic SBK) BMW S1000 RR 1’33.082

Text von Gerald Dirnbeck

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