© Yamaha - Eugene Laverty war auf Phillip Island schneller als Weltmeister Max Biaggi

Die positivste Überraschung der bisherigen Testfahrten der Superbike-Szene ist Eugene Laverty. Al er im Oktober in Magny-Cours erstmals auf die Yamaha R1 stieg, brannte der Ire bereits die Bestzeit in den Asphalt. Vergangene Woche in Australien war der 24-Jährige auf Phillip Island wieder der Schnellste. Seinem Teamkollegen Marco Melandri nahm er dabei fast eine Sekunde ab.

Trotzdem hätte es noch schneller gehen können „Für meine finale Runde am letzten Tag wollte ich sehen, was ich machen kann, wenn ich die Reifenflanke mehr benutze. Es war so ziemlich eine perfekte Runde, aber dann ist ein Windstoß vom Meer gekommen als ich zu Lucky Heights kam. Der Himmel wurde finster und ich habe einige Regentropfen gesehen“, schildert Laverty bei ‚Motorcycle News‘.

„Ich bin über Lucky Heights gerollt und habe dann gesehen, dass es okay war. Also habe ich meine Runde fortgesetzt. Auf der Datenaufzeichnung haben wir gesehen, dass ich in diesem Moment 0,3 Sekunden verloren habe. Die Zeit von 1:31.5 Minuten war trotzdem unglaublich.“

Nachdem Yamaha im vergangenen Jahr den Titel an Max Biaggi (Aprilia) abgeben musste und in der Herstellerwertung auf Platz vier zurückfiel, wurden einige Veränderungen an der R1 vorgenommen. In Australien wurde mit einer neuen Öhlins-Gabel, die auch in der MotoGP zum Einsatz kommt, experimentiert. Außerdem wurde die Gewichtsverteilung geändert, indem der Tank weiter vorne montiert wurde.

„Wir haben an den drei Tagen viel an der Abstimmung über die Renndistanz gearbeitet. Ich bin das Motorrad so gefahren, dass ich die Reifen schone, indem ich es früh aufgerichtet habe.“ Trotzdem ist der Test nicht so einfach verlaufen, wie es den Anschein hat. „In den ersten zehn Runden konnte ich nicht glauben wie hart es war“, so Laverty. „Ein diagonaler Wind von vorne hat auf der Zielgeraden geblasen. Ich musste mich leicht umlegen, um gerade zu fahren.“

„Es gibt am Ende der Geraden einige Bodenwellen, weshalb das Motorrad im sechsten Gang Wheelies macht, genau bevor man zu bremsen beginnt. Ich muss zu geben, dass ich nicht scharf drauf war.“ Unter dem Strich fällt das Fazit aber gut aus. „Dieser Test war genau so, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Ich hatte schon positive Tests in Magny-Cours und Valencia, aber ich wollte vernünftige drei Tage in Australien haben. Die Dinge sehen gut aus.“

Text von Gerald Dimbeck

Motorsport-Total.com
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