Stefan Bradl  © Honda

© Honda - Stefan Bradl war am letzten Testtag nur 1,3 Sekunden langsamer als Stoner

Für Stefan Bradl sind die Vorbereitungen auf seine MotoGP-Debüt-Saison mit den Wintertests in Jerez zu Ende gegangen. Am dritten und letzten Tag spulte der Deutsche mit seiner Honda RC213V 85 Runden ab und markierte eine persönliche Bestzeit von 1:40.098 Minuten.

Das bedeutete einen Rückstand von 1,3 Sekunden auf Casey Stoner, der im Honda-Werksteam fährt. Der amtierende Moto2-Weltmeister war auf einem ähnlichen Niveau wie Alvaro Bautista unterwegs, der im Gresini-Team das gleiche Material zur Verfügung hat wie Bradl bei LCR. Die beiden Ducati-Privatiers Hector Barbera und Karel Abraham hatte der Deutsche locker im Griff.

„Ich bin sehr zufrieden. Wir hatten einen guten Test und einen guten letzten Tag gehabt. Am Samstag wurden wir durch die Bedingungen etwas behindert. Dafür haben wir am Sonntag extra hart gearbeitet“, schildert Bradl. „Ich bin jetzt auch geschlaucht, aber wir haben viel gearbeitet und viele Runden abgespult.“

„Von der Rundenzeit passt das. Es wäre noch das eine oder andere Zehntel möglich gewesen. In meinem schnellsten Versuch bin ich etwas aufgehalten worden. Zum Schluss haben wir noch einen Longrun gemacht und etwas auf die Distanz ausprobiert. Das stimmt mich sehr positiv, weil ich konstante Runden gefahren bin. Ich bin bereit für Katar.“

In zwei Wochen geht es dann beim Saisonauftakt auf dem Losail-Circuit richtig los. Dann werden alle Fahrer ihre Karten aufdecken. Bradl sieht sich gut gerüstet: „Wir haben auch das Qualifying simuliert. Wir haben neue Reifen aufgezogen, die ich gut nutzen konnte, weil ich schneller geworden bin. Das war in Ordnung. Wir sind nicht weit weg von Leuten wie Bautista, Dovizioso und Hayden.“

„Das stimmt mich sehr positiv. Meine ideale Rundenzeit ist eigentlich noch zwei Zehntel schneller. Das sieht nicht schlecht aus, und über die Distanz haben wir gut gearbeitet. Das kann sich sehen lassen.“

„Wir sind bereit für Katar, es kann los gehen“, freut sich der 22-Jährige. „Wir haben jetzt noch mal viel ausprobiert. Soweit passt es. Wir sind vom Setup auch gut dabei. Es gibt natürlich immer etwas, das man ausprobieren könnte, aber an sich passt es soweit. Es kann jetzt losgehen.“ Zur Vorbereitung auf die Königsklasse hatte der Honda-Pilot lediglich neun Testtage zur Verfügung.

Vorfreude auf Katar

Zu wenig, um optimal vorbereitet zu sein? „Schwierig zu sagen. Ich kann es nicht ändern, denn es ist reglementiert. Die Reifen sind begrenzt. Es ist eben so. Ich zerbreche mir nicht den Kopf darüber, sondern nehme es wie es ist. Den Rookie-Bonus hat man nicht mehr.“ Somit werden jetzt die Koffer gepackt und es geht in den nächsten Tagen weiter nach Doha.

Dort hat Bradl im Vorjahr das Moto2-Rennen dominiert und gewonnen. „Ich bin gespannt und freue mich auf Katar. Ich habe gute Erinnerungen an den Kurs. Ich bin gespannt, wie es mit der MotoGP wird, denn es ist eine lange und schnelle Strecke. Ich freue mich darauf.“

Im MotoGP-Fahrerlager hat man mittlerweile Notiz von dem ersten Deutschen seit Alex Hofmann genommen. So sagt Weltmeister Stoner: „Er ist heute eine sehr gute Runde gefahren. Bevor man keine Rennen fährt und wir tiefer in der Saison sind, kann man nicht sagen, wie jemand arbeitet, außer man ist im gleichen Team.“ Wie sich Bradl in seiner ersten Saison schlagen wird, kann der Australier aber nicht abschätzen.

Text von Maximilian Kroiss & Gerald Dirnbeck

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