© Althea - Gegen Carlos Checa hatte Max Biaggi im ersten Rennen keine Chance

Pünktlich zum ersten Rennen in Australien präsentierte sich die Strecke auf Phillip Island mit besten Bedingungen. Nachdem es im morgendlichen Warumup nass war, trocknete die Piste bis zum Mittag komplett auf und alle Piloten konnten mit Trockenreifen starten. Carlos Checa (Ducati) war über die 22 Runden nicht zu schlagen und feierte den ersten Sieg der neuen Saison. Weltmeister Max Biaggi (Aprilia) begann seine Titelverteidigung mit dem zweiten Platz. Das Podium komplettierte Leon Haslam (BMW).

Beim Start kam Checa mit seiner Ducati gut von der Pole-Position weg, doch Biaggi beschleunigte bis zur ersten Kurve besser und ging in Führung. Diese währte aber nicht lange, denn Rookie Eugene Laverty ging an dem Routinier vorbei. Somit führte der Yamaha-Pilot bei seinem ersten Superbike-Rennen nach der ersten Runde. Auf den Plätzen folgten Checa, Biaggi, Haslam, Troy Corser und Marco Melandri.

Einen großen Verlierer gab es in der Startphase: Sylvain Guintoli fiel vom dritten auf den 18. Platz zurück. In Runde sechs war das Rennen für den Liberty-Ducati-Piloten nach einem Sturz bereits beendet. An der Spitze machte währenddessen Checa Druck auf Laverty. In Runde drei übernahm der Spanier die Führung und setzte sich rasch vom Feld ab.

Zwei Umläufe später zog Biaggi ebenfalls an Laverty vorbei und machte sich an die Verfolgung von Checa. Der Spitzenreiter konnte seinen Vorsprung aber kontinuierlich vergrößern. Hinter Biaggi entstand ebenfalls rasch eine Lücke. Somit entbrannte ein harter Kampf um den letzten Podestplatz.

Aus diesem eliminierte sich Jonathan Rea in der zwölften Runde selbst. Der Castrol-Honda-Pilot verbremste sich und musste durch die Wiese fahren. Damit spielte der Brite keine Rolle mehr in der Spitzengruppe. Auch James Toseland unterlief ein ähnlicher Fehler und verlor wertvollen Boden.

Die Entscheidung an der Spitze war zu diesem Zeitpunkt bereits gefallen. Checa kontrollierte seinen Vorsprung und fuhr den Sieg sicher ins Ziel. Bereits im Vorjahr konnte der 38-Jährige den zweiten Lauf in Australien gewinnen. Ducati hat somit gleich zum Auftakt bewiesen, dass sie auch ohne Werksteam gewinnen können. Biaggi konnte die Lücke nie schließen und kam 4,3 Sekunden hinter Checa über die Ziellinie.

Um den letzten Podestplatz kämpften in den verbliebenen Runden Haslam, Melandri, Laverty und Michel Fabrizio (Suzuki). Mehrmals überholten sich die Konkurrenten, bis kurz vor Schluss Haslam an der Spitze dieser Kampftruppe lag. Der BMW-Pilot fuhr in den letzten Runden Kampflinie, verteidigte seine Position und kletterte als Dritter auf das Podest. Dahinter lieferte sich das Yamaha-Duo noch ein Beschleunigungsduell zur Ziellinie, das Laverty hauchdünn für sich entschied.

Melandri beendete sein erstes Superbike-Rennen somit auf dem fünften Platz. Suzuki-Speerspitze Fabrizio konnte am Ende nichts mehr gegen die beiden Yamaha-Piloten ausrichten und wurde Sechster. Die starken Trainingsleistungen konnte Liberty-Ducati nicht im Rennen umsetzen. Nach dem Ausfall von Guintoli konnte sich auch sein Teamkollege Jakub Smrz nicht richtig in Szene setzen. Ins Ziel kam der Tscheche als Siebter.

Kawasaki mischte mit der neuen Ninja ebenfalls nicht an der Spitze mit. Tom Sykes verbesserte sich vom zehnten Startplatz auf Rang acht. Sein Teamkollege Joan Lascorz stürzte in der 13. Runde. Routinier Noriyuki Haga konnte phasenweise in der Gruppe um Platz drei mitkämpfen, fiel gegen Ende aber auf den neunten Platz zurück. BMW-Pilot Troy Corser wurde ebenfalls Runde um Runde zurückgereicht und kam schließlich auf Rang zehn ins Ziel.

Ein starkes Rennen zeigte Pedercini-Kawasaki-Pilot Roberto Rolfo. Von Startplatz 21 kämpfte sich der Italiener durch das Feld und sah die Zielflagge als Elfter. Dahinter klassierte sich Rea nach seinem Ausrutscher. Aprilia-Werkspilot Leon Camier konnte aufgrund seiner Erkrankung ebenfalls nicht im vorderen Feld mitmischen. Bei dem Briten wurde das pfeiffersche Drüsenfieber diagnostiziert. Schließlich mühte sich der 24-Jährige zu Platz 13.

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Text von Gerald Dimbeck

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