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© GP-Fever.de – Stefan Bradl hat nach schwierigen Wochen wieder ein Erfolgserlebnis

Platz 14 und zwei WM-Punkte: Stefan Bradl fuhr beim Grand Prix von Tschechien, seinem zweiten Rennen für Aprilia, in die Punkteränge und erbeutete Zählbares.

„Ich bin wirklich glücklich. Wir haben Punkte gemacht. Ich denke, dass das für heute das Ziel war“, sagt Bradl nach den 22 Runden in Brünn. Lange Zeit hielt er seinen Teamkollegen Alvaro Bautista in Schach, doch am Ende kam der Spanier noch vorbei.

Im Ziel trennte das Duo nur zwei Zehntelsekunden. „Ich denke, dass es gut für Aprilia ist, dass die Fahrer auf einem ähnlichen Level sind. Alvaro hat immer noch mehr Erfahrung auf dem Motorrad. In den letzten fünf Runden hatte ich sehr mit wenig Grip zu kämpfen. Ich musste etwas langsamer fahren“, schildert Bradl die entscheidende Schlussphase. „Er hat ein sauberes Manöver hingelegt. Es war ein toller Kampf mit ihm.“

Das Fazit nach seinem zweiten Rennwochenende im Aprilia-Werksteam fasst der Deutsche positiv zusammen: „Ich habe wieder viel dazugelernt. Alvaro ist am Ende des Rennens trotzdem ein bisschen schneller gewesen. Aber ich kann eigentlich nur sagen, dass ich sehr zufrieden bin. Wir kommen Schritt für Schritt nach vorne und es macht Spaß, mit der Truppe zu arbeiten. Ich bin sehr happy, wie es das ganze Wochenende hier gelaufen ist.“

An den beiden Trainingstagen betonte Bradl mehrmals, dass die Renndistanz noch ein Fragezeichen ist. Schließlich war das Gefühl positiv: „Eigentlich ganz gut. Speziell waren die ersten Runden für mich eigentlich sehr sehr gut, vor allem, weil ich da pushen und das Motorrad richtig nutzen konnte. Zum Schluss habe ich ein bisschen einbüßen müssen. Alvaro hat mit mir natürlich auch eine super Zielscheibe vor sich gehabt. Das hat vielleicht für ihn gesprochen.“

„Aber am Schluss hat er einfach ein wenig mehr Drive-Grip aus der Kurve heraus gehabt, was ihm dann eine bessere Platzierung gebracht hat. Ich habe dann auch nicht unbedingt nochmal alles riskiert, um ihn zu packen, weil ich auf meine Hand geachtet habe. Es war zwar ein bisschen besser, aber immer noch nicht perfekt, sodass ich perfekt auf der Bremse agieren konnte. Aber dennoch sollte es mit der Hand in Silverstone keine Probleme mehr geben.“

In Silverstone auf der Leistung aufbauen
Trotzdem war die Rennabstimmung noch nicht perfekt. In Silverstone wird Bradl mit seiner Crew weiter an der RS-GP arbeiten: „Weitere Ideen werden sein, das Motorrad einfach besser abzustimmen, auch für das Rennen. Mein Hinterradgrip war am Schluss schon ziemlich aufgebraucht – oder ziemlich im Arsch, auf Deutsch gesagt. Da habe ich dann schon ein bisschen eingebüßt. Das war beim Alvaro ein bisschen besser. Er kennt natürlich auch das Motorrad. Er ist am Anfang vielleicht auch ein bisschen sanfter mit dem Reifen umgegangen, als ich das gemacht habe.“

„Jedenfalls schauen wir, dass wir da weitermachen können. Wir haben noch viele Sachen auszuprobieren. Alvaro ist auf einem neueren Chassis unterwegs als ich. Für mich wird die Aufgabe bei den nächsten Rennen sein, solche Dinge dann auch auszuprobieren und weiterzuentwickeln.“ Nach den zuletzt schwierigen Wochen war Bradl die Erleichterung und die Freude über das gute Rennen anzusehen: „Ich kann eigentlich nur sagen, dass ich sehr zufrieden bin. Wir kommen Schritt für Schritt nach vorne und es macht Spaß, mit der Truppe zu arbeiten.“

Nun steht bis zum nächsten Rennen in zwei Wochen eine kleine Pause an. Zeit, um die Hand zu schonen und über die nächsten Pläne nachzudenken: „In Silverstone versuchen wir an das Ergebnis hier anzuschließen. Es wird für die Aprilia sicher keine einfache Strecke werden. Ich bin optimistisch, dass wir da weitermachen können und hoffe, dass wir uns einfach stetig weiterverbessern, das ist das Wichtigste. Wir haben dieses Wochenende mit Punkten ein super Teamresultat eingefahren, und das versuchen wir jedes Wochenende wieder zu bestätigen.“

Text von Gerald Dirnbeck

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