Aleix Espargaro - © www.suzuki-racing.com

© www.suzuki-racing.com – Aleix Espargaro lobt das Handling des Suzuki-Chassis

Das neue Suzuki-Werksteam kratzte am dritten Tag der Sepang-Tests an den Top 10. Die Schwachstelle der GSX-RR ist eindeutig die Motorleistung.

Maverick Vinales und Aleix Espargaro verloren auf den beiden langen Geraden die meiste Zeit. „Wir brauchen mehr Power, das ist das größte Problem“, sagt Espargaro klipp und klar. „Mit mehr Motorleistung können wir auch besser beurteilen, ob das Chassis wirklich so gut ist und ob wir bei der Elektronik in die richtige Richtung gehen.“

Auch MotoGP-Rookie Vinales wünscht sich mehr Power: „Wir müssen am Motor arbeiten, denn in diesem Bereich verlieren wir am meisten. Außerdem müssen wir den Grip am Hinterrad verbessern. Wir können gute Ergebnisse erzielen, wenn wir den Motor verbessern.“ In Sepang summierte sich der Rückstand von Espargaro auf 1,6 Sekunden. Vinales verlor am Freitag zwei Sekunden auf die Spitze. Wenn man die Zeiten der beiden Honda-Werksfahrer außer Acht lässt, so fehlte Suzuki auf Yamaha und Ducati etwas mehr als eine Sekunde.

Deswegen bezeichnet Espargaro die Basis auch als positiv: „Wir müssen weiterarbeiten. Hier haben wir an den drei Tagen das Motorrad verbessern können. Abgesehen von den beiden Werks-Hondas ist unser Rückstand nicht zu groß. Mit etwas mehr Motorleistung könnten wir schneller sein. Dann werden wir uns sicher verbessern, vor allem auf einer schnellen Strecke wie Sepang. Auf langsameren Strecken sind wir sicher konkurrenzfähiger.“

Offen ist, wann die Suzuki-Ingenieure eine neue Ausbaustufe des Triebwerks zünden werden. Im Vergleich zu Valencia im vergangenen November war in Malaysia die Zuverlässigkeit in Ordnung. „Maverick und ich sind hier sehr viele Runden gefahren und es gab keinerlei Probleme mit dem Motor“, bestätigt Espargaro. „Wir haben vier, fünf Wochen verloren, um die Probleme mit dem Motor zu verstehen.“

In Japan wird unermüdlich weitergearbeitet. Suzuki will beim MotoGP-Comeback an die Erfolge der alten 500er-Klasse anknüpfen. „In dieser Woche wird in Japan getestet, außerdem geht es in den Windkanal und auch die Prüfstände laufen. Suzuki arbeitet hart“, lobt Espargaro seinen neuen Arbeitgeber. „Wir wissen aber nicht, wann wir einen stärkeren Motor bekommen werden.“

Die größten Fortschritte erzielte Espargaro an den drei Testtagen bei der Elektronik. Vinales fuhr kaum mit den elektronischen Systemen. Ein Seamless-Getriebe stand noch nicht zur Verfügung. Es wird derzeit in Japan auf Herz und Nieren getestet, wie bereits beim Valencia-Test zu hören war. Ob das Schnellschaltgetriebe beim zweiten Sepang-Test bereit steht, ist noch ungewiss.

Fahrer loben gutes Handling

Beide Fahrer äußerten sich positiv über das Chassis. Das Handling der GSX-RR soll vorzüglich sein. „Mir gefällt die Charakteristik des Motorrades sehr gut, denn man kann auf der Bremse sehr aggressiv in die Kurven hineinfahren. Das passt sehr gut zu meinem Fahrstil“, betont Espargaro eine Stärke der neuen Suzuki. Vinales sieht es genauso: „Das Chassis ist sehr gut, ich kann meine eigenen Linien fahren. Mir gefällt das Motorrad.“

Im Laufe der drei Tage feilte Vinales auch an seinem Fahrstil. Die Umstellung auf die MotoGP ist dem Naturtalent gelungen, wie auch die zwölftbeste Zeit am Freitag zeigte: „Ich bin viele Runden gefahren und habe versucht, viel zu lernen. In der Moto2 hat man zwölf Runden Zeit, um eine schnelle Runde zu fahren. In der MotoGP muss das gleich im ersten Umlauf klappen. Das musste ich erst in meinen Kopf bekommen.“

„Ich kenne das Limit der Reifen noch nicht. Ich pushe auf der Bremse, weiß aber nicht, wo das Limit ist“, nennt Vinales einen der schwierigen Aspekte für Rookies. „Generell bin ich mit diesem Test sehr zufrieden. Ich habe mit 2:03 Minuten angefangen und bin heute 2:00 Minuten gefahren. Das Motorrad funktioniert mit den Reifen sehr gut.“ Bei einem Longrun fuhr Vinales am Freitag im Schnitt 2:02 Minuten. Espargaro brach seine Rennsimulation vorzeitig ab: „Es gab leider ein Problem mit dem Hinterreifen und ich war sehr müde. Deswegen haben wir nach sieben Runden abgebrochen. Beim nächsten Test werden wir eine oder zwei Simulationen fahren.“

Text von Gerald Dirnbeck & David Emmett

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