Jorge Lorenzo - © Yamaha

© Yamaha – Jorge Lorenzo tauscht seine Yamaha 2017 wohl gegen eine Ducati ein

Weiß Suzuki-Manager Davide Brivio mehr als die restliche MotoGP-Welt? Seit Wochen rätseln Fans, Kollegen und Co.darüber, ob Weltmeister Jorge Lorenzo 2017 tatsächlich zu Ducati wechseln wird.

n einem Interview mit ‚MotoGP.com‘ hat Brivio nun bestätigt, dass der Spanier in der kommenden Saison in einer roten Lederkombi an den Start gehen wird. Doch was hat ein Suzuki-Manager mit Vertragsgesprächen zwischen Ducati und einem (aktuellen) Yamaha-Piloten zu tun?

Die Antwort trägt einen Namen: Maverick Vinales. Brivio erklärt: „Jeder weiß, dass Yamaha versucht, Maverick zu verpflichten, weil Lorenzo jetzt zu Ducati wechselt.“ Mit Valentino Rossi steht bei Yamaha bereits ein Pilot für 2017 fest. Dass die Japaner Vinales nun ein Angebot gemacht haben sollen, lässt folglich darauf schließen, dass Lorenzo seinen Vertrag bei Yamaha nicht verlängert – und zu Ducati wechselt.

Bereits seit Wochen wird über das Szenario spekuliert, dass Vinales Lorenzo bei Yamaha ersetzen könnte. „Maverick ist für unser Projekt sehr wichtig – Ich würde sogar sagen essentiell wichtig, weil wir mit Maverick um Spitzenplätze kämpfen können“, stellt Brivio klar. Er möchte das 21-jährige Talent unbedingt über das Ende dieser Saison hinaus an Suzuki binden. „Es ist seine Entscheidung. Wir versuchen unser Bestes“, so Brivio.


Rossi lobt Vinales

Sollte Yamaha Vinales aber tatsächlich ein Angebot gemacht haben, so dürfte es für Suzuki extrem schwierig werden, den ehemaligen Moto3-Champion zu halten. Durch den (wahrscheinlichen) Abgang von Lorenzo spart Yamaha eine Menge Geld. Außerdem könnte man Vinales ein Paket anbieten, mit dem er garantiert um Rennsiege kämpfen kann. Insgesamt wäre es ein Angebot, das der Spanier kaum ablehnen kann.

Für Rossi wäre Vinales als Teamkollege „kein Problem“. Der MotoGP-Rekordchampion erklärt: „Es ist kein großer Unterschied für mich, wenn Lorenzo geht und Vinales kommt, oder Iannone, oder Pedrosa. Mit Vinales würde es sicher schwer werden, denn er ist sehr jung, ein großartiges Talent und wird sehr bald einer der absoluten Ausnahmefahrer der MotoGP werden.“

Vinales habe bereits gezeigt, dass er in der MotoGP „mit den Stärksten mithalten kann.“ Rossi, der in Argentinien gegen Vinales zwischenzeitlich um Rang zwei kämpfte, erklärt: „Die Suzuki ist stark, und er ist ein cleverer Fahrer. Er hat einen Weg gefunden, ihre Stärken auszuspielen. Suzuki hat ein ausgezeichnetes Chassis. Es fühlt sich ein bisschen an, als würde man einer Honda folgen, aber sie ist sehr präzise.“

Wie geht es bei Suzuki weiter?
„Sie hatten ein Problem mit dem Motor, aber haben sich dieses Jahr verbessert. Und in diesem Fall ist Vinales schneller als Espargaro“, so Rossi. Offen wäre dann noch die Frage, wie sich Suzuki 2017 aufstellen wird. Möglicherweise treten die Japaner dann sogar mit zwei neuen Piloten an, denn während man Vinales wohl nicht halten kann, empfiehlt sich Aleix Espargaro momentan nicht gerade für einen neuen Vertrag.

Der Spanier hat in dieser Saison bisher große Schwierigkeiten und liegt regelmäßig klar hinter Vinales zurück. Seinen Platz könnte 2017 einer der beiden aktuellen Ducati-Werkspiloten übernehmen, denn die Italiener müssten sich im Falle einer Lorenzo-Verpflichtung von einem ihrer Fahrer trennen. Somit könnte man im kommenden Jahr Andrea Iannone oder Andrea Dovizioso auf der GSX-RR sehen.

Chancen auf die zweite Suzuki soll angeblich Moto2-Champion Johann Zarco haben. Der Franzose dominierte die mittlere Klasse im vergangenen Jahr und konnte in Argentinien auch in diesem Jahr bereits wieder einen Sieg feiern. All diese Szenarien sind allerdings davon abhängig, ob Lorenzo wirklich zu Ducati wechselt. Angeblich soll in dieser Frage bis zum Europaauftakt in Jerez in zwei Wochen Klarheit herrschen.

Text von Ruben Zimmermann & David Emmett

Motorsport-Total.com
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