© Yamaha - Ben Spies nimmt die Herausforderung Jorge Lorenzo gerne an

Für Ben Spies naht die Stunde der Wahrheit. Der Superbike-Weltmeister 2009 wechselt nach einer Saison im Yamaha-Satellitenteam Tech3 ins Werksteam, wo er auf den aktuellen MotoGP-Weltmeister Jorge Lorenzo trifft. In den vergangenen Jahren sind viele aufstrebende Piloten an ihren Teamkollegen zerbrochen – man denke nur an Marco Melandri, der bei Ducati gegen Casey Stoner überhaupt kein Land sah.

„Viele Leute würden nicht sein Teamkollege sein wollen, denn er ist so schnell“, weiß Spies. „Doch ich bin wirklich froh darüber. Wenn ich mir abgesehen von Colin Edwards einen Teamkollegen aussuchen müsste, dann wäre er es.“ Zwischen Valentino Rossi und Lorenzo gab es stets Spannungen – am besten zeigte sich das durch die Trennwand in der Yamaha-Box.

Spies stolz auf MotoGP-Debütjahr

Doch Spies meint gegenüber ‚motopodcast.com‘, dass das Verhältnis zu Lorenzo intakt ist: „Wir kommen so gut miteinander aus, wie es für Teamkollegen in der MotoGP möglich ist. Er ist ein großartiger Fahrer, der Weltmeister und derzeit der schnellste Mann auf zwei Rädern. Ich wechsle ins Werksteam, worauf ich mich freue, und ich freue mich auch darauf, sein Teamkollege zu sein. Hoffentlich kann ich etwas von ihm lernen, denn die junge Garde macht immer etwas anders.“

Spies kommt mit viel Selbstvertrauen zum Yamaha-Werksteam. In seiner MotoGP-Debütsaison sicherte er sich zwei Podestplätze und eine Poleposition. Das reichte für Platz sechs in der Gesamtwertung, wodurch der US-Amerikaner noch vor Ducati-Pilot Nicky Hayden bester Privatfahrer ist. „Podestplätze einzufahren ist für mich gleichzusetzen mit dem Titel in der Superbike-WM“, ist er stolz auf seine Saison.

Erwartungen übertroffen

„Wir waren das beste Satellitenmotorrad und ich hätte ganz ehrlich nicht gedacht, dass wir dieses Jahr das Podest sehen werden“, zeigt sich auch Spies von den Erfolgen überrascht. „Wenn wir ein paar Mal in die Top fünf gekommen wären, dann wäre ich glücklich gewesen. Am Ende der Saison schaue ich, wer um mich herum ist und wer hinter mir ist: Man kennt den Status der Leute, die vor mir sind, doch Nicky und ich haben es beim letzten Rennen ausgefochten – und er hat einen WM-Titel.“

Dass manche vom Superbike-Champion schon im Debütjahr Siege erwartet hatten, kann er nicht verstehen: „Wir standen zwei Mal auf dem Podest und in Indy habe ich beide Werksmotorräder geschlagen. Doch jeder, der wirklich erwartet hat, dass ich in meinem ersten Jahr gewinne, ist verrückt. Die Hälfte der Strecken zu lernen, in einem Satellitenteam zu fahren und im ersten Jahr gewinnen – ich glaube nicht, dass das wirklich jemand schaffen kann. Das war nicht auf meiner Liste.“

Text von Sven Haidinger

Motorsport-Total.com
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