Jonathan Rea - © Kawasaki

© Kawasaki – Jonathan Rea war auch im zweiten Rennen des Jahres nicht zu bezwingen

Der Auftakt der Superbike-Weltmeisterschaft (WSBK) 2016 macht Lust auf mehr.

Nachdem Weltmeister Jonathan Rea am Samstag bereits einen Krimi gegen Chaz Davies für sich entscheiden konnte, hatte der Kawasaki-Pilot auch am Sonntag in einem nicht weniger spektakulären Rennen erneut die Nase vorne.

In der letzten Runde duellierten sich erneut Rea und Davies um den Sieg, doch der Ducati-Pilot ging beim entscheidenden Überholversuch in Kurve 4 zu Boden und wurde am Ende Zehnter.

Für Rea war der Weg zu seinem zweiten Saisonsieg damit frei. „Es ist unglaublich, mein Jahr hier mit zwei Siegen zu beginnen“, freut sich der Champion und verrät: „Der Schlüssel zum Sieg war heute, dass ich mein Motorrad in den harten Bremszonen etwas verbessert habe. Dadurch war ich besser auf den Kampf mit anderen Piloten vorbereitet. Ich bin einfach meine Pace gefahren und habe versucht, gelassen zu bleiben.“

Ein großartiges Rennen fuhr auch Honda-Pilot Michael van der Mark. Der Niederländer führte das Rennen mehrere Runden an und blieb bis zur letzten Runde an Rea und Davies dran. Nach dem Crash des Ducati-Piloten in der letzten Runde war er allerdings etwas zu weit weg, um noch einen Angriff auf Rea starten zu können. Der Niederländer wartet weiter auf seinen ersten Sieg, schaffte es aber auch im zweiten Rennen des Jahres wieder auf das Podium.

Hayden verpasst Podium knapp
„Der Start war wieder ziemlich gut, und dann bin ich den Jungs vorne einfach gefolgt“, berichtet van der Mark und erklärt: „Die Pace war nicht so hoch wie gestern. Alle sind cleverer gefahren, um die Reifen zu schonen.“ Im Hinblick auf die letzten Runden erklärt er: „Es ist schade, dass Chaz gestürzt ist. Wir hatten einen guten Kampf. In der letzten Runde wollte ich Johnny angreifen, aber er war stärker und ich machte einen kleinen Fehler.“

Den letzten Platz auf dem Podest erkämpfte sich Davide Giugliano. Der Ducati-Pilot fiel nach einer Berührung mit Tom Sykes (Kawasaki) bis auf Rang acht zurück, kämpfte sich in den letzten Runden des Rennens aber wieder nach vorne. Pech für Nicky Hayden: Nach dem Crash von Davies sah es kurzzeitig so aus, dass der Honda-Pilot einen Platz auf dem Podium erben würde, doch Giugliano verdrängte den US-Amerikaner noch auf Rang vier.

„Der Kampf mit Nicky hat viel Spaß gemacht“, lacht der Italiener, der sich über die starke Pace von Hayden wunderte. Für den 26-Jährigen, der den Großteil der vergangenen Saison mit Verletzungen verpasste, ist es ein ganz besonderes Podium. „Es ist fantastisch, mein erstes Podium auf dieser Strecke. Ich hatte hier und in Laguna Seca zwei schwere Stürze. Für mich ist das ein großartiges Ergebnis“, so Giugliano.

Für Tom Sykes lief es wieder nicht optimal. Der Pole-Setter führte das Rennen in der Anfangsphase an, rutschte nach einem Fehler in Runde elf allerdings auf Rang vier ab. Die Berührung mit Giugliano warf ihn anschließend noch weiter zurück. Mehr als Rang sechs war für den Kawasaki-Piloten am Ende nicht drin. Rang fünf ging an Sylvain Guintoli (Yamaha), der sich im Vergleich zum Samstag um einen Platz verbesserte.


Lowes erneut im Pech, Reiterberger Achter
Teamkollege Alex Lowes erwischte hingegen erneut einen gebrauchten Tag. Nachdem der Yamaha-Pilot am Samstag gestürzt war, fiel er am Sonntag mit einem Problem gleich in der ersten Runde ans Ende des Feldes zurück. Er konnte sich zwar noch bis auf Rang 14 zurückkämpfen, dürfte mit diesem Ergebnis allerdings überhaupt nicht zufrieden sein. Er landete einen Platz hinter Rookie Alex de Angelis (Aprilia), der seine ersten WM-Punkte holte.

