Sylvain Guintoli, Tom Sykes - © Aprilia Racing

© Aprilia Racing – Kann Sylvain Guintoli beim Saisonfinale in Katar an Tom Sykes vorbeiziehen?

Weltmeister Tom Sykes hat bei den vergangenen Rennwochenenden in Jerez und Magny-Cours den größten Teil seines komfortablen Vorsprungs eingebüßt. Nach der Sommerpause lag der Kawasaki-Pilot 44 Punkte vor Verfolger Sylvain Guintoli.

Doch sowohl in Spanien als auch in Frankreich konnte Sykes nicht das Tempo von Guintoli mitgehen und büßte 32 Punkte ein. Vor dem Saisonfinale trennen die beiden Titelanwärter nur noch zwölf Punkte.

Vor dem Start in die Saison 2014 war die Mission klar: „Zu Beginn der Saison nahmen wir uns vor, erneut den Titel zu holen. Das war mein persönliches Ziel“, bemerkt der Titelverteidiger auf der offiziellen Seite der Superbike-WM. Und auch Herausforderer Guintoli hatte einen ähnlichen Plan: „Vor der Saison war es mein Ziel, Weltmeister zu werden“, stellt der Aprilia-Pilot klar.

Nun läuft es auf einen spannenden Showdown in Katar hinaus. Der Kurs kehrt in dieser Saison in den Kalender zurück und wird als Nachtrennen ausgetragen. Das Layout dürfte der Aprilia RSV4 etwas besser liegen als der Kawasaki ZX-10R. Dennoch ist Sykes optimistisch: „Ich freue mich sehr, in Losail zu fahren, weil es ein Kurs ist, auf dem ich bereits Erfahrungen sammeln konnte. Zudem war ich bei der Präsentation der ZX-10R vor Ort. Ich fuhr bei der Präsentation unter Flutlicht. Es war eine komplett neue Erfahrung.“

„Das Layout ist fantastisch. Man kann das volle Potenzial eines Superbikes abrufen. Es fühlt sich sehr sicher an. Ich kann es kaum erwarten, am Freitagabend loszulegen“, berichtet der amtierende Weltmeister. „Jetzt wird es ernst. Es steht viel auf dem Spiel. Doch ich konzentriere mich darauf, auf die Strecke zu fahren und das zu tun, was ich sonst auch mache.“

„Das Wetter hat die Meisterschaft zuletzt beeinflusst. Das hat es enger gemacht, als es unter normalen Bedingungen der Fall gewesen wäre. Doch wir sind diejenigen, die den Vorteil haben“, betont Sykes energisch. „Wir müssen das Maximum herausholen. Ich befinde mich in einer sehr guten Position. Es ist das dritte Jahr, in dem wir um die WM kämpfen können. Schauen wir, was wir am Renntag daraus machen können.“

Doch auch Guintoli ist für das bevorstehende Rennwochenende optimistisch: „Bei meinem bisher letzten Besuch in Katar gewann ich das Rennen“, schildert der Franzose, der in der Saison 2010 das Langstreckenrennen in Katar gewann. „Ich liebe den Kurs. Er wird perfekt zur RSV4 passen. Ich bin sehr gespannt und auf u

nser Ziel konzentriert. Ich habe sehr hart dafür gearbeitet. Seit Laguna Seca konnten wir den Rückstand von 44 aus zwölf Punkte verringern. Sykes verteidigt sich gut, doch wir sind jetzt sehr nah dran.“

Die beiden Titelanwärter haben unterschiedliche Stärken. Zuletzt war Guintolis Aprilia der Kawasaki von Sykes überlegen. „Sylvains Motorrad hat einen gewissen Topspeed-Vorteil. Durch den V-Motor hat die Aprilia mehr Potenzial bei der Aerodynamik. Zudem hat Sylvains Motorrad durch die Motorbauform mehr Traktion. Doch damit müssen wir leben“, bemerkt Sykes.

Doch der Brite ist dafür auf der Bremse schwer zu schlagen: „Ich bin berühmt für meine Stärke beim Bremsen. Ich würde also im Zweifelsfall auf mich setzen“, erklärt er. Guintoli bestätigt: „Es ist ziemlich schwierig, Tom auf der Bremse zu überholen. Er ist vermutlich etwas stärker, aber nicht besonders viel.“

Text von Sebastian Fränzschky

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