Jorge Lorenzo - © Yamaha

© Yamaha – Tankstutzen am Heck: Das Erkennungsmerkmal des Prototypen

Yamaha rüttelt an einem der Grundprinzipen des Motorradbaus – zumindest ein wenig.

Während sich traditionell der Tank eines Motorrads meist vor dem Sitz des Fahrers befindet, wurde dieser beim Prototyp der M1 für die MotoGP-Saison 2016 teilweise hinter den Sitz verlegt.

Nachdem Testfahrer Katsuyuki Nakasuga bei seinem Wildcard-Start beim Grand Prix in Motegi erstmals mit dem neuen Modell aufgetaucht war, wurde diese Konfiguration zuletzt beim Test nach dem Saisonfinale in Valencia auch von den Stammfahrern Valentino Rossi und Jorge Lorenzo erprobt.

Doch was hat sich Yamaha dabei gedacht? Die Antwort ist recht simpel. „Wir haben im nächsten Jahr zwei Liter Benzin mehr und mussten dafür Platz finden“, erklärt Yamaha-Teammanager Wilco Zeelenberg im Gespräch mit ‚Crash.net‘. Darüber hinaus habe zudem das veränderte Grip-Verhalten der Reifen des neuen Lieferanten Michelin bei der neuen Anordnung eine Rolle gespielt.

Während bei den bis zu diesem Jahr verwendeten Bridgestone-Reifen vor allem das Vorderrad sehr stark war, wandert die Balance bei den Michelin-Pneus Richtung Heck, was Auswirkungen auf die Gewichtsverteilung des Motorrads hat.

Doch vor allem die zusätzliche Benzinmenge – die Factory-Motorräder dürfen in der MotoGP in der nächsten Saison mit 22 statt wie bisher mit 20 Litern ins Rennen starten -, sei Grund für die ungewöhnliche Position des Tanks gewesen, die an der Einfüllöffnung hinter dem Fahrer erkennbar ist. „Viel weiter nach vorne kann man nicht gehen, denn da kommt die Airbox. Und wenn du die Airbox kleiner machst, wäre das ein Problem“, so Zeelenberg.

Es ist allerdings noch nicht sicher, ob Rossi und Lorenzo in der nächsten Saison tatsächlich mit dieser Konfiguration fahren werden. „Wir haben noch nicht entschieden, ob wir mit diesem Tank-Setup fahren werden. Wir wussten, dass wir die zwei Liter Benzin irgendwo unterbringen müssen, und das war unsere Idee“, sagt Teammanager Zeelenberg. „Wir probieren aber noch aus.“

Text von Markus Lüttgens

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