Jonathan Rea © Honda

© Honda - Honda-Star Jonathan Rea hat sich im Qualifikationstraining an die Spitze gesetzt

Das erste Qualifikationstraining der Superbike-WM zum Auftakt ihrer 25. Saison auf Phillip Island (Australien) verlief turbulent. Zahlreiche Fahrer gingen zu Boden, darunter auch Weltmeister Carlos Checa. Die Asphalttemperatur war auf 53 Grad gestiegen und machte den ohnehin schon von Bodenwellen durchsetzten Asphalt rutschig.

Das hinderte Honda-Ass Jonathan Rea nicht daran, sich die Bestzeit zu sichern. Der Brite umrundete den 4,4 Kilometer langen Kurs auf der malerischen Insel in 1:31,959 Minuten und hielt Jakub Smrz (Liberty-Ducati) in Schach. Der Tscheche war um 0,157 Sekunden langsamer und reihte sich auf dem zweiten Platz ein.

Rang drei ging überraschend an Rookie Davide Giugliano. Der Italiener hatte sein Debüt beim Saisonfinale 2011 (Portimao) gefeiert und startet in „Down Under“ seine erste volle Saison als Teamkollege von Checa im Weltmeisterteam Althea. Giugliano war lediglich um 0,239 Sekunden langsamer als Rea und war sogar schneller als der Champion. Checa ging in Kurve zehn zu Boden, konnte aber weiterfahren. Insgesamt drehte der Spanier 23 Runden und war damit der fleißigste Fahrer.

Er war aber nicht das einzige Sturzopfer. Böse erwischte es gleich in den ersten Minuten Eugene Laverty (Aprilia), der ohnehin eine angeschlagene linke Hand hat. Er wurde sofort zu Untersuchungen ins Medical Center gebracht und hatte nur drei Runden auf dem Konto. Die gleiche Anzahl fuhr auch Leon Haslam, der erst vor 24 Stunden an seinem verletzten Bein operiert worden war. Der BMW-Werkspilot fuhr lediglich kurz hinaus, um sich für das Rennen zu qualifizieren und schaffte es auch. Alle Fahrer blieben deutlich innerhalb der 107-Prozentmarke.

Haslam stürzte nicht und wird morgen entscheiden, wie er das weitere Wochenende angehen wird. Liberty-Neuzugang Maxime Berger rutschte in Kurve eins aus, während Josh Brookes, der den verletzten John Hopkins bei Crescent-Suzuki vertritt, in Kurve zehn stürzte. Giugliano und Wildcard-Starter David Johnson (Rossair-BMW) waren in Kurve vier kurz im Kiesbett, konnten aber unbeschadet weiterfahren.

Während sich im ersten Freien Training noch das Bild der Testfahrten bestätigt hatte, sah es in der ersten Qualifikation aufgrund der Zwischenfälle etwas anders aus. Hinter Checa reihte sich Aprilia-Aushängeschild Max Biaggi als Vierter ein. Dem Weltmeister von 2010 fehlten 0,359 Sekunden auf die Spitze. Niccolo Canepa von der Red-Devils Ducati-Mannschaft sorgte als Sechster (+0,384 Sekunden) für eine positive Überraschung.

Das offizielle Kawasaki-Team reihte sich geschlossen auf den Positionen sieben und acht ein. Tom Sykes (+0,443) war einen Tick schneller als Joan Lascorz (+0,484). Erst dahinter folgten die schnellsten BMW-Piloten. Neuverpflichtung Marco Melandri hatte als Neunter einen Rückstand von sechs Zehntelsekunden auf die Spitze. Hinter dem Vizeweltmeister komplettierte Michel Fabrizio (+0650) vom Kundenteam BMW Italia die Top 10. Dessen Teamkollege Ayrton Badovini war um sechs Zehntel langsamer und kam nur auf Rang 18.

Das Crescent-Suzuki-Team spielte in Abwesenheit von Hopkins noch keine Rolle im Spitzenfeld. Leon Camier fehlten 0,9 Sekunden auf die Spitze, was ihn auf den zwölften Platz brachte. Brookes, der kaum Erfahrung mit der WM-Version hat, landete nach seinem Sturz als 20. im hinteren Teil des Feldes, obwohl er nur um 1,5 Sekunden langsamer als Rea war. Das Feld lag durchwegs dicht beisammen. Ex-MotoGP-Pilot Hiroshi Aoyama hatte auf seinen neuen Teamkollegen an der Spitze einen Rückstand von einer Sekunde. Das bedeutete Platz 15. Schlusslicht war Raffaele de Rosa, der aus der Moto2 wechselte und mit dem neuen Por-Ride-Team sein Superbike-Debüt feiert.

Ergebnisse Qualifikation:
1. Jonathan Rea (Honda World Superbike Team) Honda CBR1000RR 1’31.959
2. Jakub Smrz (Liberty Racing Team Effenbert) Ducati 1098R 1’32.116
3. Davide Giugliano (Althea Racing) Ducati 1098R 1’32.198
4. Carlos Checa (Althea Racing) Ducati 1098R 1’32.228
5. Max Biaggi (Aprilia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 1’32.318
6. Niccolò Canepa (Red Devils Roma) Ducati 1098R 1’32.343
7. Tom Sykes (Kawasaki Racing Team) Kawasaki ZX-10R 1’32.402
8. Joan Lascorz (Kawasaki Racing Team) Kawasaki ZX-10R 1’32.443
9. Marco Melandri (BMW Motorrad Motorsport) BMW S1000 RR 1’32.553
10. Michel Fabrizio (BMW Motorrad Italia GoldBet) BMW S1000 RR 1’32.609
11. Sylvain Guintoli (Team Effenbert Liberty Racing) Ducati 1098R 1’32.644
12. Leon Camier (Crescent Fixi Suzuki) Suzuki GSX-R1000 1’32.817
13. Chaz Davies (ParkinGO MTC Racing) Aprilia RSV4 Factory 1’32.874
14. Bryan Staring (Team Pedercini) Kawasaki ZX-10R 1’32.884
15. Hiroshi Aoyama (Honda World Superbike Team) Honda CBR1000RR 1’33.040
16. Maxime Berger (Team Effenbert Liberty Racing) Ducati 1098R 1’33.075
17. David Salom (Team Pedercini) Kawasaki ZX-10R 1’33.128
18. Ayrton Badovini (BMW Motorrad Italia GoldBet) BMW S1000 RR 1’33.136
19. Lorenzo Zanetti (PATA Racing Team) Ducati 1098R 1’33.148
20. Joshua Brookes (Crescent Fixi Suzuki) Suzuki GSX-R1000 1’33.477
21. Leon Haslam (BMW Motorrad Motorsport) BMW S1000 RR 1’33.532
22. Eugene Laverty (Aprilia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 1’34.189
23. Mark Aitchison (Grillini Progea Superbike Team) BMW S1000 RR 1’34.239
24. David Johnson (Rossair AEP Racing) BMW S1000 RR 1’34.855
25. Raffaele De Rosa (Team Pro Ride Real Game Honda) Honda CBR1000RR 1’34.979

Text von Gerald Dirnbeck

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