© Motorsport-Total.com - Toni Mang traut Stefan Bradl noch den ein oder anderen Titel zu

In den 1980er Jahren gewann Toni Mang insgesamt fünf Titel in der Motorrad-WM und ist damit der bislang erfolgreichste deutsche Motorrad-Rennfahrer. Doch nun steht mit Stefan Bradl ein potenzieller Nachfolger bereit. Zwar hat der 21-Jährige gerade erst seine erste Weltmeisterschaft eingefahren, doch für Mang muss dieser Titel nicht der letzte sein.

„Ich sehe ihn schon als meinen Nachfolger. Der Bursche ist auch ein Superkerl, der passt scho. Und wenn er sich noch weiter verbessert, dann kann er den Motorradsport in den nächsten Jahren mitprägen“, sagte Mang der ‚Abendzeitung‘. Der 52-Jährige verfolgt die Karriere Bradls schon seit langem. „Ich kenne seinen Vater, den Helmut, schon lange. Und über den Helmut kenne ich den Stefan auch schon sehr, sehr lange. Es war fast zwangsläufig, dass Stefan bei der Familiengeschichte ein guter Motorradfahrer wird.“

Auf Grund der freundschaftlichen Verbindung steht Mang seinem jungen Nachfolger auch mit Rat und Tat zur Verfügung: „Das Einzige, was ihm noch fehlt, ist ein bisschen mehr Eigensinn auf der Piste im richtigen Moment. Es gibt Situationen, da muss man auch mal die Ellenbogen ausfahren, da muss man auch mal ganz breit fahren, das macht er noch zu wenig. Aber das habe ich ihm auch schon öfter gesagt, das weiß er, das wird er ändern.“

Abgesehen davon ist Bradl in den Augen Mangs aber schon ein kompletter Rennfahrer: „Der Stefan hat eine enorme Konstanz an den Tag gelegt, nur so kann man Weltmeister werden. „Wenn er seinen Rhythmus gefunden hat, fährt er wie ein Uhrwerk, die Zeiten sind extrem konstant.“ An diesem Urteil ändert auch der Sturz Bradls beim Saisonfinale in Valencia nichts. „Das kommt vor, gerade, wenn es eigentlich um nichts mehr geht, aber man den Leuten eine Show bieten will. Das war nicht nötig, aber auch nicht schlimm.“

Einen Boom der Motorradrennsports in Deutschland erwartet Mang trotz eines deutschen Weltmeisters nicht: „Deutschland ist ein Autoland. Wir werden mit unserem Sport nie an die Formel 1 mehr herankommen, das tut zwar weh, aber es ist die Realität.“ Eine Realität, die nach Meinung Mangs das wahre Leistungsgefüge nicht widerspiegelt. „Dabei ist die Leistung, die der Stefan gebracht hat, um ein Vielfaches höher anzusiedeln als alles, was der Sebastian (Vettel, Anm. d. Red.) erreicht hat. Für mich ist die Formel 1 nur ein Kasperltheater, nicht mehr.“

Text von Markus Lüttgens

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