Maverick Vinales - © www.suzuki-racing.com

© www.suzuki-racing.com – Maverick Vinales harmoniert sehr gut mit den Michelin-Slicks und seiner Suzuki

Suzuki-Werkspilot Maverick Vinales ist auch auf dem Losail International Circuit richtig stark. Der Spanier fuhr beim Testauftakt in Katar hinter Weltmeister Jorge Lorenzo die zweitschnellste Zeit und war deutlich schneller als Suzuki-Teamkollege Aleix Espargaro, der einen Highsider verdauen musste.

Vinales kam am Mittwoch auf 44 Runden und hatte 0,428 Sekunden Rückstand. Espargaro lag als Elfter 1,100 Sekunden zurück. Die Werkspiloten wurden erneut von Testfahrer Takuya Tsuda unterstützt, der sich mit dem neuen Seamless-Getriebe beschäftigte, das auch beim Herunterschalten nahtlos die Fahrstufen sortiert.

Vinales und Espargaro drehten ihre Runden mit der ersten Version des Suzuki-Seamless-Getriebes, das nur beim Hochschalten über die Seamless-Funktion verfügt. Vinales verglich erneut das 2016er-Chassis mit dem Vorjahresmodell und stellte dieses Mal dem neuen Chassis ein gutes Zeugnis aus. Zudem tüftelte der ehemalige Moto3-Weltmeister mit seiner Crew an der Elektronik und dem Setup seiner GSX-RR.

„Ich bin mit der Arbeit und dem Resultat beim Auftakt sehr zufrieden. Wir testeten nicht viele Dinge, sondern konzentrierten uns darauf, beim Setup und der Elektronik konstanter zu werden“, berichtet Vinales. „Wir haben sowohl das 2015er- als auch das 2016er-Chassis getestet. Ich habe das Gefühl, dass das neue Chassis ziemlich nah an das alte herankommt und noch Raum für Verbesserungen hat.“

„Wir fuhren viele Runden und arbeiteten viele Dinge ab. Die Rundenzeiten werden hier an den Tagen sehr schnell sein. Ich war bereits eine Sekunde schneller als im Rennen vor einem Jahr. Deshalb müssen wir weiter am Ball bleiben. Ich fühle mich mit den Vorderreifen sehr wohl, doch am Heck müssen wir noch arbeiten. Wir haben noch nicht genug Haftung und können uns weiter steigern“, ist Vinales überzeugt.


Aleix Espargaro tut sich momentan schwer, die beeindruckenden Rundenzeiten von Vinales mitzugehen. Dennoch bleibt Espargaro weiterhin optimistisch und versucht, die Motivation in seiner Mannschaft hoch zu halten. Durch den Sturz verlor der Spanier etwas Zeit und kam beim Testauftakt nur auf 35 Runden. Etwa acht Zehntelsekunden Rückstand auf Vinales dürften Espargaro etwas nachdenklich machen.

„Es war ein weiterer harter Tag, doch ich bin optimistisch. Nachdem ich in Australien ein sehr schlechtes Gefühl hatte, konnten wir hier eine bessere Konfiguration zusammenstellen. Es sieht besser aus“, bemerkt Espargaro. „Nach der Hälfte der Testzeit änderten wir unsere Richtung und verbesserten das Motorrad deutlich. Zwei Stunden vor Ende hatte ich einen merkwürdigen Sturz, als ich einen neuen Reifen montieren ließ und in einer langsamen Kurve per Highsider abflog. Doch das ist typisch für Katar.“

„Wenn die Luftfeuchtigkeit ansteigt, ändern sich die Bedingungen stark. Ich zog mir keine schwere Verletzung zu, doch mein Rücken schmerzt sehr. Er wurde schon durch die Stürze im Vorjahr in Mitleidenschaft gezogen“, schildert der ehemalige Open-Champion. „Ich möchte mich für Donnerstag ausruhen. Wir sind auf dem richtigen Weg und ich bin optimistisch, dass ich mich steigern kann.“

Text von Sebastian Fränzschky

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