© Honda - Stefan Bradl steht vor seinem bislang größten Erfolg in der Motorrad-WM

Der kommende Sonntag könnte der bislang größte Tag in Stefan Bradls Karriere werden. Der 21-Jährige reist mit 23 Punkten Vorsprung auf den in der Gesamtwertung zweitplatzierten Marc Marquez zum Saisonfinale nach Valencia.

Der 13. Platz im Moto2-Rennen am Sonntagmittag würde Bradl somit schon reichen, um die Fahrer-Weltmeisterschaft zu gewinnen. Er wäre dann der erste deutsche Weltmeister im Motorrad-Grand-Prix-Sport seit Dirk Raudies, der 1993 den Titel in der 125er-Klasse gewann.

Bradl befindet sich in einer hervorragenden Ausgangsposition, zumal Marquez das vergangene Rennen in Malaysia bereits verletzungsbedingt auslassen musste und auch in Valencia sicherlich nicht mit hundertprozentiger Fitness an den Start gehen wird – sofern der Spanier von den Ärzten überhaupt die Starterlaubnis erhält.

„Die Vorbereitung auf dieses Rennen ist und wird nicht anders sein als in den Rennen zuvor“, beteuert allerdings Bradl. „Wir werden nach dem gleichen Plan vorgehen und unsere Arbeit wie gewohnt erledigen. Wie es dann am Ende ausgeht und ob ich den WM-Titel nach Deutschland holen kann, werden wir spätestens am Sonntag nach dem Rennen wissen.“

Die Pause seit dem vergangenen Rennwochenende in Sepang, an dem Marco Simoncelli im WM-Lauf der MotoGP tödlich verunglückt war, nutzte Bradl zur Erholung. „Nach dem schlimmen Wochenende in Malaysia hat mir ein bisschen Abstand von der Rennszene sehr gut getan. Ich war zuhause in Zahling und habe die Zeit mit meiner Familie und Freunden verbracht. Das war eine sehr gute Ablenkung ohne Termine oder Interviews. So konnte man auch das Geschehene etwas sacken lassen.“

In Gedanken bei Simoncelli

In Valencia müsse es aber dennoch weitergehen. „Ich denke, es ist auch im Sinne von Marco, dass wir uns wieder auf unseren Sport konzentrieren. Ich denke, er hätte das auch so gewollt. Wenn wir dann am Sonntag auf eine erfolgreiche Saison anstoßen können, werden unsere Gedanken sicher auch mit bei ihm sein“, sagt der Kiefer-Pilot.

„Trotz allem freue ich mich natürlich auf Valencia und ich merke auch, wie bei diesem doch sehr speziellen Rennen die innere Anspannung von Tag zu Tag größer wird“, gesteht Bradl. „Das bedeutet jetzt nicht, dass ich mehr Druck als vor einem anderen Rennen verspüre, aber es ist schon ein anderes Gefühl als sonst. In Valencia war ich eigentlich immer schnell und gut mit dabei, wobei meine letzte Zielankunft, glaube ich, 2007 war, als ich Spanischer Meister wurde. Aber ich gehe davon aus, dass wir diesen Makel in diesem Jahr beheben werden.“

Text von Lennart Schmid

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