Markus Reiterberger (BMW) überzeugte mit einem starken achten Platz. Nachdem der Deutsche am Samstag nach einem Reifenschaden gestürzt war, fuhr er im zweiten Rennen des Wochenendes konstant in den Top 10 und belohnte seine fehlerfreie Leistung am Ende mit Rang acht hinter seinem Teamkollegen Jordi Torres. Mit Joshua Brookes sortierte sich dahinter ein weiterer BMW-Pilot ein.

Die weiteren WM-Punkte gingen an Karel Abraham (BMW) auf Rang elf, Roman Ramos auf zwölf und Sylvain Barrier auf Platz 15. Der Schweizer Dominic Schmitter (alle Kawasaki) verpasste die Punkteränge als 16. um knapp fünf Sekunden. In der WM liegt Rea durch seine beiden Siegen mit 50 Punkten an der Spitze, dahinter folgen van der Mark (36 Punkte), Giugliano (29) und Davies (26).

Bei den Herstellern hat Kawasaki (50) die Nase vor Honda und Ducati (36). Die zweite Runde der Superbike-Weltmeisterschaft 2016 steht am 13. März in Thailand auf dem Programm (zum WSBK-Kalender). Im vergangenen Jahr konnte Rea beide Rennen bei der Premiere des Buriram International Circuit gewinnen.

Ergebnisse Superbike-WM Rennen2 Philip Island 2016
1 3 1 J. REA GBR Kawasaki Racing Team Kawasaki ZX-10R 22 1’31.386 313,0 1’30.170 309,5 25 25 50 1
2 6 60 M. VAN DER MARK NED Honda World Superbike Team Honda CBR1000RR SP 22 0.831 1’31.532 314,9 1’30.468 305,9 16 20 36 2
3 2 34 D. GIUGLIANO ITA Aruba.it Racing – Ducati Ducati 1199 Panigale R 22 1.472 1’31.579 312,1 1’30.098 305,1 13 16 29 3
4 7 69 N. HAYDEN USA Honda World Superbike Team Honda CBR1000RR SP 22 1.511 1’31.448 314,9 1’30.479 306,8 7 13 20 7
5 4 50 S. GUINTOLI FRA Pata Yamaha Official WorldSBK Team Yamaha YZF R1 22 2.439 1’31.519 314,9 1’30.281 306,8 10 11 21 5
6 1 66 T. SYKES GBR Kawasaki Racing Team Kawasaki ZX-10R 22 3.320 1’31.446 314,0 1’30.020 305,9 11 10 21 6
7 12 81 J. TORRES ESP Althea BMW Racing Team BMW S1000 RR 22 13.744 1’31.927 319,5 1’31.207 311,2 8 9 17 8
8 11 21 M. REITERBERGER GER Althea BMW Racing Team BMW S1000 RR 22 15.084 1’31.850 315,8 1’31.031 307,7 8 8 12
9 14 25 J. BROOKES AUS Milwaukee BMW BMW S1000 RR 22 15.106 1’31.993 309,5 1’31.927 305,9 6 7 13 9
10 9 7 C. DAVIES GBR Aruba.it Racing – Ducati Ducati 1199 Panigale R 22 16.276 1’31.321 312,1 1’30.717 305,1 20 6 26 4
11 16 17 K. ABRAHAM CZE Milwaukee BMW BMW S1000 RR 22 30.147 1’32.562 315,8 1’32.117 306,8 3 5 8 13
12 17 40 R. RAMOS ESP Team GoEleven Kawasaki ZX-10R 22 30.251 1’32.392 305,9 1’32.194 307,7 5 4 9 11
13 18 15 A. DE ANGELIS RSM IodaRacing Team Aprilia RSV4 RF 22 30.437 1’32.285 314,9 1’33.507 308,6 3 3 15
14 5 22 A. LOWES GBR Pata Yamaha Official WorldSBK Team Yamaha YZF R1 22 39.946 1’32.727 303,4 1’30.354 304,2 2 2 16
15 15 20 S. BARRIER FRA Pedercini Racing Kawasaki ZX-10R 22 53.515 1’33.929 301,7 1’32.077 303,4 1 1 2 18
16 19 9 D. SCHMITTER SUI Grillini Racing Team Kawasaki ZX-10R 22 58.450 1’33.934 301,7 1’33.664 303,4
17 20 11 S. AL SULAITI QAT Pedercini Racing Kawasaki ZX-10R 22 1’01.836 1’33.796 296,7 1’33.690 288,8
18 22 56 P. SEBESTYÉN HUN Team Tóth Yamaha YZF R1 22 1’30.672 1’34.266 299,2 1’34.346 293,5
19 23 10 I. TÓTH HUN Team Tóth Yamaha YZF R1 21 1 Lap 1’36.842 294,3 1’36.272 295,9

Text von Ruben Zimmermann

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