Casey Stoner - © Repsol

© Repsol – Casey Stoner wird in Suzuka sein Renncomeback geben

Die 8 Stunden von Suzuka sind für viele Motorradfahrer ein Traum. Für die beiden MotoGP-Piloten Bradley Smith und Pol Espargaro wird dieser Traum am Sonntag Wirklichkeit werden.

Auf Yamahas neuer R1 werden die beiden ihr Debüt beim legendären Langstreckenrennen geben. Dort werden sie unter anderem auf einen ehemaligen MotoGP-Weltmeister treffen, denn auch Casey Stoner, der die Königsklasse Ende 2012 verließ, konnte der Versuchung der 8 Stunden nicht widerstehen.

„Honda hat mich eigentlich schon seit meinem Rücktritt darum gebeten, das einmal zu machen. Ich brauchte aber einige Jahre Auszeit, um einfach etwas Spaß zu haben“, erklärt Stoner, der 2015 für Honda sein Renncomeback wird. „Suzuka ist ein sehr prestigeträchtiges Rennen. Viele Toppiloten waren dort und sind es gefahren. Leider war es durch die Saisons (in der MotoGP; Anm. d. Red.) immer unmöglich, daran teilzunehmen“, so der Australier.

„Jetzt fahre ich aber nicht mehr Vollzeit und dadurch haben wir die Möglichkeit dazu“, freut sich Stoner, der 2015 gemeinsam mit Superbike-Pilot Michael van der Mark und Takumi Takahashi an den Start gehen wird. Damit zählt Stoner gleich bei seinem ersten Start in Suzuka zwangsläufig zu den Favoriten – Denn gemeinsam mit Leon Haslam konnten van der Mark und Takahashi das Rennen 2013 und 2014 auf Hondas CBR1000RR gewinnen.

Unbekanntes Terrain für Smith und Espargaro
2015 greifen die beiden gemeinsam mit Stoner nun nach dem Hattrick. Yamaha befindet sich hingegen eher in der Außenseiterrolle. Die Japaner konnten das prestigeträchtige Rennen zuletzt 1996 gewinnen. Mit Pol Espargaro und Bradley Smith holt man in diesem Jahr zwar zwei MotoGP-Piloten auf die R1, doch in Suzuka haben beide noch keine Erfahrung. Viel wird daher auch von ihrem erfahrenen Teamkollegen Katsuyuki Nakasuga abhängen.

„Es war gut. Es hat die ganze Zeit geregnet, aber ich habe es wirklich genossen, die neue R1 zu fahren“, berichtet Smith von seinem ersten Test in Suzuka, bei dem er allerdings nur fünf Runden im Trockenen drtehen konnte. Trotzdem steht für ihn bereits fest: „Ich liebe die Strecke. Sie ist gefährlich und ich verstehe, warum wir mit der MotoGP dort nicht fahren. Die Sicherheitskommission hat die richtige Entscheidung getroffen, nicht dort zu fahren. Aber der Kurs ist absolut großartig.“

Das sieht auch Tech-3-Teamkollege Espargaro ähnlich: „Das Problem ist, dass es sehr gefährlich ist. Die Mauern sind sehr nah an der Strecke und die Geschwindigkeit in vielen Kurven ist sehr hoch. Für diesen Speed sind die Mauern einfach zu nah dran. Das ist der Nachteil. Besonders im Nassen ist es sehr gefährlich.“ Smith ergänzt: „Es ist schade, dass wir so eine Strecke (in der MotoGP) verschwenden. Aber was sollen wir machen?“

Weil die Königsklasse aktuell nicht in Suzuka fährt, hatten Smith und Espargaro vor ihrem ersten Test auch keinerlei Erfahrungen auf der Strecke. „Du kommst nicht dort an und kannst sofort eine schnelle Zeit setzen. Du musst einige Runden fahren, um zu wissen, was du tun musst“, erklärt der Spanier und berichtet. „In den ersten Runden war ich hinter Nakasuga und in den beiden Schikanen nahm er mir sieben oder acht Zehntel ab.“

Yamaha R1 wie die M1?
Der große Vorteil für die beiden: Während die Strecke für sie neu ist, fühlt sich das Motorrad durchaus bekannt an. Smith erklärt: „Es gibt ein paar Dinge, an denen wir arbeiten müssen, weil das Motorrad sich natürlich ständig weiterentwickelt. Aber ich will nicht lügen: Es fühlt sich wie eine M1 an (lacht). Alle Piloten sind mit Sachen wie ihrer Position auf dem Bike zufrieden. Es gibt nichts, was wir komplett auf den Kopf stellen müssen.“

Espargaro bezeichnet die beiden Bikes ebenfalls als „sehr, sehr ähnlich“. Auch die Bridgestone-Reifen kennen die zwei Piloten bereits aus der Königsklasse. „Die Performance ist natürlich nicht ganz so hoch, wie wir es hier in der MotoGP gewohnt sind. Aber sie fühlen sich genau gleich an“, erklärt Smith. Unklar ist für die beiden allerdings noch, wo sie sich am Sonntag einsortieren werden. „Auf dem Papier sind van der Mark und Casey das zweitstärkste Team nach uns“, so der Brite.

Auch Espargaro vermutet: „Honda ist unser größter Rivale.“ Gegenüber ‚bridgestonemotorsport.com‘ erklärt Smith: „Die Erwartungen sind hoch, aber wir wissen, welchen Job wir erledigen müssen. Yamaha hat mir, Pol und Nakasuga ein fantastisches Paket gegeben. Nakasuga hat uns eine Menge beigebracht, und er hat dabei geholfen, das Bike weiterzuentwickeln. Außerdem hat er die meiste Erfahrung in Suzuka.“

Für ihn sei es „eine große Ehre, dass Yamaha mich für das Werksteam berücksichtigt hat. Ich weiß, dass es ein sehr wichtiges Rennen für Yamaha ist, ganz besonders im Jahr ihres 60. Geburtstags.“ Selbstbewusst erklärt Smith: „Alle von uns wollen gewinnen und die Trophäe zu Yamaha zurückholen.“ Da werden die Honda-Piloten um Ex-Champion Stoner allerdings auch noch ein Wörtchen mitreden wollen.

Text von von Ruben Zimmermann & David Emmett

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