© Honda - Stefan Bradl ist nach dem Auftaktsieg WM-Leader in der Moto2

Stefan Bradl ist schon lange aus dem Schatten seines Vaters Helmut herausgefahren. Und nun lässt er die deutschen Motorradfans wieder hoffen. In Katar dominierte der 21-Jährige mit seiner Kalex den Saisonauftakt der Moto2, zuvor deutete er schon bei den Testfahrten an, dass in dieser Saison einiges möglich ist. Die Kombination aus bayerischem Fahrer auf bayerischem Motorrad hatte einen viel versprechenden Saisonauftakt.

Nach seinem Sieg in Losail gilt Bradl sogar als einer der Topfavoriten auf den Titel. Doch der Zahlinger will noch nicht so weit vorausblicken, auch wenn er sagt, dass ihn die Gegner spätestens nach diesem Wochenende auf der Rechnung haben sollten. „Es ist noch zu früh für eine Prognose. Wir stehen ganz am Anfang der Saison, und die Gegner sind richtig stark“, erklärt WM-Leader Bradl im Interview mit der ‚FAZ‘. „Immerhin wissen wir nun, dass wir konkurrenzfähig sind. Ich kann trotzdem nicht sagen, dass es so weitergeht.“

Den Auftakterfolg hat der Kiefer-Pilot ganz bescheiden gefeiert. Noch in der Nacht ging es zurück nach Deutschland, am gestrigen Montagabend stand dann ein Abendessen mit der Familie und den Freunden an. Anders wäre das wohl, wenn Bradl nicht in der Moto2, sondern in der Formel 1 fahren würde. Dann müsste er sich nun wohl einem ziemlich großen Medienrummel stellen.

Man blicke manchmal „ein bisschen wehmütig“ zu den Formel-1-Fahrern hinüber, räumt Bradl ein: „Die machen natürlich einen großartigen Job, aber ich glaube, dass unserer mindestens genauso hart ist. Dass dies trotzdem nicht richtig gewürdigt wird, das ist eben so.“

Hier sei jedoch die Zweiradbranche selbst gefragt. Mehr Aufmerksamkeit sei nur durch Leistung zu erreichen, betont Bradl: „Das war in der Formel 1 nicht anders. Erst Michael Schumacher hat diesen Sport in Deutschland wieder zu einer Top-Sportart gemacht.“

In seinem Fall würde sicher helfen, wenn er den Aufstieg in die Königsklasse MotoGP schaffen würde und sich mit den Topstars der Szene messen könnte. Es sei durchaus realistisch, dass ihn der Weg in die MotoGP führt, so Bradl: „Ich habe gezeigt, dass ich mit diesem Mittelklasse-Motorrad gut zurechtkomme, und ich traue mir die MotoGP zu.“

Doch nun stehe erst einmal ein hartes und „hoffentlich erfolgreiches Jahr“ in der Moto2 an, betont der Zahlinger. Das Ziel ist, an den Auftakterfolg anzuknüpfen und mit der Kalex weiter ganz vorn mitzumischen. Wenn das gelingt, so fügt er vielsagend an, könnte vielleicht schon im Laufe dieser Saison „eine oder andere Gerücht“ über einen MotoGP-Aufstieg zu hören sein.

Text von Nritta Weddige

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