Carlos Checa © Althea

© Althea – Carlos Checa wird trotz der Trennung von Althea das Panigale-Projekt fortführen

(Motorsport-Total.com) – Paukenschlag in der Superbike-WM: Das Althea-Team und Ducati gehen künftig getrennte Wege. Es war offenbar zu Unstimmigkeiten bei der Finanzierung des neuen Panigale-Projekts gekommen. Althea-Teamchef Genesio Bevilacqua will in Zukunft mit Davide Giugliano weitermachen.

Carlos Checa ist vertraglich an Ducati und nicht an Althea gebunden. Er soll in der kommenden Saison die neue Panigale 1199 fahren, doch wie die Teamstruktur um ihn herum aussehen wird, ist derzeit noch offen. Als sich Ducati Ende 2010 werksseitig aus der Superbike-WM zurückgezogen hat, wurden Rennställe wie Althea und Liberty werksseitig unterstützt.

Speziell das Althea-Team stand bei Ducati hoch im Kurs, denn der italienische Hersteller brachte unter anderem Sponsoren mit. Noch Anfang des Monats testete Checa im Althea-Team die neue Panigale in Aragon. Anschließend kam es zum Bruch. „Wir sind es gewohnt, die Dinge besser anzugehen. Seit wir in der Superbike-WM sind, haben wir ein erfolgreiches Projekt geführt und wollen auch so weitermachen“, wird Althea-Teamchef Genesio Bevilacqua von ‚Moto.it‘ zitiert. „Wenn die Umstände dafür nicht vorhanden sind, dann sind wir an einer Fortsetzung nicht interessiert.“

„Der Hauptgrund für die Unstimmigkeiten liegt auf finanzieller Seite, denn es hat uns überrascht, dass eine Firma wie Ducati – die kürzlich von einem Giganten wie Audi übernommen wurde – keine Interesse an Investitionen in ein neues Produkt hat. Ein Projekt, dass zu den gleichen Erfolgen wie in der Vergangenheit führen könnte und unter dem Strich den Verkauf ankurbeln würde“, kritisiert Bevilacqua die Strategie mit der neuen Panigale. „So wie 2012 wollten wir alle unsere Ressourcen investieren.“

„Um unsere Sponsoren von der neuen Panigale zu überzeugen, haben wir das gleiche Engagement von Ducati erwartet. 2011 trug die Zusammenarbeit Früchte, denn Checa wurde souverän Weltmeister. In der abgelaufenen Saison gab es mehr Schwierigkeiten, denn das Motorrad war mittlerweile veraltet und durch die sechs Kilo Extraballast hatte Checa nicht so gute Möglichkeiten. Trotz der Trennung von Althea will Ducati das Projekt Panigale mit dem Spanier vorantreiben.

Ernesto Marinelli, der sich bei Ducati um die Superbike-Einsätze kümmert, meint gegenüber ‚Moto.it‘: „Wir werden mit Carlos und der Panigale fahren um zu gewinnen. Die nicht erfolgte Verlängerung mit Althea wird nichts an unseren Zielen und unserem Programm für die Superbike-WM verändern. Wir haben schon in der Vergangenheit unsere Strukturen verändert. Trotzdem haben wir immer gute Resultate geholt und der gleichnamige Nenner war immer die Ducati.“

„Checa hat einen Vertrag mit Ducati. Er und die Panigale sind unsere Grundsätze beim Superbike-Projekt“, fährt Marinelli fort: „Bezüglich Davide tut es mir leid, dass wir mit einem der aufkommenden Talente im Motorradsport nicht weitermachen können. Nicht nur Althea hat an ihn geglaubt, sondern auch Ducati. Wir haben sein Debüt in der Superbike-WM unterstützt. Wir hätten gerne mit ihm weitergemacht, aber Guigliano hat für 2013 einen Vertrag mit Bevilacqua. Hoffentlich wird er eines Tages wieder bei uns sein.“

Text von Gerald Dirnbeck

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