© Infront - Der Spanier Carlos Checa regierte auch im italienischen Misano

Zwei schnellste Rennrunden, ein neuer Rundenrekord und zwei Siege: Carlos Checa hat in Misano alles richtig gemacht und den totalen Erfolg gefeiert. Der Althea-Pilot musste nur gegen Weltmeister Max Biaggi kämpfen. Vor heimischer Kulisse wollte sich der Römer seinen ersten Sieg in dieser Saison holen, doch es klappte nicht und Biaggi musste sich mit zwei zweiten Plätzen begnügen. Auf der niedrigsten Podeststufe in Italien standen zwei unterschiedliche Piloten. Marco Melandri (Yamaha) feierte nach Lauf eins, während sich Noriyuki Haga (Aprilia) im zweiten Rennen in einem spannenden Zielsprint durchsetzte und seine Champagner-Dusche genoss.

„Was für ein tolles Resultat“, freut sich Checa. „Im ersten Rennen ist mir kein guter Start gelungen. Deshalb habe ich in den ersten Kurven etwas Boden verloren. Max hatte einen starken Start und es war nicht leicht ihn zu überholen. Als ich vorne war, fand ich einen guten Rhythmus und holte einen kleinen Vorsprung heraus. Ich bin sehr zufrieden, denn in den letzten Runden fing der Reifern aufgrund der Hitze zu rutschen an.“

„Für das zweite Rennen haben wir den Reifen gewechselt. Es war die richtige Entscheidung. Max war auch in Lauf zwei sehr stark. Er und ich sind ein hohes Tempo gefahren, stärker als alle anderen Konkurrenten. Ich war vielleicht noch ein Zehntel schneller als er. Als ich in Führung gegangen bin, habe ich das Rennen gut kontrolliert. Wir wussten von den Testfahrten im Mai, dass uns Misano entgegenkommen könnte. Ich habe aber keinen Doppelsieg erwartet. Es ist fantastisch und noch besser als Miller, denn dort wussten wir, dass es gut laufen würde.“

Biaggi konnte sich in der Schlussphase nicht gegen „El Matador“ durchsetzen. Mit Schmerzen fuhr der Italiener beide Rennen. Bei einem Trainingssturz hatte er sich einen Knöchel angeschlagen. Zudem schmerzten die Rippen, die er sich bei dem Unfall mit Jonathan Rea (Honda) in den USA angeschlagen hatte. „Ich habe die ganze Zeit voll attackiert, selbst als Platz zwei gesichert war und trotz meiner körperlichen Verfassung. Ich bin Risiken eingegangen und habe nie aufgegeben“, sagt der amtierende Weltmeister. „Carlos ist derzeit sehr stark. Er ist in Misano schon immer gut gefahren.“

„Ich konnte mit ihm mithalten, aber ihn nicht attackieren.“ In der WM ist Biaggi wieder Zweiter. Sein Rückstand auf Checa beträgt 72 Punkte. „Der Abstand ist groß, aber daran darf ich nicht denken. Das könnte mich vom Kampf abhalten. Im Moment können wir nicht mehr machen, aber ich bin sicher, dass ich wieder gewinnen werde. Wir arbeiten hart und ein Sieg würde unseren Enthusiasmus stark ankurbeln.“

Im ersten Rennen kämpfte sich Melandri auf den dritten Platz. Somit waren drei ehemalige MotoGP-Piloten auf dem Podest. „Ich hatte keinen guten Start und musste in den ersten Runden angreifen, um die Führenden einzuholen. Nach drei Runden habe ich gemerkt, dass die Kombination von Vorder- und Hinterreifen nicht passte. Ich konnte nicht optimal bremsen. Es war unmöglich die Jungs noch zu erwischen, also habe ich Platz drei kontrolliert.“

Im zweiten Lauf lief dann nichts mehr. Melandri war wieder auf Kurs zu Rang drei, doch kurz vor Halbzeit rutschte er aus. Das Rennen wurde unterbrochen, doch der Italiener konnte seine Yamaha nicht mehr in Gang bringen. Daher durfte der 28-Jährige nicht am Neustart teilnehmen. „Ein Tag zum Vergessen. Nicht wegen dem Crash, sondern weil ich nicht mehr antreten konnte. Wir haben für Lauf zwei einiges verändert, aber es hat nicht geholfen. Es gab keinen Grip.“

Dafür griff Haga, der im ersten Rennen ausfiel, die Gelegenheit und rang BMW-Italia-Pilot Ayrton Badovini im Zielsprint nieder. „Ich bin sehr glücklich mit diesem Resultat auf einer wohlbekannten Strecke. Für mich und das Team ist das ein Motivationsschub. Ich zog einen Vorteil aus der Lücke, die Badovini ließ, obwohl meine Reifen verschlissen waren. Hoffentlich kann ich diese Leistung nächste Woche in Aragon wiederholen.“

Text von Gerald Dirnbeck

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