© Althea - Der Miller Motorsportpark passt perfekt zum Fahrstil von "El Matador" Carlos Checa

Der Miller Motorsportpark war am ersten Trainingstag fest in der Hand von Carlos Checa. Nachdem der WM-Spitzenreiter im ersten Freien Training trotz kleiner Probleme der Schnellste war, setzte er seine Dominanz auch im ersten Qualifying fort. Der Althea-Ducati-Pilot brannte eine Runde in 1:48.260 Minuten in den amerikanischen Asphalt und brummte der Konkurrenz fast acht Zehntelsekunden auf.

Erster Verfolger des Spaniers war die Aprilia-Werksmannschaft. Leon Camier präsentierte sich den ganzen Tag über stark und wurde Zweiter. Trotzdem fehlten dem Briten 0,795 Sekunden auf „El Matador“ an der Spitze. Weltmeister Max Biaggi reihte sich hinter seinem jungen Teamkollegen ein. Der Römer demonstrierte einmal mehr die Kraft der RSV4 mit einer Höchstgeschwindigkeit von 313,7 km/h. Trotzdem lag er schon mehr als eine Sekunde hinter Checa zurück.

Ein kräftiges Lebenszeichen gab Tom Sykes von sich. Kawasaki konnte im bisherigen Saisonverlauf nur selten das Potenzial der neuen Ninja ZX-10R aufblitzen lassen. Mit Platz vier startete der Brite stark in das Wochenende. In den letzten Minuten schob sich Troy Corser noch auf den fünften Rang nach vorne. Im Verlaufe des Trainings waren alle BMW-Piloten im hinteren Teil des Feldes zu finden.

Den Markenmix an der Spitze vervollständigte Honda-Pilot Jonathan Rea als Sechster. Abgesehen von Checa, der an der Spitze in einer eigenen Liga fuhr, lag das restliche Feld dicht beisammen. Die Piloten zwischen Platz drei und 17 lagen innerhalb einer Sekunde. In dieser Gruppe mischte auch der Tscheche Jakub Smrz (Ducati), der sich als Siebter einreihte, munter mit. Auf Platz acht tauchte die erste Yamaha auf.

Monza-Doppelsieger Eugene Laverty war die meiste Zeit im unteren Bereich der Zeitenliste zu finden. Trotz kleiner Regentropfen in den Schlussminuten schob sich der Nordire noch an die achte Stelle, knapp vor Michel Fabrizio (Suzuki). Ayrton Badovini (BMW) komplettierte die Top 10. Routinier Noriyuki Haga (Aprilia) kam am Nachmittag besser zurecht als im Freien Training und verbesserte sich auf den elften Rang. Marco Melandri ist zum ersten Mal in Salt Lake City unterwegs und musste erste die Strecke lernen. Nach der einstündigen Qualifikation klassierte sich der Yamaha-Pilot als Zwölfter.

Der Franzose Sylvain Guintoli rutschte einmal aus, konnte aber anschließend weiterfahren. Wie auch in den vorangegangenen Rennen war er langsamer als sein Teamkollege Smrz. Ruben Xaus (Honda) teilte das gleiche Schicksal und reihte sich hinter Guintoli auf dem 14. Platz ein. Josh Waters zeigte auch in der Qualifikation eine gute Leistung. Der Australier ist nach Phillip Island zum zweiten Mal in dieser Saison dabei und reihte sich mit der Yoshimura-Suzuki als 15. ein.

Einen schwierigen Auftakt hatte BMW-Werkspilot Leon Haslam, der über Rang 16 nicht hinauskam. Der Brite rutschte damit auf dem letzten Platz in die Superpole hinein. Für Sonntag ist Regen angesagt, weshalb das Ergebnis der ersten Qualifikation bereits ausschlaggebend für die Superpole gewesen sein könnte.

Nicht qualifiziert wären Joan Lascorz (Kawasaki), Rückkehrer James Toseland (BMW), Mark Aitchison (Kawasaki) und Maxime Berger (Ducati). Roberto Rolfo wurde mit der Pedercini-Kawasaki mit Abstand Letzter.

Ergebnisse:
1. Carlos Checa (Althea Racing) Ducati 1098R 1’48.260
2. Leon Camier (Aprilia Alitalia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 1’49.055
3. Max Biaggi (Aprilia Alitalia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 1’49.306
4. Tom Sykes (Kawasaki Racing Team Superbike) Kawasaki ZX-10R 1’49.432
5. Troy Corser (BMW Motorrad Motorsport) BMW S1000 RR 1’49.552
6. Jonathan Rea (Castrol Honda) Honda CBR1000RR 1’49.621
7. Jakub Smrz (Team Effenbert-Liberty Racing) Ducati 1098R 1’49.683
8. Eugene Laverty (Yamaha World Superbike Team) Yamaha YZF R1 1’49.708
9. Michel Fabrizio (Team Suzuki Alstare) Suzuki GSX-R1000 1’49.855
10. Ayrton Badovini (BMW Motorrad Italia SBK Team) BMW S1000 RR 1’49.881
11. Noriyuki Haga (PATA Racing Team Aprilia) Aprilia RSV4 Factory 1’49.938
12. Marco Melandri (Yamaha World Superbike Team) Yamaha YZF R1 1’50.136
13. Sylvain Guintoli (Team Effenbert-Liberty Racing) Ducati 1098R 1’50.140
14. Ruben Xaus (Castrol Honda) Honda CBR1000RR 1’50.149
15. Joshua Waters (Yoshimura Suzuki Racing Team) Suzuki GSX-R1000 1’50.153
16. Leon Haslam (BMW Motorrad Motorsport) BMW S1000 RR 1’50.159
17. Joan Lascorz (Kawasaki Racing Team) Kawasaki ZX-10R 1’50.195
18. James Toseland (BMW Motorrad Italia SBK Team) BMW S1000 RR 1’50.306
19. Mark Aitchison (Team Pedercini) Kawasaki ZX-10R 1’50.646
20. Maxime Berger (Supersonic Racing Team) Ducati 1098R 1’50.717
21. Roberto Rolfo (Team Pedercini) Kawasaki ZX-10R 1’51.586

Text von Gerald Dirnbeck

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