Jakub Smrz © Liberty

© Liberty – Jakub Smrz gewann zum zweiten Mal in diesem Jahr die Superpole

Die Superpole in Silverstone wurde auf nasser Piste ausgetragen, weshalb es nur zwei Abschnitte gab. Einige Topfahrer rutschten aus und stürzten.

Darunter waren auch Weltmeister Carlos Checa (Althea-Ducati) und Tom Sykes (Kawasaki). WM-Spitzenreiter Max Biaggi (Aprilia) blieb schon im ersten Abschnitt hängen und wird am Sonntag von Startplatz elf angreifen. In den Schlussminuten hielt Rookie Davide Giugliano die Bestzeit, doch bei seinem letzten Angriff stürzte der Italiener so wie sein Teamkollege Checa von der Ducati.

Dennoch lag am Ende eine 1098R vorne. Jakub Smrz eroberte nach dem Miller Motorsport Park seine zweite Pole-Position in diesem Jahr. Der Tscheche umrundete den 5,9 Kilometer langen Kurs in 2:20.810 Minuten. Auch Lokalmatador Leon Camier hatte in den Schlussminuten die Chance auf den besten Startplatz, doch er wurde noch knapp von Smrz geschlagen. Der Brite hatte lediglich 32 Tausendstelsekunden Rückstand. Dennoch war es mit Abstand das beste Superpole-Resultat für Crescent-Suzuki in diesem Jahr.

Sylvain Guintoli bestätigte auch im Nassen seine gute Vorstellung im für ihn neuen PATA-Team und stellte die Ducati auf den dritten Startplatz (+0,575 Sekunden). BMW-Werksfahrer Leon Haslam komplettierte als Vierter (+0,803) die erste Startreihe. Giugliano wurde in den letzten Momenten noch auf den fünften Rang in der zweiten Reihe zurückgereicht. Marco Melandri (BMW) verpasste als Sechster die erste Reihe klar. Ihm fehlten 1,1 Sekunden auf Smrz. Die beiden Sturzopfer Checa und Sykes konnte nach ihren Crashes nicht mehr fahren und belegten die Ränge sieben und acht.

Zwischen dem zweiten Freien Training und der Superpole hatte es in Silverstone geregnet. Da die Strecke nass war, wurden nur zwei Abschnitte zu je 20 Minuten ausgetragen. Dadurch schieden in Superpole 1 acht Fahrer aus. Regenreifen waren die klare Wahl. Die rutschigen Verhältnisse wurden in den ersten Minuten Rookie Loris Baz zum Verhängnis. Er stürzte nachdem er zwischenzeitlich die Bestzeit aufgestellt hatte. Auch Michel Fabrizio (BMW Italia) kam vom rechten Weg ab und pflügte durch die Wiese. Smrz war einmal kurz im Kiesbett und Melandri nahm ebenfalls einmal den Weg über die Wiese.

Die Ducati-Motorräder gaben in Superpole 1 das Tempo an. Checa, Giugliano, Guintoli und Smrz sorgten für eine Vierfachführung. Dagegen konnte Baz nach seinem Sturz nicht mehr fahren und wurde noch auf Rang neun zurückgereicht. Damit war er der erste Fahrer, der ausgeschieden war. Bei Honda setzte sich das schwierige Wochenende fort. Jonathan Rea zog bei seinem Heimspiel Startplatz zehn an Land. Auch Biaggi konnte den Regen nicht zu seinem Vorteil nutzen und wird die beiden Rennen von Position elf aus der dritten Reihe in Angriff nehmen.

Neben dem Römer wird John Hopkins in der Startaufstellung stehen. Im Nassen konnte der US-Amerikaner nicht seine Trainingsleistung reproduzieren und wurde Zwölfter. Die Probleme bei Aprilia setzen sich auch bei den weiteren beiden RSV4-Piloten fort. Eugene Laverty wurde 14. und Chaz Davies 16. und Letzter. Zwischen den beiden reihte sich Fabrizio ein. Die vierte Reihe führt Maxime Berger (Liberty-Ducati) als 13. an.

Ergebnisse SBK-WM Silverstone Superpole

1. Jakub Smrz (Liberty Racing Team Effenbert) Ducati 1098R 2’20.810
2. Leon Camier (FIXI Crescent Suzuki) Suzuki GSX-R1000 2’20.846
3. Sylvain Guintoli (PATA Racing Team) Ducati 1098R 2’21.385
4. Leon Haslam (BMW Motorrad Motorsport) BMW S1000 RR 2’21.613
5. Davide Giugliano (Althea Racing) Ducati 1098R 2’21.951
6. Marco Melandri (BMW Motorrad Motorsport) BMW S1000 RR 2’21.960
7. Carlos Checa (Althea Racing) Ducati 1098R 2’23.356
8. Tom Sykes (Kawasaki Racing Team) Kawasaki ZX-10R 2’24.025
9. Loris Baz (Kawasaki Racing Team) Kawasaki ZX-10R 2’23.777
10. Jonathan Rea (Honda World Superbike Team) Honda CBR1000RR 2’23.889
11. Max Biaggi (Aprilia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 2’24.176
12. John Hopkins (FIXI Crescent Suzuki) Suzuki GSX-R1000 2’24.274
13. Maxime Berger (Team Effenbert Liberty Racing) Ducati 1098R 2’24.294
14. Eugene Laverty (Aprilia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 2’25.260
15. Michel Fabrizio (BMW Motorrad Italia GoldBet) BMW S1000 RR 2’26.137
16. Chaz Davies (ParkinGO MTC Racing) Aprilia RSV4 Factory 2’26.360
17. Niccolò Canepa (Red Devils Roma) Ducati 1098R 2’06.795
18. Ayrton Badovini (BMW Motorrad Italia GoldBet) BMW S1000 RR 2’06.803
19. Lorenzo Zanetti (PATA Racing Team) Ducati 1098R 2’06.869
20. Hiroshi Aoyama (Honda World Superbike Team) Honda CBR1000RR 2’06.921
21. David Salom (Team Pedercini) Kawasaki ZX-10R 2’08.069
22. David Johnson (Team Pedercini) Kawasaki ZX-10R 2’09.762
23. Norino Brignola (Grillini Progea Superbike Team) BMW S1000 RR 2’10.912
24. Brett McCormick (Liberty Racing Team Effenbert) Ducati 1098R 2’13.730

Text von Gerald Dirnbeck

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