© Motorsport-Total.com - Teammanager Stefan Kiefer träumt wie sein Pilot Stefan Bradl von der MotoGP

Stefan Bradl macht aus seiner Hoffnung, ab 2012 auf einer Kundenmaschine von Honda oder Yamaha in der MotoGP starten wollen, kein Geheimnis mehr. Am Sachsenring bekräftigte der Führende der Moto2-Weltmeisterschaft, dass er bereits seit geraumer Zeit Gespräche mit den entsprechenden Teams führe.

Der Teammanager von Bradls derzeitigem Moto2-Rennstall, Stefan Kiefer, würde seinen Fahrer am liebsten in die „Königsklasse“ begleiten.

Frage: „Herr Kiefer, Stefan Bradl spricht ganz offen über seine Ambitionen, in der kommenden Saison in der MotoGP antreten zu wollen. Am liebsten auf einer Honda oder einer Yamaha, wie er sagt. Schließt das einen Verbleib im Kiefer-Team automatisch aus?“
Stefan Kiefer: „Nein, einen Verbleib bei uns würde es nur dann ausschließen, wenn er auf eine Yamaha wechseln würde. Wenn er auf eine Honda steigt, schließt es das nicht aus, weil wir gemeinsam in die MotoGP gehen wollen. Das ist auch das, was Stefan und sein Vater Helmut wollen. Jetzt hängt es davon ab, ob wir die entsprechende Finanzierung auf die Beine stellen. Sollte das klappen, gehen wir es gemeinsam an.“

Frage: „Würde ein Aufstieg des Kiefer-Teams in die MotoGP bedeuten, dass das Moto2-Projekt eingestellt wird?“
Kiefer: „Es könnte schon sein, dass dadurch unsere Moto2-Aktivität auf der Strecke bleibt. Es könnte aber auch so sein, dass wir unser Moto2-Projekt in einer bestimmten Konstellation weiterführen. Darüber kann ich aber im Moment noch nicht viel sagen.“

Frage: „Überrascht es Sie, dass Bradl die Weltmeisterschaft derzeit so deutlich anführt?“
Kiefer: „Wir hätten nie damit gerechnet, dass wir mit 52 Punkten Vorsprung in der Gesamtwertung an den Sachsenring reisen würden. Dass wir aber ganz vorne ein Wörtchen mitreden würden, war uns schon nach den ersten beiden Tests klar. Wir sind gut vorbereitet in die Saison gegangen, das Motorrad war perfekt. Stefan war gut drauf und unsere Tests waren ebenfalls gut.“

Frage: „Bedeutet der große Vorsprung in der Gesamtwertung nun, dass alles andere als der Gewinn der Weltmeisterschaft eine Enttäuschung wäre?“
Kiefer: „Es wäre sicherlich gelogen, wenn wir jetzt nicht versuchen würden, Weltmeister zu werden. Dennoch denken wir nur von Rennen zu Rennen. Hier wird nicht auf Halten gefahren, das sieht Stefan genauso. Wir werden versuchen, auch weiterhin Rennen zu gewinnen oder auf dem Podium zu beenden.“

Text von Lennart Schmid

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