Joan Lascorz  © Kawasaki

© Kawasaki - Über den Gesundheitszustand von Joan Lascorz gibt es keine genauen Infos

Am Montag fand im Autodromo Enzo e Dino Ferrari ein offizieller Testtag statt. Der Tag wurde von einem schweren Sturz von Joan Lascorz überschattet.

In der ersten Trainingseinheit stürzte der Kawasaki-Fahrer um 12:54 Uhr in der Bergaufpassage zwischen Tosa und Piratella. Dabei soll er angeblich gegen eine Mauer geprallt sein. Die Rettungskräfte waren sofort zur Stelle und brachten den 27-Jährigen ins Medical Center, wo eine Notoperation durchgeführt wurde. Außerdem wurde laut ersten Informationen ein Bruch eines Rückenwirbels diagnostiziert.

Anschließen flog man Lascorz per Helikopter in die Maggiore-Klinik in Bologna. Über den genauen Gesundheitszustand gibt es keinerlei genauen Informationen. Ersten Meldungen zufolge soll der Spanier wach gewesen sein. Ob er operiert werden muss oder wie ernst er verletzt ist, darüber gab es am Montagnachmittag nur Spekulationen, aber keine klaren Informationen. Die Stimmung im Fahrerlager war jedenfalls gedrückt. Dennoch nahmen die meisten Fahrer am Nachmittag wieder die Testarbeit auf.

Auf der Strecke setzte Tom Sykes seine Form der vergangenen Tage fort. Trotz des Unfalls seines Kawasaki-Teamkollegen fuhr der Brite am Nachmittag die schnellste Zeit in 1:46.609 Minuten. Damit war der 26-Jährige um eine Zehntelsekunde schneller als in der Superpole. Der Abstand zum Rest des Feldes war groß. Jonathan Rea versuchte das Gefühl für die Frontpartie der Honda zurückzufinden. Der Brite reihte sich hinter seinem Landsmann auf Platz zwei der kombinierten Zeitenliste beider Trainingseinheiten ein, hatte aber schon 0,512 Sekunden Rückstand.

Leon Camier (Crescent-Suzuki/+0,629) und Leon Haslam (BMW/+0,648) komplettierten als Dritter und Vierter das britische Quartett an der Spitze. Ex-Weltmeister Max Biaggi feilte ebenfalls an seiner Aprilia, denn in den beiden Rennen am Sonntag konnte er das Tempo der Spitze nicht ganz mitgehen. Auch am Montag fehlten dem Italiener sieben Zehntelsekunden auf Sykes. Weltmeister Carlos Checa (Althea-Ducati) reihte sich direkt hinter Biaggi als Siebter ein. Am Nachmittag ging der Spanier aber nicht mehr auf die Bahn.

Marco Melandri (BMW), Eugene Laverty (Aprilia), Niccolo Canepa (Red-Devils-Ducati) und Davide Giugliano komplettierten die Top 10. Letzterer fuhr am Nachmittag ebenfalls nicht mehr hinaus, weil das Althea-Team zusammengepackt hatte. Auch Chaz Davies (ParkinGO-Ducati) und John Hopkins (Crescent-Suzuki) verzichteten auf das Nachmittagstraining. Der US-Amerikaner ist nach seiner Verletzungspause noch nicht komplett fit und musste schon am Sonntag im zweiten Lauf vorzeitig aufgeben. Di eTeams Liberty, PATA und Pro-Ride verzichteten auf den Test.

Vom 20.-22. April findet das nächste Superbike-Wochenenede in den Niederlanden statt. Die Ten-Kate-Honda-Mannschaft wird auf ihrer nominierten Teststrecke in Assen zur Vorbereitung noch zwei Tage testen.

Die Testzeiten aus Imola:

01. Tom Sykes (Kawasaki ZX-10R) – 1:46.609 Minuten (56 Runden)
02. Jonathan Rea (Honda CBR1000RR) +0,512 Sekunden (54)
03. Leon Camier (Suzuki GSX-R1000) +0,629 (57)
04. Leon Haslam (BMW S1000RR) +0,648 (48)
05. Max Biaggi (Aprilia RSV4) +0,741 (62)
06. Carlos Checa (Ducati 1098R) +0,821 (32)
07. Marco Melandri (BMW S1000RR) +1,170 (46)
08. Eugene Laverty (Aprilia RSV4) +1,239 (61)
09. Niccolo Canepa (Ducati 1098R) +1,380 (41)
10. David Giugliano (Ducati 1098R) +1,402 (18)
11. David Salom (Kawasaiki ZX-10R) +1,457 (36)
12. Ayrton Badovini (BMW S1000RR) +1,540 (53)
13. Joan Lascorz (Kawasaki ZX-10R) +1,588 (35)
14. Michel Fabrizio (BMW S1000RR) +1,664 (45)
15. Hiroshi Aoyama (Honda CBR1000RR) +1,875 (63)
16. Mark Aitchison (Kawasaki ZX-10R) +2,306 (53)
17. Leandro Mercado (Kawaski ZX-10R) +3,196 (63)
18. Chaz Davies (Aprilia RSV4) +3,515 (11)
19. John Hopkins (Suzuki GSX-R1000) +3,769 (11)

Text von Gerald Dirnbeck

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